Market Update
Am vergangenen Wochenende waren die Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad gescheitert. Der DAX musste daraufhin den Rückzug antreten. Doch neue Friedensverhandlungen sollen nun stattfinden. Und die Hoffnung auf ein Ende des Krieges beflügelt das heimische Börsenbarometer.
Die USA haben nun begonnen, iranische Häfen zu blockieren. Erst einmal keine gute Nachricht für die Märkte, da infolgedessen die Ölversorgung weiter gefährdet ist. Allerdings fallen die Notierungen an den Ölmärkten, da trotz der Blockade durch die US Navy die Friedensverhandlungen fortgesetzt werden könnten. Solange keine Einigung zwischen Washington und Teheran erzielt wird, könnte das Hin und Her an den Aktienmärkten andauern.
Bei der Betrachtung des Wochencharts des DAX fallen vor allem zwei Chartmarken ins Auge des technisch orientierten Anlegers. Dies sind zum einen die exponentielle 50-Wochen-Durchschnittslinie bei aktuell 23.452 Punkten und zum anderen der mittelfristige Aufwärtstrend bei momentan 23.810 Zählern, der infolge des Iran-Krieges Mitte März gen Süden verlassen wurde.
Erst wenn beide Widerstände am Ende dieser Woche überwunden werden, könnte sich die charttechnische Lage entspannen. Eine Rückkehr zur Normalität wäre dann möglich. Im weiteren Verlauf könnte dann das Allzeithoch bei 25.509 Punkten von Januar dieses Jahres angesteuert werden.
Sollte der DAX es dagegen nicht schaffen, die genannten Marken zurückzugewinnen, müsste die derzeitige Erholung ad acta gelegt werden. Verluste bis zum 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 22.275 Zählern könnten nicht ausgeschlossen werden. Auch ein Test des Tiefs bei 21.863 Punkten wäre dann denkbar.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen