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Market Update

DAX Aktuell – Schwergewicht SAP zieht Gesamtmarkt gen Süden 

Der gestrige Kurseinbruch beim DAX-Schwergewicht SAP hat den Gesamtmarkt in die Tiefe gerissen. Nun sind auch auf dem Frankfurter Börsenparkett KI-Sorgen bei den heimischen Unternehmen aufgekommen.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

Veröffentlicht am

Wichtigste Punkte:

  • Der Januar liegt saisonal betrachtet unter den Erwartungen. Nun beginnt in Kürze der Februar, der nicht zu den besten Monaten gehört
  • Übeltäter für das gestrige Minus auf dem Frankfurter Börsenparkett waren die Quartalszahlen von SAP. Vor allem die hohen KI-Investitionen haben die Anleger verschreckt, wie bereits am Vortag bei Microsoft
  • Charttechnisch betrachtet ist von der Herrlichkeit von Anfang dieses Jahres nicht mehr viel übriggeblieben. Der DAX präsentiert sich angeschlagen

KI-Kosten laufen aus dem Ruder

Nach dem Boliden Microsoft sind nun auch bei SAP Sorgen aufgekommen, ob sich die sehr hohen KI-Investitionen auf Dauer bezahlt machen. Sowohl beim US Big Tech-Konzern als auch beim heimischen Software-Hersteller sind die Kosten für Künstliche Intelligenz aus dem Ruder gelaufen. Somit könnte die Angst über ein Platzen der KI-Blase wieder zurückkehren.

Im Februar sind keine Kurssprünge zu erwarten

Der Januar hat stark angefangen, zuletzt aber genauso stark nachgelassen. Bislang liegt der DAX zum Jahresauftakt unter den Erwartungen. Der Januar weist in der Regel ein Plus im Mittel von 1,82% auf. Zurzeit steht jedoch ein kleines Minus zu Buche.

Und nun beginnt der statistisch betrachtet recht schwache Börsenmonat Februar. In den vergangenen zehn Jahren musste der DAX ein Minus von moderaten 0,63% hinnehmen. Im Saisonalitäts-Chart ist der Kursverlauf des deutschen Leitindex im vergangenen Jahr zu sehen. Mit Ausnahme im besagten Februar gingen Saisonalität und DAX im übrigen Jahresverlauf Hand in Hand.

Saisonalität des DAX im Februar

Quelle: Seasonax.com
Quelle: Seasonax.com

DAX versucht heute Schadensbegrenzung

Genau am ersten Handelstag des neuen Börsenjahres ist der DAX aus der Seitwärtsphase nach oben ausgebrochen. Und anschließend gab es kein Halten mehr. Am 13. Januar markierte das heimische Börsenbarometer mit 25.508 Punkten ein neues Allzeithoch. Anschließend ging es abwärts und dies sogar deutlich. Die angefallenen Kursgewinne sind dahin. Im Augenblick notiert der DAX unter dem Eröffnungskurs vom 2. Januar.

Gestern ging es unter die Oberseite der besagten Handelsspanne bei 24.645 Zählern. Das 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 24.531 Punkten und das ehemalige Zwischenhoch bei 24.441 Zählern fielen ebenfalls in die Hände der Bären. Gleiches gilt für die exponentielle 50-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 24.524 Punkten. Die genannten Chartmarken treten nun als Widerstände auf.

Heute versucht der DAX, den Schaden zu begrenzen. Die Frage ist aber, ob es sich lediglich um eine kurzfristige Gegenreaktion handelt. Drehen die Notierungen wieder gen Süden, könnte das 50,0%-Retracement bei 24.229 Zählern angesteuert werden.

DAX Chart auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen

Long- und Short Setup

Long-Szenario

  • Bei einer raschen Rückeroberung des 38,2%-Retracements bei 24.530 Punkten könnte es in Richtung der oberen Begrenzung der Handelsspanne bei 24.645 Zählern gehen
  • Unterhalb des 50,0%-Fibonacci-Levels bei 24.229 Punkten sollte der Stop Loss platziert werden

Short-Szenario

  • Im Augenblick schwinden die vorbörslichen Kursgewinne. Dreht der DAX wieder gen Süden, könnte das 50,0%-Fibonacci-Level bei 24.229 Zählern angesteuert werden
  • Der Stop Loss könnte oberhalb des 38,2%-Retracements bei 24.530 gelegt werden

Fünf-Jahres-Chart

Morning Report

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