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Index Update
Die Stimmung an der Wall Street ist auf einem historisch niedrigen Niveau und die bröckelnde Marktbreite spricht auch nicht unbedingt für US-Aktien. Doch der S&P hat darauf bislang nicht reagiert. Ganz im Gegenteil. Das Allzeithoch bleibt in Sichtweite.
Es gibt im Augenblick mehrere Gründe für schlechte Laune an der Wall Street. Der Iran-Krieg und die daraus resultierenden hohen Energiekosten, die hartnäckige Inflation und die Aussicht auf weiter steigende Leitzinsen sprechen nicht für eine Euphorie. Und die Stimmung lässt sich gut am Sentiment der American Association of Individual Investors, kurz AAII, messen. Und die Stimmung ist im wahrsten Sinne im Keller. Anhand der Daten vom 18. September beträgt der Bull/Bear-Spread (Bullishes Sentiment minus dem bearishen Sentiment) beträgt aktuell -24,5% und liegt damit auf dem Niveau von Anfang Mai 2025 und somit während der Zeit des Zollhammers von US-Präsident Trump.
In einem solchen Fall fungiert der Bull/Spread als Kontraindikator. Gerade in Zeiten solcher Extremwerte kam es in der Vergangenheit anschließend zu Gegenbewegungen, wie beispielsweise im April/Mai des vergangenen Jahres. Ein Bull/Bear-Spread von über -20 signalisiert eine solche Übertreibung.
Kommen wir nun zur wöchentliche Marktbreite des S&P 500. Diese stimmt im Augenblick nicht zuversichtlich. Gegenüber der Vorwoche hat die Zahl der Indexmitglieder, die über ihrem 200-Tage-Durchschnitt liegen, stark nachgelassen. Nur 49% der Dividendenpapiere notieren über dem beliebten, mittelfristigen Durchschnitt. Kurzfristig sieht es sogar noch pessimistischer aus. Gerade einmal 27% der Aktien des marktbreiten Index können sich über ihrer 50-Tage-Glättungslinie behaupten. Auch beim 52-Wochen-Hoch/Tief-Indikator sieht es nicht viel besser aus. Auf zwei neue 52-Wochen-Hochs kommen zurzeit 31 Aktien mit einem neuen Tief.
Und wie reagiert der S&P 500 auf die miese Stimmung der schwachen Marktbreite? So gut wir gar nicht. Es ging zwar zuletzt abwärts, dennoch ist das Allzeithoch bei 7.817 Punkten vom 13. August noch in Sichtweite. Doch eine Erkenntnis aus der bröckelnden Marktbreite ist, dass zurzeit nur wenige Indexmitglieder den Aufwärtstrend stützen. Diese negative Divergenz könnte zu einem Problem werden.
Charttechnisch kann sich der US-Index zurzeit auf zwei Marken verlassen. Dies sind die exponentielle 50-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 7.604 Punkten und die Oberseite der Handelsspanne bei 7.621 Zählern. Diese Unterstützungen sollten verteidigt werden.
Falls nicht, könnte es zu einem neuerlichen Test der Oberkante des Aufwärts-Gaps (Raising Window) bei 7.517 Punkten kommen.
Angesichts des extrem hohen Bull/Bear-Spreads und der Übertreibung würde eine Gegenbewegung in Richtung der unteren Begrenzung des engen Abwärts-Gaps (Falling Window) bei 7.714 Zählern nicht überraschen.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Szenario |
Trigger |
Zielbereich |
Stopp |
Long |
50-Tage-Durchschnitt verteidigt |
7.714 |
7.621 |
Short |
S&P fällt in die Handelsspanne zurück |
7.557 |
7.647 |
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Morning Report
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