Market Update
Der Iran-Krieg dauert an und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Und solange kann es für den Ölpreis gen Norden gehen. Keine guten Aussichten für die Aktienmärkte, die zurzeit recht ängstlich auf die Notierungen des schwarzen Goldes reagieren. Aber auch die Sorge über eine Rückkehr der Inflation und folglich über ausbleibende Zinssenkungen verunsichern die Anleger.
Die Talfahrt scheint noch nicht zu Ende zu sein. Ende der vergangenen Woche musste das Aufwärts-Gap von Anfang Mai des vergangenen Jahres bei 22.607/22.764 Punkten der Angebotsseite überlassen werden. Die nächste charttechnische Haltestelle ist die vorherige Kurslücke bei 21.297/21.723 Zählern von Ende April des gleichen Jahres.
Ein Hoffnungsschimmer gibt es aber für den DAX. Der Relative Stärke-Index (RSI) mit der Einstellung 14 Tage hat die überverkaufte Zone erreicht. Wird die Extremzone nach oben verlassen, könnte es zu einer Gegenbewegung kommen. Das letzte Mal hatte das Verlassen der überverkauften Zone Anfang April 2025 (Zollhammer) eine Erholung zur Folge gehabt.
Zugegeben, der Ölpreis der Sorte WTI ist nach dem jüngsten Anstieg überhitzt und somit reif für eine Korrektur. Doch solange der Iran-Krieg andauert, könnte die überkaufte Situation, die im Relativen Stärke-Index-Chart zu sehen, noch eine Weile andauern. Charttechnisch konnte zuletzt das zurückgewonnene Hoch bei 93,94 USD verteidigt werden. Von Gewinnmitnahmen ist bislang noch nichts zu sehen. Vielmehr könnte es in Richtung der Hochs bei 121,30/126,34 USD aus dem Jahr 2022 gehen.