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Market Update

DAX Aktuell – Kevin Warsh überrascht Märkte mit Zinsausblick 

Die US-Notenbank hat erwartungsgemäß den Leitzins nicht angerührt. Doch ein wenig überraschend waren die Aussagen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh. Der Zinsausblick hat den Börsianern gar nicht gepasst.

DAX Aktuell – Kevin Warsh überrascht Märkte mit Zinsausblick
DAX Aktuell – Kevin Warsh überrascht Märkte mit Zinsausblick

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Zinserhöhungen in Aussicht gestellt

Zum Börsenliebling hat sich der neue Fed-Chef Warsh mit dem gestrigen Zinsentscheid nicht gemacht. Angesichts des Iran-Krieges und der daraus resultierenden anziehenden Inflation sind weitere Zinssenkungen endgültig vom Tisch. Vielmehr hat die Federal Reserve Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Bislang wurde der Leitzins in diesem Jahr nicht angerührt. Dies könnte sich im weiteren Verlauf dieses Jahres ändern. Zwei Termine werden diesbezüglich genannt. Dies sind der 16. September beziehungsweise der 9. Dezember. Laut der CME Group ist die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt gen Norden im September am größten.

Des einen Freud ist des anderen Leid

Der eigentliche Zinsentscheid hat die Marktteilnehmer nicht überrascht, der Zinsausblick dagegen schon mehr. Die verschiedenen Asset-Klassen reagierten unterschiedlich.

  • Wall Street – Negativ
    Steigende Zinsen sind eh bei dem Börsianer nicht beliebt. Vor allem der Nasdaq geriet gestern unter die Räder. Die Sektoren Technologie und Immobilien leiden unter höheren Zinsen
  • Renditen US-Staatsanleihen – Zinspapiere werfen mehr ab
    Die Renditen US-amerikanischer Bonds sind gestern stark gestiegen. Vor allem die der zweijährigen Wertpapiere. Der Anleihemarkt preist nun eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Jahresende ein
  • US-Dollar – Der klare Gewinner
    Tagesgewinner gestern war ganz klar der US-Dollar. Die Aussicht auf höhere Zinsen in den USA machen Anlagen in den Vereinigten Staaten attraktiver und sorgen für Kapitalzuflüsse
  • Gold – Höhere Zinsen nicht beliebt
    Da das gelbe Edelmetall keine Zinsen abwirft, sind steigende Zinsen pures Gift. Gold verliert an Attraktivität

Wie reagieren Nasdaq, US-Dollar, US-Renditen und Gold, wenn die Leitzinsen in den USA erhöht werden?

Asset-Klasse

Marktreaktion

Gründe

Nasdaq

Negativ

Höhere Zinsen senken den Barwert zukünftiger Gewinne, was vor allem Wachstums- und Technologiewerte belastet

US-Dollar

Positiv

Höhere Renditen machen Dollar-Anlagen attraktiver

US-Rendite

(kurze Laufzeiten)

Positiv

Der Markt passt seine Erwartungen an das höhere Zinsniveau an. Im Umkehrschluss geraten die Kurse der Staatsanleihen unter Druck

Gold

Negativ

Gold wirft keine Zinsen ab und wird gegenüber verzinslichen Anlagen weniger attraktiv

Morning Report

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