Quartalszahlen 2025 - Q4
Die Tesla Aktie steht am Tag vor den Q4-Zahlen 2025 vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Eine enge Seitwärtsrange, erhöhte Volatilität im Optionsmarkt und saisonale Schwäche machen die Earnings zum möglichen Wendepunkt.
Make-or-Break-Zone: TSLA pendelt seit Jahresbeginn in einer engen Range zwischen Dezemberhoch und -tief
Saisonaler Gegenwind: Historisch schwache Phase von Anfang Februar bis Mitte März
Earnings als Katalysator: Optionsmarkt signalisiert eine Bewegung von rund ±6 %
Seit Jahresbeginn tendiert die Tesla Inc in einer klar definierten Seitwärtsrange. Auf der Oberseite begrenzt der Dezember-Schlusskurs bei 449,72 USD das Kursgeschehen, während auf der Unterseite das Dezembertief bei 422,12 USD als zentrale Unterstützung fungiert.
In der vergangenen Woche wurde ein kurzzeitiger Bruch unter das Dezembertief direkt wieder gekauft – ein erstes Signal, dass unterhalb dieser Marke Anschlusskäufe bereitstehen. Diese Bewegung trug die Aktie zurück in Richtung Range-Mitte. Am Earnings-Tag notiert TSLA damit erneut in einer neutralen Ausgangslage.
Der RSI liegt leicht oberhalb der 48,5er-Schwelle, was für eine fragile, aber intakte kurzfristige Aufwärtsstruktur spricht. Diese Zone muss verteidigt werden, um weiteres Momentum aufbauen zu können.
Ein nachhaltiger Ausbruch über den Dezember-Schlusskurs würde die Seitwärtsphase beenden. In diesem Fall lässt sich aus der Höhe der aktuellen Range ein technisches Mindestkursziel von rund 479 USD ableiten.
Scheitern die Käufer hingegen erneut an der Oberseite, rückt ein weiterer Test des Dezembertiefs in den Fokus. Eine Aufgabe dieser Unterstützung könnte schnelle Abgaben auslösen – mit möglichen Anschlusszielen am Novembertief bei 382 USD sowie an der steigenden 200-Tage-Linie bei rund 373 USD.
Die Saisonalität spricht aktuell klar gegen die Aktie. In den vergangenen 15 Jahren verzeichnete Tesla im Zeitraum Anfang Februar bis Mitte März eine durchschnittliche Rendite von −8,12 % bei gleichzeitig sehr hoher Volatilität von rund 62 %.
Die durchschnittlichen und maximalen Verluste übersteigen in diesem Zeitraum deutlich die entsprechenden Gewinnwerte. Das deutet auf eine robuste saisonale Schwächephase hin. Besonders relevant: Auch in den letzten drei Jahren ist TSLA in genau diesem Zeitfenster jeweils gefallen – ein Muster, das Marktteilnehmer im Hinterkopf behalten sollten.
Der Optionsmarkt rechnet rund um die Zahlen mit einer Bewegung von ±6,04 %, was aktuell etwa ±26 USD entspricht. Damit ist klar: Der Markt erwartet keinen Seitwärtsverlauf, sondern einen dynamischen Impuls unmittelbar nach Veröffentlichung der Zahlen. Diese implizite Bewegung passt zur charttechnischen Ausgangslage: Die enge Range erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Earnings als Katalysator für einen Richtungsentscheid wirken.
Das Analystensentiment bleibt trotz der hohen Marktbedeutung von Tesla verhalten. Der Konsens liegt aktuell bei „Hold“. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel von rund 393 USD impliziert sogar ein Abwärtspotenzial von knapp 10 % gegenüber dem letzten Kursniveau. Die Spannbreite der Schätzungen ist allerdings extrem – von sehr defensiven Szenarien bis hin zu optimistischen Langfristannahmen. Kurzfristig liefern die Analystenbewertungen daher keine klare Unterstützung, sondern unterstreichen die Unsicherheit vor den Zahlen.
Long-Szenario:
Gelingt es der Aktie nach den Zahlen, oberhalb von 449,72 USD zu schließen und diese Marke zu bestätigen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Range-Breakouts.
Einstieg: über 450 USD (Bestätigung abwarten)
Stopp: unter 439 USD
Ziel: 479 USD (technisches Mindestziel aus der Range)
Short-Szenario:
Scheitert Tesla erneut am Dezember-Schlusskurs und fällt nachhaltig unter 422,12 USD, wäre dies ein klares Schwächesignal.
Einstieg: unter 420 USD
Stopp: über 432 USD
Ziele: 382 USD, darunter 373 USD (200-Tage-Linie)
Tesla steht vor den Q4-Zahlen an einer entscheidenden charttechnischen Schwelle. Während der Optionsmarkt eine deutliche Bewegung erwartet, spricht die Saisonalität klar für Vorsicht auf der Long-Seite. Die Earnings dürften damit nicht nur kurzfristig, sondern auch strukturell über den nächsten Trendimpuls entscheiden.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.