Rohstoffe
Der Heizölpreis bleibt charttechnisch angeschlagen. Nach dem Bruch aus der großen Konsolidierungsformation hat sich der Kurs unter der 200-Tage-Linie festgesetzt. Aktuell kämpft Heizöl um die wichtige Zone bei rund 3,10 Dollar.
Der Heizölpreis hat seit den Hochs während des Iran-Konflikts rund 30 % verloren und notiert weiter unter der 200-Tage-Linie. Um die Marke von 3,00 Dollar bildet sich jedoch ein möglicher Doppelboden. Gelingt die Rückeroberung der 200-Tage-Linie, wäre eine Erholung in Richtung 3,48 Dollar möglich. Fällt der Kurs dagegen unter 3,03 Dollar, rückt der Support bei 2,60 Dollar in den Fokus.
Mit dem Ausbruch des Iran-Konflikts konnte der Heizölpreis zwischenzeitlich Hochs von fast 4,66 Dollar erreichen. In der anschließenden Deeskalationsphase wurde ein Großteil dieser Risikoprämie wieder ausgepreist. Seitdem hat sich der Heizölpreis um rund 30 % korrigiert.
Charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Der Kurs notiert unter der 200-Tage-Linie und konnte diese bislang nicht nachhaltig zurückerobern. Gleichzeitig zeigt sich im Bereich um 3,00 Dollar ein erster möglicher Doppelboden. Dieser Bereich wird damit kurzfristig zur wichtigsten Unterstützungszone.
Gelingt dem Heizölpreis eine Rückeroberung der 200-Tage-Linie, könnte sich kurzfristig eine technische Erholung entwickeln. Das erste Ziel läge dann im Bereich der ehemaligen Dreiecksunterkante bei rund 3,48 Dollar. Dort dürfte sich entscheiden, ob die Erholung nur eine Gegenbewegung bleibt oder ob Käufer wieder stärker zurückkehren.
Scheitert der Kurs jedoch an der 200-Tage-Linie und fällt unter die wichtige Unterstützung bei 3,03 Dollar, würde sich das bärische Szenario bestätigen. In diesem Fall könnte sich die Abwärtsbewegung in Richtung 2,60 Dollar fortsetzen. Dieser Bereich entspricht ungefähr dem Niveau vor dem Iran-Konflikt und würde eine weitere Normalisierung des Heizölpreises bedeuten.
| Setup | Trigger | Ziel | Stop / Risiko | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Long-Setup 1 | Stabilisierung über 3,03 USD | 3,20–3,25 USD | Bruch unter 3,03 USD | Doppelboden-Spekulation |
| Long-Setup 2 | Rückeroberung der 200-Tage-Linie | 3,48 USD | Rückfall unter 200-Tage-Linie | Technische Erholung |
| Long-Bestätigung | Ausbruch über 3,48 USD | 3,75–4,00 USD | Fehlausbruch unter 3,48 USD | Käufer gewinnen wieder Kontrolle |
| Short-Setup 1 | Bruch unter 3,03 USD | 2,60 USD | Reclaim über 3,10 USD | Abwärtstrend setzt sich fort |
| Short-Setup 2 | Scheitern an der 200-Tage-Linie | 3,03 USD, darunter 2,60 USD | Ausbruch über 200-Tage-Linie | Erholung bleibt schwach |
| Short-Bestätigung | Nachhaltiger Bruch unter 3,00 USD | 2,60 USD | Rückkehr über 3,03–3,10 USD | Normalisierung Richtung Vorkrisenniveau |
Der Heizölpreis steht kurzfristig an einer wichtigen Entscheidungsmarke. Der mögliche Doppelboden um 3,00 Dollar spricht für eine technische Stabilisierung. Solange der Kurs jedoch unter der 200-Tage-Linie bleibt, überwiegt charttechnisch das Risiko weiterer Verluste.
Erst ein nachhaltiger Anstieg über den gleitenden Durchschnitt würde das Bild aufhellen und eine Erholung in Richtung 3,48 Dollar ermöglichen. Unterhalb von 3,03 Dollar rückt dagegen die Zone um 2,60 Dollar in den Fokus.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.