Die Höhepunkte der vergangenen Woche:
- Seit über einer Woche dauern die Luftangriffe gegen den Iran an. Und Teheran antwortet mit Raketenangriffen und Drohnen gegen Israel und US-Militärstützpunkte in der Krisenregion
- Infolgedessen ist die Angst an den weltweiten Börsen zurückgekehrt. Der Volatilitäts-Index auf den S&P, VIX, hat die Marke von 25 überwunden. Die Verunsicherung könnte daher noch andauern
- Die Straße von Hormus ist seit einer Woche gesperrt. Containerschiffe und Öltanker liegen fest. Die Marktteilnehmer befürchten eine Ölknappheit. Dies hat die Notierungen der Sorte WTI durch die Decke schießen lassen. Im IG Wochenendhandel nähert sich der Ölpreis allmählich der Marke von 100 USD je Barrel
- Einhergehend mit der zunehmenden Angst vor einer längeren Konfrontation im Nahen Osten sind die Aktienmärkte abgetaucht. Der DAX notiert unterhalb der Marke von 24.000 Punkten und steuert im Augenblick die wichtige Unterstützung bei 23.021 Zählern an
Was könnte für die folgende Woche wichtig sein:
- Es dürfte nicht überraschen, dass der Fortgang der Kampfhandlungen in der Krisenregion für die Entwicklung der Märkte wichtig ist. US-Präsident Trump strebt eine bedingungslose Kapitulation des Iran. Ein baldiges Ende des Konfliktes ist noch in weiter Ferne
- Für die Weltkonjunktur könnte eine weitere Sperrung der Straße von Hormus fatale Folge haben. Vor allem China könnte auf kurz oder lang das wichtige Öl ausgehen. Aber auch die weltweite Lieferkette ist zurzeit unterbrochen
- Wichtig dürfte am 11. März auch die US-Inflation sein. Allgemein wird mit einem leichten Anstieg gerechnet. Und schließlich könnte auch am Freitag, den 13., der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA von großem Interesse sein
Die Angst ist zurückgekehrt
Die Verunsicherung bzw. Angst an den weltweiten Börsen ist messbar, nämlich mit dem Volatilitäts-Index auf den S&P 500, kurz VIX. Kurz vor dem Beginn der militärischen Konfrontation zwischen den USA, Israel und dem Iran wurde die Marke von 20 übersprungen. Doch aus einer anfänglichen Verunsicherung ist nun Angst geworden. Werte oberhalb des Levels von 25 signalisieren eine spürbare Zurückhaltung der Anleger an den Märkten. Sollte dann noch die Marke von 35 überwunden werden, was Anfang April des vergangenen Jahres der Fall war, spricht der Experte von Panik. In diesem Fall fungiert der VIX als Kontra-Indikator. Wie im Jahr 2025 setzen dann Aktienkäufe ein.
Volatilitäts-Index auf den S&P 500 (VIX) auf Tagesbasis