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Market Update

Warum markieren die Aktienmärkte trotz des Iran-Krieges neue Höchststände?

S&P, Nikkei & Co. schütteln im Augenblick die Sorgen über den Fortgang des Iran-Krieges ab und können sogar neue Höchststände melden. Aber warum ist das so? Welche Gründe veranlassen die Anleger zuzugreifen?

Warum markieren die Aktienmärkte trotz des Iran-Krieges neue Höchststände?
Warum markieren die Aktienmärkte trotz des Iran-Krieges neue Höchststände?

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Gründe für die neuen Rekorden an den Aktienmärkten:

Gründe für die neuen Rekorden an den Aktienmärkten:

1.       Die Zukunft wird gehandelt, nicht die Gegenwart

  • Mittlerweile gehen viele Marktteilnehmer davon aus, dass der Iran-Krieg nicht dauerhaft eskaliert oder dass die Auslöser für den Konflikt gelöst werden
  • Bereits kleine Zeichen der Entspannung sorgen an den Börsen für Kursanstiege
  • Zuletzt ist laut des Sentiments der American Associates of Individual Investors AAII deutlich besser geworden. Laut der letzten Umfrage vom 22. April sind nun 46% der befragten Anleger in den USA für die kommenden sechs Monaten optimistisch gestimmt
  • Allerdings glauben mehr als 45% der Börsianer, dass die Stimmung zurzeit an der Wall Street zu bullisch ist

AAII Sentiment: Sonderfrage der Woche: Glauben Sie, dass andere Anleger derzeit zu optimistisch oder zu pessimistisch sind?

AAII Sentiment mit der Sonderwochenfrage Quelle: AAII.com

2.       Ölpreisschock bereits eingepreist 

  • Für viele Marktteilnehmer ist der Ölpreisschock von Ende Februar mittlerweile eingepreist
  • Allerdings sind die Energiepreise vielerorts zu spüren. Der negative Einfluss auf die Wirtschaft wird offensichtlicher 
  • Bei einem Ölpreis der Sorte WTI von über 120 USD wären die ökonomischen Auswirkungen fatal. Dann bestünde sogar die Gefahr einer Rezession

3.       Unternehmen verdienen bislang sehr gut 

  • Die jüngsten Quartalszahlen zeigen, die Konzerne dies- und jenseits des Atlantiks verdienen weiterhin sehr gut. Auch die Ausblicke für das Gesamtjahr sind unverändert optimistisch
  • Besonders bei den Tech-Konzernen läuft es weiterhin gut. Die Erwartungen für das Jahr 2026 bleiben hoch
  • Der Nasdaq KI-Index ist unlängst nach oben ausgebrochen und steuert das 161,8%-Fibonacci-Level bei 4.240 Punkten an

Nasdaq CTA AI auf Tagesbasis 

Nasdaq CAT AI Chart auf Tagesbasis
Nasdaq CAT AI Chart auf Tagesbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

4.       Liquidität treibt die Kurse an

  • Grundsätzlich ist das Verhalten mitbestimmend für die derzeitige gute Laune an den Märkten
  • Viele „starke Hände“ kommen an die Börsen zurück
  • Die Angst unter den Anlegern, was zu verpassen ist groß. Dieses Phänomen ist auch bekannte als „Fear of Missing Out“ (FOMO) 

5.       Einige Aktiensektoren profitieren vom Krieg 

  • Einige Aktiensektoren gehören seit dem Kriegsbeginn Ende Februar zu den Gewinnern
  • Die Energiekonzerne profitieren von den gestiegenen Öl- und Gaspreisen
  • Rüstungsunternehmen können sich vor Aufträgen nicht retten. Dies könnte noch eine Zeit lang andauern
  • Auch Rohstoff-Unternehmen wie Bergbaukonzerne sind auf den Gewinnerlisten zu finden. Steigen die Rohstoffpreise, steigen auch die Gewinne

Was würde im Worst-Case-Szenario an den Aktienmärkten passieren? 

1.       Der nächste Ölpreisschock

  • Die weitere Entwicklung an den Märkten hängt vom Ölpreis ab
  • Vor allem die Blockade der Straße von Hormus dürfte ein, wenn nicht sogar das zentrale Thema sein
  • Explodiert der Ölpreis über die Marke von 120 USD, hätte dies fatale Folgen wie beispielsweise eine anziehende Inflation und ausbleibende Zinssenkungen. Es wären sogar Zinserhöhung denkbar

2.       Ein direkter Krieg zwischen den USA und dem Iran

  • Dies wäre beispielsweise bei einem Einsatz von US-Bodentruppen im Iran der Fall
  • Oder gar eine Ausweitung des Krieges auf andere Länder wie z.B. Saudi-Arabien
  • Allerdings ist dieses Szenario im Augenblick eher unrealistisch 

3.       Ein dauerhafter Krieg zwischen den USA und dem Iran

  • Dies dürfte die grüße Sorge der Anleger sein. Der Krieg geht in die achte Woche und könnte noch eine Weile andauern
  • Die Waffenruhe ist brüchig. Im weiteren Verlauf käme es zu Kampfhandlungen
  • Eine Lösung des Konflikts bleibt aus 

 

Die aktuelle Situation und warum die Aktienmärkte steigen

  • Bislang konnte eine Ausweitung des Krieges auf weitere Länder in der Krisenregion vermieden werden, wenngleich der Iran die Ölinfrastruktur in einigen Golfstaaten angegriffen hat
  • Die Unternehmensgewinne steigen unverändert
  • Gefahr für die Börsen ist, wenn die Auswirkungen des Krieges sich zunehmend konjunkturell bemerkbar machen sollten. Diese Gefahr wird von den Investoren bislang ausgeblendet
  • Im Augenblick handelt es sich um einen begrenzten Konflikt. Daher steigende die Aktienkurse

Morning Report

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