Rohstoffe
Kobalt bleibt ein strategischer Schlüsselrohstoff für Batterien und Elektromobilität. Die weltweite Förderung ist stark auf wenige Länder konzentriert. Hier finden Sie die größten Kobaltproduzenten 2026 im Überblick.
Die Demokratische Republik Kongo produziert rund 70 % des weltweiten Kobalts.
Indonesien baut seine Marktstellung durch den Nickel-Boom stark aus.
Die globale Angebotskonzentration bleibt der wichtigste Preisfaktor.
| Rang | Land | Produktion 2026 (geschätzt) | Marktanteil | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Demokratische Republik Kongo | ~170.000 t | ca. 72 % | Weltmarktführer |
| 2 | Indonesien | ~20.000 t | ca. 8 % | Stark wachsend |
| 3 | Russland | ~8.000 t | ca. 3–4 % | Nickel-Beiprodukt |
| 4 | Australien | ~6.000 t | ca. 2–3 % | Politisch stabil |
| 5 | Philippinen | ~4.000 t | ca. 2 % | Nickel-Sektor |
| 6 | Kuba | ~3.500 t | ca. 1–2 % | Staatliche Förderung |
| 7 | Madagaskar | ~3.000 t | ca. 1 % | Großprojekt Ambatovy |
| 8 | Papua-Neuguinea | ~2.800 t | ca. 1 % | Ramu-Mine |
| 9 | Kanada | ~2.500 t | ca. 1 % | ESG-Vorteil |
| 10 | Marokko | ~2.300 t | <1 % | Afrikanischer Produzent |
(Schätzwerte auf Basis aktueller Markt- und Produktionsentwicklungen 2025/2026)
Quellen: USGS (2025), World Mining Data (2025), IEA (2024)1
Mit rund 70 % Marktanteil ist das Land klarer Weltmarktführer2. Die hohe Abhängigkeit vom Kongo bleibt das größte geopolitische Risiko im globalen Kobaltmarkt.
Indonesien profitiert vom Nickel-Boom, da Kobalt häufig als Nebenprodukt anfällt. Der Ausbau eigener Raffineriekapazitäten stärkt die strategische Position. Indonesien hat seine Produktion in den letzten Jahren deutlich gesteigert³
Kobalt entsteht hier überwiegend als Nebenprodukt der Nickelproduktion. Geopolitische Spannungen beeinflussen Handelsströme.
Australien gilt als politisch stabiler Lieferant und gewinnt im Zuge der Lieferketten-Diversifizierung an Bedeutung.
Die Philippinen sind stark im Nickel-Sektor vertreten und zählen zu den konstanten Kobaltproduzenten im asiatischen Raum.
Neben den Förderländern spielen einzelne Bergbaukonzerne eine zentrale Rolle im globalen Angebot.
| Unternehmen | Hauptsitz | Börsennotiert | Relevante Projekte |
|---|---|---|---|
| Glencore | Schweiz | Ja | Mutanda, Katanga |
| CMOC Group | China | Ja | Tenke Fungurume |
| Eurasian Resources Group | Luxemburg | Nein | Metalkol |
| Freeport-McMoRan | USA | Ja | Kupfer-Kobalt-Projekte |
| Norilsk Nickel | Russland | Ja | Nickel-Kobalt-Komplex |
Unternehmensangaben basierend auf Geschäftsberichten 2024/2025.
Mehr Informationen zu börsennotierten Bergbauunternehmen wie Glencore oder Freeport-McMoRan finden Sie im Bereich Aktien.
Kobalt tritt selten als eigenständiges Erz auf
Meist Nebenprodukt von Nickel- oder Kupferminen
Hohe Investitionskosten
Politische Einflussfaktoren spielen große Rolle
Die Angebotskonzentration bleibt 2026 das zentrale Marktthema.
Die starke Abhängigkeit vom Kongo bleibt der zentrale Risikofaktor. Politische Instabilität, regulatorische Eingriffe oder Förderunterbrechungen können das globale Angebot kurzfristig beeinflussen.
Für Trader bedeutet das:
Der Kobaltpreis reagiert sensibel auf geopolitische Entwicklungen sowie auf Produktionsausweitungen in Indonesien. Eine stärkere Diversifizierung durch Australien, Kanada oder Marokko könnte langfristig stabilisierend wirken – kurzfristige Angebotsschocks bleiben jedoch ein wesentlicher Volatilitätstreiber.
Kobalt ist damit nicht nur ein Industriemetall, sondern ein strategischer Rohstoff mit geopolitischem Preissensitivitätsprofil.
Die Demokratische Republik Kongo ist mit großem Abstand der größte Kobaltproduzent der Welt und vereint rund 70 % der globalen Förderung.
Kobalt tritt häufig als Nebenprodukt von Kupferminen auf. Viele der weltweit größten Lagerstätten befinden sich im Kongo.
Ja. Durch den Ausbau der Nickelindustrie steigt Indonesiens Anteil an der globalen Kobaltproduktion kontinuierlich.
Westliche Länder wie Australien und Kanada bauen ihre Förderung aus, um Lieferketten unabhängiger zu machen.