Weiter zum Inhalt

Optionen und CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 71 % der Privatkundenkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. 71 % der Privatkundenkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Index Update

S&P Prognose – Negative Divergenz warnt vor Korrektur 

Der S&P eilt im Augenblick von einem neuen Allzeithoch zum anderen. Doch die Marktbreite nimmt stetig ab. Somit steigt die Korrekturgefahr.

S&P Prognose – Negative Divergenz warnt vor Korrektur Quelle: TradingView
S&P Prognose – Negative Divergenz warnt vor Korrektur Quelle: TradingView

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

S&P – Immer weniger Soldaten marschieren mit dem General

Auf welchem Fundament steht die jüngste Rekordrally beim S&P? Spielt die Marktbreite mit? Zwei wichtige Fragen, die sich die Anleger im Augenblick beantworten sollten. Und die Antwort lautet zurzeit Nein. Eine negative Divergenz warnt vor einer Korrektur.

Hierbei schauen wir uns den Anteil der S&P-Aktien an, die über ihrem 200-Tage-Durchschnitt liegen. Und diese Zahl nimmt seit dem 17. April kontinuierlich ab. Nicht nur das. Der Wert liegt unter dem 200-Tage-Durchschnitt des S&P 500 Stocks Above 200 Day Average und nähert sich dem Schwellenwert von 50. 

Was sagt der Anteil der Aktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt aus? 

Anteil in %

Marktphase

>80

Sehr starker Aufwärtstrend, allerdings bereits überhitzt

50 bis 80

Gesunder Aufwärtstrend

20 bis 50

Neutral

<20

Stark überverkauft, eine Erholung ist sehr wahrscheinlich

Kommen wir nun zur negativen Divergenz. Seit dem 17. April geht der Anteil der S&P-Aktien, die über ihrem 200-Tage-Durchschnitt liegen zurück. Der marktbreite US-Index konnte dagegen neue Allzeithochs markieren. Aber wie hängt dies zusammen? Seit Jahresbeginn wird der Kursanstieg des S&P 500 zu rund 80% von KI-Aktien getragen.

Die erwähnte negative Divergenz ist im Augenblick lediglich ein Warnsignal. Wann und vor allem ob eine Korrektur kommt, kann der Indikator „Aktien über dem 200-Tage-Durchschnitt“ nicht sagen. Allerdings wäre nach der jüngsten Performance des S&P eine Verschnaufpause sehr hilfreich. 

S&P 500 und S&P 500 Aktien über 200 Tage-Durchschnitt 

S&P 500 und S&P 500 Aktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt
S&P 500 und S&P 500 Aktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Kurz erklärt

Eine negative Divergenz beim Indikator Anteil der Aktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt entsteht, wenn der S&P 500 neue Hochs erreicht, während der Anteil der Einzelaktien über ihrem 200-Tage-Durchschnitt gleichzeitig sinkt. Das zeigt, dass der Marktanstieg von immer weniger Aktien getragen wird und die Marktbreite nachlässt. Solche Divergenzen gelten als Frühwarnsignal für nachlassende Trendstärke und erhöhen das Risiko einer Korrektur oder Konsolidierung, auch wenn der Index äußerlich noch stark aussieht.

Was sollten Anleger nun machen - Stopps enger nachziehen

Im Augenblick besteht noch kein Grund zur Panik. Der S&P weist einen intakten Aufwärtstrend auf. Doch Vorsicht ist geboten. Angesichts der negativen Divergenz ist es ratsam, die Stopp Loss-Marken eventuell näher an den aktuellen Kurs heranzuziehen. Im Tageschart sind zwei Möglichkeiten zu sehen.

  • Supertrend als Trailing Stopp
    Der Supertrend mit der Einstellung 10 Perioden und einem Multiplikator von 3 dient als Trailing Stop. Solange der S&P gen Norden marschiert und neue Hochs erklimmt, besteht kein Handlungsbedarf. Erst wenn der Supertrend-Indikator (grüne Linie) auf Schlusskursbasis unterschritten wird, sollten Long-Positionen geschlossen werden. Momentan liegt der Indikator bei 7.159 Punkten. Darunter könnte es zu Gewinnmitnahmen kommen
  • Das tiefste Tief der letzten fünf Tage
    Ebenfalls bei Tradern beliebt ist die Fünf-Tage-Umkehrregel. Vor allem dann, wenn der Basiswert schnell gestiegen ist, was beim US-Index auch der Fall ist. Der Stopp Los wird dann, ausgehend von dem aktuellen Hoch, unter das tiefste Tief der letzten fünf Tage platziert. Aktuell wäre dies bei 7.174 Zählern

S&P 500 Chart auf Tagesbasis 

S&P 500 mit Supertrend-Indikator und 5-Tage-Umkehrregel
S&P 500 mit Supertrend-Indikator und 5-Tage-Umkehrregel

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Fünf-Jahres-Chart

S&P 500 im Fünf-Jahres-Chart auf Wochenbasis
S&P 500 im Fünf-Jahres-Chart auf Wochenbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Morning Report

Starten Sie inspiriert: Tägliche Analysen und Tradingideen für den Handelstag.