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Market Update

Kommt es im Iran-Krieg zu einer Waffenruhe? Die Aussicht darauf beruhigt die Märkte

Laut US-Präsident Trump verhandeln Washington und Teheran über eine einmonatige Waffenruhe. Die Märkte reagieren darauf freundlich, aber nicht euphorisch.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Wichtigste Punkte:

  • US-Präsident Trump legt dem Iran ein 15-Punkte-Plan vor, um sich auf eine Waffenruhe zu einigen. Doch davon möchte Teheran offiziell nichts wissen. Dennoch beflügelt die Aussicht auf einen Waffenstillstand die Märkte
  • Der DAX könnte heute eine technische Gegenbewegung starten. Es bleibt aber abzuwarten, ob diese von Dauer ist
  • Der Ölpreis gerät unter Druck. Das ehemalige Hoch bei 93,94 USD könnte unterschritten und der Aufwärtstrend unterbrochen werden

Zaubert Trump eine Waffenruhe aus dem Hut?

Die Regierung in Washington hat der iranischen Gegenseite einen 15-Punkte-Plan für eine Waffenruhe und eine dauerhafte Lösung des Konflikts vorgelegt. Wenngleich US-Präsident Trump sich siegessicher zeigt, dementiert Teheran Gespräche mit den USA. Die US-amerikanischen Forderungen beinhalten einen Rückbau des iranischen Atomprogramms, ein Ende der Urananreicherung, einen Stopp der Unterstützung regionaler Milizen und die dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus. Im Gegenzug sollen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben und ein ziviles Atomprogramm im Süd-Iran unterstützt werden.

Offen ist bislang aber, mit wem genau die US-amerikanische Delegation auf der iranischen Seite spricht. Offiziell dementiert Teheran Gespräche mit Washington. Trotz der angeblichen Verhandlungen werden die Kampfhandlungen fortgesetzt. Es macht zurzeit den Eindruck, dass US-Präsident Trump unbedingt den Krieg gegen den Iran beenden möchte. Zum einen wird der Druck seitens der Wirtschaft infolge der befürchteten ökonomischen Auswirkungen stetig größer und zum anderen scheinen nicht alle Ziele erreicht worden zu sein. Dazu gehören beispielsweise die vollständige Zerstörung des Atomprogramms sowie des Raketenarsenals und der Sturz des Mullah-Regimes. Der iranische Widerstand wurde offensichtlich unterschätzt, wie auch die Ausweitung des Konfliktes auf die Golfstaaten.

Die weltweiten Börsen zeigen sich im Augenblick ein wenig beruhigt. Dennoch kann nicht von einer Euphorie gesprochen werden. Solange wenigstens nicht, bis eine Waffenruhe von beiden Konfliktparteien bestätigt wird.

DAX – Wie lange dauert die Gegenbewegung an?

Heute könnte es für den DAX in Richtung der Unterseite der übergeordneten Handelsspanne bei 23.021 Punkten gehen. Zuvor müsste die Kurslücke bei 22.607/22.764 Zählern geschlossen werden. Anschließend wartet dann im Tageschart die untere Begrenzung des jüngsten Abwärts-Gaps bei 23.180 Punkten. Somit müssen einige Chartmarken zurückgewonnen werden.

Wenig Mut macht der Moving Average Convergence/Divergence-Indikator MACD. Dieser hat Anfang März mit dem Rutsch unter die Nulllinie ein mittelfristiges Ausstiegssignal generiert. Auch kurzfristig steht die Ampel auf Rot. Eine bullische Divergenz ist auch nicht auszumachen. Folglich könnte die heutige Gegenbewegung nicht von langer Dauer sein.

DAX Chart auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Ölpreis - Wichtige Chartmarke unter Druck

Die Hoffnung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg beflügelt die Aktienmärkte, setzt den Ölpreis der Sorte WTI dagegen unter Druck. Charttechnisch muss im Wochenchart das erst kürzlich bezwungene Hoch bei 93,94 USD der Angebotsseite überlassen werden. Allerdings ist die laufende Woche noch nicht zu Ende. Bei einem entsprechenden Wochenschlusskurs unterhalb der genannten Marke könnte es zu einer Korrektur in Richtung der ehemaligen Hochs bei 87,08/75,52 USD kommen.

Im Vergleich zum DAX hat der MACD Anfang März mit dem Sprung über die Nulllinie ein neues mittelfristiges Einstiegssignal generiert. Auch das kurzfristige Kaufsignal hat noch Gültigkeit.

Ölpreis der Sorte WTI Chart auf Wochenbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Fünf-Jahres-Chart

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Morning Report

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