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Rohstoff Update

Goldpreis Prognose 2026 – Ist die Rekordjagd beendet? 

Das gelbe Edelmetall wird trotz des Iran-Krieges als sicherer Hafen gemieden. Gründe dafür gibt es momentan einige. Vor allem die Sorge über ausbleibende Zinssenkungen in den USA lastet schwer auf den Goldpreis. Trotz der derzeitigen Gewinnmitnahmen ist der mittelfristige Aufwärtstrend intakt.

Quelle: Adobe
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Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Warum ist der Goldpreis zuletzt deutlich unter Druck geraten?

  • Die Sorgen über ausbleibende Zinssenkungen. Infolge der drastisch gestiegenen Energiepreise ist die Gefahr einer wieder anziehenden Inflation größer geworden. Die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen in diesem Jahr ist zuletzt geringer geworden
  • Gold mag keinen starken Dollar. Der US-Dollar wurde zuletzt als sicherer Hafen angelaufen und konnte seit Ende Februar an Wert gewinnen. Und ein stärkerer Greenback belastet die Edelmetalle, so auch natürlich auch den Goldpreis
  • Gegenwind vom Rentenmarkt. Zusätzlich lasten die Renditen US-zehnjähriger Staatsanleihen schwer auf dem Goldpreis. Diese waren jüngst angestiegen. Bonds werden dadurch attraktiver, da das gelbe Edelmetall keine Zinsen abwirft
  • Gewinnmitnahmen nach Rekordjahren. Der Goldpreis erzielte in den Jahren 2024 und 2025 Kursgewinne in prozentual zweistelliger Höhe. Viele Anleger nutzen die derzeitige Schwäche für Gewinnmitnahmen
  • Anleger stopfen Verlustlöscher. Angesichts der Korrektur an den Aktienmärkten schließen Marktteilnehmer ihre Gold-Positionen, um Verluste ausgleichen zu können

Unterbrochen ja, aber noch nicht beendet

Das erste Schwächezeichen war im Wochenchart bereits Anfang März zu beobachten. Mit dem Hoch von 5.419 USD konnte das Allzeithoch bei 5.598 USD nicht mehr erreicht werden. Anschließend kehrte der Goldpreis in die Handelsspanne zurück und musste diese auch gen Süden verlassen.

Im Augenblick läuft der Test der oberen Begrenzung der vorherigen Trading Zone bei 4.382 USD je Feinunze. Die genannte Unterstützung sollte nach Möglichkeit nicht unterschritten werden, ansonsten drohen weitere Verluste bis zur Unterseite der genannten Seitwärtsphase bei 3.887 USD.

Goldpreis Chart auf Wochenbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Indikatoren bestätigen lediglich eine Korrektur

Aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der derzeitigen Korrektur?  Diesbezüglich schauen wir uns die technischen Indikatoren an. Hierfür wenden wir einen Mix, bestehend aus drei exponentiellen Durchschnitten sowie dem altbekannten Relativen Stärke-Index (RSI), an.

Die drei exponentiellen 21-, 34- und 55-Wochen-Durchschnitte steigen, was schon einmal für einen intakten Aufwärtstrend spricht. Die 21-Wochen-Linie bei aktuell 4.589 USD musste der Angebotsseite überlassen werden. Zurzeit streiten sich Bullen und Bären um den 34-Wochen-Durchschnitt bei 4.338 USD, der momentan aber verteidigt werden kann. Die 55-Wochen-Glättungslinie bei 4.002 USD sichert zusätzlich gen Süden ab.

Der Relative Stärke-Index, der an dieser Stelle als Trendfolge-Indikator auftritt, weist unverändert Kaufsignale auf. Mit den Parametern 21-, 34- und 55-Wochen notiert der RSI über dem Schwellenwert von 52. Somit befindet sich der Goldpreis weiterhin in einem Aufwärtstrend. Erst unterhalb der Marke von 48 wird es gefährlich. In diesem Fall würde die Ampel auf Rot springen.

Goldpreis Chart auf Wochenbasis mit Indikatoren 

Quelle: ProRealTime; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Fünf-Jahres-Chart

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Morning Report

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