Market Update
Auf diese Worte hatten die Anleger sehnlichst gewartet. US-Präsident Trump spricht von einem baldigen Ende des Konfliktes mit dem Iran und verleiht den zuletzt arg gebeutelten Aktienmärkten Flügel.
Am 28. Februar haben die USA und Israel begonnen, Ziele im Iran anzugreifen. Laut US-Präsident Trump wurden die Ziele der Militäreinsätze früher als erwartet erreicht. Iran liegt militärisch am Boden und der Krieg gegen Teheran könnte bereits in Kürze zu Ende sein.
Allerdings ist die Straße von Hormus noch immer gesperrt. Aber auch dafür hat Trump eine passende Drohung. Sollte die Meeresenge weiterhin nicht passierbar sein, würden die USA noch härter gegen den Iran vorgehen. Die Aussagen konnten die Märkte beruhigen. Der Ölpreis sackte in sich zusammen und die Börsen weltweit stehen heute vor einer Erholung.
Dennoch bleibt abzuwarten, wie der Iran auf die Ankündigungen von US-Präsident Trump reagieren wird. Kommt es zu weiteren Angriffen auf die Ölinfrastruktur der Golfstaaten oder zu einem Einlenken Teherans. Im erst genannten Szenario könnte sich der Konflikt ungewollt verlängern.
Dreh- und Angelpunkt bleibt aber die Straße von Hormus. Diese wurde noch nie vollständig gesperrt. US-Präsident Trump stellte zudem in Aussicht, die genannte Meeresenge unter Kontrolle zu bringen.
Am gestrigen Tag schoss der Ölpreis der Sorte WTI um mehr als 27% in die Höhe. Der größte Anstieg in den vergangenen vierzig Jahren. Doch im Laufe des Tages beruhigte sich der Ölmarkt ein wenig. Und nach den Worten von US-Präsident Trump sind die Notierungen des schwarzen Goldes heute auf dem Rückzug. Vorerst wenigstens, da die Straße von Hormus, wie bereits erwähnt, immer noch dicht ist.
Am Montag ging es zweitweise über das fallende Hoch bei 93,94 USD je Barrel. Doch diese Chartmarke scheint im Augenblick nicht bezwingbar zu sein. Auch die beiden nachfolgenden Hochs bei 87,07/84,65 USD stehen unter Druck. Darunter müsste dann mit einem Test des Hochs bei 75,79 USD gerechnet werden.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Vorbörslich ging es für den DAX gestern um mehr als 3% abwärts. Die Unterseite der Handelsspanne bei 23.021 Punkten musste kurzzeitig den Bären überlassen werden. Doch am Ende des Handelstages schloss der deutsche Leitindex oberhalb der wichtigen Unterstützung. Heute sieht es nach einer Gegenbewegung aus. Erstes Erholungsziel ist die exponentielle 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 23.876 Zählern. Was auf keinem Fall passieren sollte, wäre ein Rutsch unter die untere Begrenzung der Trading Zone. In diesem ungünstigen Szenario müsste mit weiteren Verlusten gerechnet werden.