Die Höhepunkte der vergangenen Woche:
- Die Blockade der Straße von Hormus dauert an. Die iranische Revolutionsgarde ließ zuletzt nur Schiffe aus der Türkei und Indien passieren. US-Präsident Trump fordert weitere Staaten auf, sich mit Kriegsschiffen an einem Konvoi zu beteiligen
- Die Märkte reagieren weiter mit einer Schockstarre. Das „Angstbarometer“ VIX notiert oberhalb der Marke von 25 und signalisiert Vorsicht
- Der Ölpreis der Sorte WTI notiert im IG Wochenendhandel oberhalb der Marke von 100 USD. Solange die Energiepreise hoch bleiben, verschwindet das Inflationsgespenst nicht
- Gerade die zuletzt explodierten Energiepreise könnten die Inflation weiter anheizen und stehen weiteren Zinssenkungen in den USA im Weg
- Die Aktienmärkte zeigen unverändert gen Süden. Charttechnisch präsentieren sich DAX & Co. angeschlagen
Was könnte für die folgende Woche wichtig sein:
- Die kommende Woche steht im Zeichen der Notenbanken. Am Mittwoch steht zuerst der Zinsentscheid der Fed an. Im Augenblick liegt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinspause bei mehr als 98%. Einen Tag darauf meldet sich die Europäische Zentralbank zinspolitisch zu Wort. Aber auch die EZB wird wohl die Füße stillhalten. Ebenfalls am Donnerstag steht dann noch der Zinsentscheid der Bank of England auf der Agenda
- Die Federal Reserve befindet sich in einer Zwickmühle. Infolge des Iran-Krieges sind die Energiepreise förmlich explodiert und könnten die Inflation anheizen. Gleichzeitig schwächelt die Wirtschaft. Das BIP war zuletzt deutlich niedriger ausgefallen, was eigentlich für Zinssenkungen sprechen würde
- Wie bereits erwähnt, dürfte der Iran-Krieg auch in der kommenden Woche das zentrale Thema an den Märkten sein. Der Iran greift auch weiterhin die Ölinfrastruktur in den Nachbarländern an. Nach einer Waffenruhe sieht es im Augenblick nicht aus. Washington lehnt Verhandlungen mit Teheran ab. Somit dürfte die Volatilität an den Börsen hoch bleiben
Ölpreis – Wichtige Widerstandsmarke bezwungen
Alle Augen dürften auch in der kommenden Woche auf den Ölmarkt gerichtet sein. Je länger der Krieg gegen den Iran dauert, desto sind fataler sind die makroökonomischen Schäden für die Weltwirtschaft. Zum einen sind die Energiepreise eine Gefahr und zum anderen sind mit der Blockade der Straße von Hormus die weltweiten Lieferketten gestört.
Der Ölpreis der Sorte WTI konnte Ende der vergangenen Woche das markante fallende Hoch bei 93,94 USD je Barrel überwinden. Dies war der letzte Widerstand auf dem Weg gen Norden. Nun könnten im Wochenchart die Hochs aus dem Jahr 2022 bei 121,121,30/126,34 USD angesteuert werden.
Ölpreis der Sorte WTI auf Wochenbasis