Rohstoff Update
In der letzten Nacht hat sich die Lage in der Straße von Hormus massiv verschärft. Infolge militärischer Zwischenfälle hat der Ölpreis angezogen. Und für die Sorte WTI könnte es sogar noch weiter gen Norden gehen.
Die iranische Armee hat in der Straße von Hormus in der letzten Nacht drei Containerschiffe beschossen und zwei davon gekapert und in Richtung der iranischen Küste geschleppt. Damit steht die derzeitige Waffenruhe, die von US-Präsident Trump erst kürzlich verlängert wurde, auf äußerst wackeligen Beinen. Wie die eigentliche Strategie der USA ist und ob es überhaupt eine gibt, wird im Augenblick bezweifelt. Es hat eher den Anschein, als würde US-Präsident Trump nicht wissen, wie die Vereinigten Staaten aus dem Schlamassel herauskommen sollen. Militärisch befinden sich die USA in einer Sackgasse. Auf der einen Seite werden iranische Häfen weiter blockiert und auf der anderen Seite beschießt und kapert die iranische Revolutionsgarde Handelsschiffe. Und die Pattsituation könnte durchaus noch eine Weile andauern. Und die Folge wären weiter anziehende Notierungen an den Ölmärkten.
Nach der Verteidigung der exponentiellen 65-Tage-Durchschnittslinie und der raschen Rückeroberung des 23,6%-Fibonacci-Levels bei 87,03 USD hat der Ölpreis der Sorte WTI wieder en Weg gen Norden eingeschlagen.
Infolgedessen konnte das 38,2%-Retracement bei 93,28 USD überwunden werden. Und heute Nacht wurde nun das 50,0%-Niveau bei 98,34 USD erreicht. Und diese Hürde gilt es nun zu überwinden.
Gelingt dieses Vorhaben, wäre zuerst die psychologische Marke bei 100,00 USD je Barrel das Ziel. Anschließend könnte das Hoch bei 118,47 USD vom 7. April angesteuert werden.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen