Kristallisation Definition

Was ist eine Kristallisation

Kristallisation bedeutet, einen Vermögenswert zu verkaufen, um Kapitalerträge oder -verluste zu realisieren. Wenn ein Anleger einen Vermögenswert kauft, wird jeder Anstieg oder Abfall des Marktpreises nicht automatisch in Profite oder Verluste übersetzt – dies geschieht erst, nachdem die Position geschlossen wurde.

Nachdem die Position kristallisiert wurde, fallen Investitionssteuern auf den Erlös an. Daher kristallisieren Anleger ihre Positionen oft strategisch. Zwar sind Kapitalerträge steuerpflichtig, doch Kapitalverluste können gegen jegliche Profite verrechnet werden, um die am Jahresende fälligen Steuern zu reduzieren.

Die Kristallisation selbst ist unstrittig, doch es besteht Uneinigkeit darüber, was ein Anleger nach der Kristallisation einer Position tut. Das Problem liegt in der Handlung eines Anlegers, Traders oder Unternehmens, wenn eine Position geschlossen und unmittelbar darauf eine identische Position eröffnet wird. Dieser Vorgang erlaubt es ihnen, den Nettowert Ihrer Vermögenswerte auszubalancieren, indem sie schnell einen Gewinn oder Verlust realisieren, ohne dabei die Position zu verlieren, von der sie glauben, dass sie weiter profitabel sein kann.

Die meisten Länder haben jedoch Steuerregelungen, die diese Praxis verhindern – so lassen sich beispielsweise keine Steuerabzüge geltend machen, wenn die Anteile innerhalb von 30 Tagen gekauft wurden.

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Beispiel einer Kristallisation

Nehmen wir an, ein Anleger besitzt 100 Anteile des Unternehmens ABC, die er 2017 zum Preis von je 50 € gekauft hat. Im Folgejahr ist der Aktienkurs dramatisch gestiegen auf 180 € pro Aktie – die Kapitalerträge würden also bei (180 € – 50 €) x 100 = 13 000 € liegen. Der Anleger beschließt, die Position zu kristallisieren, sprich, sie wird geschlossen und der Profit realisiert.

Der Profit aus dieser ABC-Position wird besteuert zu einem Satz, der dem gewöhnlichen Einkommenssteuersatz des Anlegers entspricht. Aufgrund seiner Einkommensklasse liegt die Kapitalertragsteuer bei 20 %. Der Anleger würde also einen Betrag von 2600 € bezahlen und einen Profit von 10 400 € machen.

Zum Zeitpunkt seiner Position von ABC-Aktien hat der Anleger jedoch auch eine Position von 50 Aktien des Unternehmens XYZ. Diese Aktien hat er 2017 zum Preis von 80 € pro Aktie gekauft. Seitdem haben sie pro Aktie 20 € an Wert verloren – der Kapitalverlust beträgt (20 € – 80 €) x 50 = –3000 €. Der Anleger beschließt, den Kapitalverlust auf das Investment zu realisieren, um ihn gegen die Kapitalertragsteuer aufzuwiegen.

Statt also einen Kapitalertrag von 13 000 € anzugeben, könnte der Anleger seinen Kapitalverlust abziehen. Daraus ergibt sich eine Summe von 10 000 €. Die Kapitalertragsteuer auf diesen Profit würde reduziert, so dass der Anleger lediglich 2000 € zahlen müsste.

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