Aktien Update
Ein milliardenschwerer Großauftrag der Bundesregierung zum Bau von Fregatten bleibt aus und löste bei der Rheinmetall-Aktie eine Verkaufswelle aus. Und charttechnisch betrachtet könnte die Talfahrt noch nicht zu Ende sein.
Gestern rauschte der Aktienkurs von Rheinmetall um 19% in den Keller. Doch bereits seit längerem zeigt sich der Wochenchart angeschlagen. Der Anfang vom charttechnischen Schrecken fing schon Mitte Januar an. Zu diesem Zeitpunkt konnten die vorherigen Hochs nicht mehr erreicht werden. Mit dem Rutsch unter die exponentiellen 50-Wochen-Durchschnittslinie und der Unterseite der Handelsspanne bei 1.410 EUR sprang die Ampel auf Rot.
Und der gestrige Kursrutsch hat die technische Verfassung noch mehr eingetrübt. Das Aufwärts-Gap (Rising window) bei 1.012,60/1.077,00 EUR musste der Angebotsseite überlassen werden.
Nun wurde im Wochenchart das markante Tief bei 933,00 EUR von Anfang April des vergangenen Jahres erreicht. Und diese Marke darf nicht fallen. Ansonsten könnte sich die Abwärtsbewegung beschleunigen. Ziel wäre dann die vorherige Kurslücke bei 832,20/859,40 EUR. Vor allem die Unterseite des Rising windows dient als Unterstützung.
Laut dem Directional Movement-Index (DMI) könnte die Reise gen Süden weitergehen. Der ADX (10 Wochen) spricht für eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung. Und der Verkaufsdruck (DI-) nimmt weiter zu. Gleichzeitig ziehen sich die Bullen zurück. Dies wird deutlich an dem weiter rückläufigen Kaufdruck (DI+).
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Szenario |
Trigger |
Zielbereich |
Stopp |
Long |
Bei einem erfolgreichen Test des Tiefs bei 933,00 EUR könnte es kurzfristig zu einem Entlastungsangriff in Richtung des Gaps bei 1.012,60/1.077,00 EUR |
1.077,00 EUR |
832,20 EUR |
Short |
Unterhalb des zweiten Aufwärts-Gaps bei 832,20/859,40 EUR könnte der Abwärtstrend noch einmal Fahrt aufnehmen |
663,80 EUR |
859,40 EUR |
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen