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Aktienmarkt
Der Nasdaq 100 steht unter Druck, während sich mehr Einzelwerte stabilisieren. Diese positive Divergenz deutet auf ein robusteres Fundament hin – eine Trendwende bestätigt sie noch nicht.
Der Nasdaq 100 verliert im Oktober bis einschließlich 29. Oktober 3,3 % auf 29.403 Punkte. Damit liegt der Technologieindex rund 5,8 % unter seinem Rekordhoch von 31.225 Punkten vom 6. Oktober. Seit Jahresbeginn bleibt ein Plus von 16,4 %.
Unter der Oberfläche fällt die Bilanz freundlicher aus: 57 von 101 untersuchten Aktien, rund 56 %, liegen im bisherigen Oktober im Plus. Der Median der Einzelwertrenditen beträgt +3,3 %. Das Monatsminus des Index verdeckt damit eine Erholung bei zahlreichen Mitgliedern.
Kurz erklärt: Eine positive Divergenz entsteht hier, wenn der Index fällt, während sich die Marktbreite verbessert. Sie kann auf nachlassenden Verkaufsdruck in der Breite hinweisen, liefert allein aber keine Bestätigung für steigende Indexkurse.
Im September stieg der Nasdaq 100 noch um 3,2 %, obwohl die Zahl der Aktien über ihrer eigenen 200-Tage-Linie von 67 auf 53 sank. Die Rally wurde von immer weniger Titeln getragen.
Im Oktober dreht sich dieses Verhältnis: Zum 29. Oktober liegen 62 von 99 auswertbaren Aktien über ihrer 200-Tage-Linie – rund 63 %, nach 54 % Ende September. Das ist sogar ein Titel mehr als am Rekordtag, obwohl der Index deutlich niedriger notiert.
Nach der Marktbreite-Auswertung besteht damit seit dem 27. Oktober eine positive Divergenz zwischen Indexentwicklung und Beteiligung der Einzelwerte.
Das Indexminus wird maßgeblich von Schwergewichten geprägt. Alphabet verliert 17,5 %, Meta Platforms Inc (24 Hours) 13,9 %, Netflix Inc (24 Hours) 10,8 % und NVIDIA Corp (24 Hours) 6,4 % im bisherigen Oktober.
Hinzu kommen starke Verluste bei KI-Infrastrukturwerten wie Coreweave Inc (24 Hours) mit −30,3 % und Nebius Group NV (24 Hours) mit −27,1 %. Die kräftigen Abschläge einzelner Titel drücken auch den einfachen Durchschnitt der Aktienrenditen auf −0,1 %, während der Median deutlich positiv bleibt.
Ein ähnliches Muster zeigt die Marktbreite im S&P 500: Dort bremsen Schwergewichte ebenfalls eine breitere Erholung. Mehr dazu im Artikel „S&P 500: Marktbreite erholt sich, Schwergewichte bremsen“.
Der aufsummierte Tagessaldo aus steigenden minus fallenden Aktien dreht von −131 im September auf +125 im bisherigen Oktober. Die kumulierte Advance/Decline-Linie erholt sich damit, bleibt jedoch unter ihrem Hoch von Mitte August.
Kurzfristig ist das Bild ausgeglichen: 52 von 101 Aktien, rund 51 %, notieren über ihrer 50-Tage-Linie. Im Monatsverlauf erreichten zudem 21 Titel neue 52-Wochen-Hochs, während zehn neue Tiefs markierten.
Die Daten sprechen bislang für eine vor allem von Schwergewichten geprägte Indexschwäche. Für eine überzeugende Trendwende müssten jedoch auch die Indexkurse wieder anziehen und die A/D-Linie ihre Erholung bestätigen.
Morning Report
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