Index Update
Der S&P eilt im Augenblick von einem neuen Allzeithoch zum anderen. Doch die Marktbreite nimmt stetig ab. Somit steigt die Korrekturgefahr.
Auf welchem Fundament steht die jüngste Rekordrally beim S&P? Spielt die Marktbreite mit? Zwei wichtige Fragen, die sich die Anleger im Augenblick beantworten sollten. Und die Antwort lautet zurzeit Nein. Eine negative Divergenz warnt vor einer Korrektur.
Hierbei schauen wir uns den Anteil der S&P-Aktien an, die über ihrem 200-Tage-Durchschnitt liegen. Und diese Zahl nimmt seit dem 17. April kontinuierlich ab. Nicht nur das. Der Wert liegt unter dem 200-Tage-Durchschnitt des S&P 500 Stocks Above 200 Day Average und nähert sich dem Schwellenwert von 50.
Anteil in % |
Marktphase |
>80 |
Sehr starker Aufwärtstrend, allerdings bereits überhitzt |
50 bis 80 |
Gesunder Aufwärtstrend |
20 bis 50 |
Neutral |
<20 |
Stark überverkauft, eine Erholung ist sehr wahrscheinlich |
Kommen wir nun zur negativen Divergenz. Seit dem 17. April geht der Anteil der S&P-Aktien, die über ihrem 200-Tage-Durchschnitt liegen zurück. Der marktbreite US-Index konnte dagegen neue Allzeithochs markieren. Aber wie hängt dies zusammen? Seit Jahresbeginn wird der Kursanstieg des S&P 500 zu rund 80% von KI-Aktien getragen.
Die erwähnte negative Divergenz ist im Augenblick lediglich ein Warnsignal. Wann und vor allem ob eine Korrektur kommt, kann der Indikator „Aktien über dem 200-Tage-Durchschnitt“ nicht sagen. Allerdings wäre nach der jüngsten Performance des S&P eine Verschnaufpause sehr hilfreich.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Eine negative Divergenz beim Indikator Anteil der Aktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt entsteht, wenn der S&P 500 neue Hochs erreicht, während der Anteil der Einzelaktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt gleichzeitig sinkt. Das zeigt, dass der Marktanstieg von immer weniger Aktien getragen wird und die Marktbreite nachlässt. Solche Divergenzen gelten als Frühwarnsignal für nachlassende Trendstärke und erhöhen das Risiko einer Korrektur oder Konsolidierung, auch wenn der Index äußerlich noch stark aussieht.
Im Augenblick besteht noch kein Grund zur Panik. Der S&P weist einen intakten Aufwärtstrend auf. Doch Vorsicht ist geboten. Angesichts der negativen Divergenz ist es ratsam, die Stopp Loss-Marken eventuell näher an den aktuellen Kurs heranzuziehen. Im Tageschart sind zwei Möglichkeiten zu sehen.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen