Market Update
Nach den jüngsten US-Angriffen gegen den Iran wächst die Sorge vor einer neuen Eskalation im Nahen Osten. Anleger blicken nervös auf die Verhandlungen, denn eine weitere Zuspitzung könnte DAX und Aktienmärkte deutlich belasten.
Die Waffenruhe zwischen den Washington und Teheran hängt an einem seidenen Faden und kann mehr als brüchig bezeichnet werden. Die USA haben Medienberichten zufolge erneut die iranische Hafenstadt Bandar Abbas angegriffen. Kurz darauf meldete Kuweit den Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Krisenregion sitzt somit weiter auf einem Pulverfass. Folglich kann der Ölpreis der Sorte WTI heute deutlich zulegen. DAX & Co. müssen vorbörslich erst einmal die Reise gen Süden antreten.
Die Finanzmärkte achten nun auf drei wichtige Punkte:
Bereits vor den erwähnten jüngsten Angriffen der USA auf iranische Ziele hat sich die Stimmung eingetrübt. Hierbei werfen wir einen Blick auf das Sentiment der American Association of Individual Investors, kurz AAII. Die letzte Erhebung vom 27. Mai zeigt einen hohen Anteil an Pessimisten. Die Anleger jenseits des Atlantiks rechnen nun für die kommenden sechs Monaten mehrheitlich mit fallenden Notierungen an der Wall Street. Der Bull/Bear-Spread (bullishes Ergebnis minus bearisches Ergebnis) ist negativ und stellt ein Warnsignal dar.
Die globalen Aktienmärkte konnten zuletzt vom KI-Boom an der Wall Street profitieren. Auch der DAX hat sich im Fahrwasser des Nasdaq gen Norden bewegt und ist dem Allzeithoch bei 25.508 Punkten recht nahegekommen. Doch nun könnte eine Eskalation des Iran-Konfliktes dem deutschen Leitindex einen Strich durch die Rechnung machen.
Im Wochenchart hat sich im Bereich bei 25.508 Zählern ein Widerstand etabliert. Dieser muss fallen, damit der charttechnische Knoten platzt. Sollten die Bären jedoch das Ruder übernehmen, könnte es zu einem Test des Unterstützungsbereichs bei 24.028/23.690 Punkten kommen. Hier sind der mittelfristige Aufwärtstrend sowie die exponentielle 50-Wochen-Durchschnittslinie zu finden.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen