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Market Update

US-Inflation - Das Highlight am Freitag den 13. 

Morgen stehen in den USA die Inflationsdaten auf der Agenda. Und die Anleger dürften sich diesen Termin ganz dick im Kalender markiert haben. Die Verbraucherpreise könnten eine Zinssenkung begünstigen oder gar im Weg stehen.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

Veröffentlicht am

Wichtigste Punkte:

  • Im Augenblick rechnet kaum einer der Marktteilnehmer mit einem Zinsschritt am 18. März. Die gestrigen US-Arbeitsmarktdaten fielen einfach zu gut aus
  • Ebenfalls wichtig dürften die morgigen US-Inflationsdaten sein. Diese spielen bei der Fed ebenfalls eine wichtige Rolle für die künftige Zinspolitik. Überraschungen sollten vermieden werden
  • Fällt die Teuerungsrate stärker als erwartet, wäre dies eine gute Nachricht für die Aktienmärkte sowie die Edelmetalle. Eine negative Überraschung hätte ein umgekehrtes Verhalten zur Folge

Dauert die Zinspause an?

Nicht nur die Marktteilnehmer dürften die morgigen US-Verbraucherpreise mit Spannung erwarten, auch die Federal Reserve benötigt diese Daten für die weitere Zinspolitik. Daher ist dieser Termin für die Märkte so wichtig. Im Raum steht vor allem die Frage, ob die Fed am 18. März endlich mal wieder an der Zinsschraube drehen wird oder nicht. Laut der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinspause bei mittlerweile über 93%.

US-Arbeitsmarktbericht macht Zinsoptimisten einen Strich durch die Rechnung

Dass am 18. März die Fed wohl die Füße stillhalten wird, wurde gestern durch den offiziellen Arbeitsmarktbericht unterstützt. Dieser fiel stärker aus als erwartet. In den USA wurden im Januar 130 Tsd. neue Stellen geschaffen. Allgemein wurde mit einem Beschäftigungszuwachs von 70 Tsd. Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel ein wenig überraschend von 4,4% im Vormonat auf nunmehr 4,3%.

Wie reagieren die Märkte auf Überraschungen?

Allgemein wird mit einem leichten Inflationsrückgang von 2,7% auf 2,5% gerechnet. Aber wie reagieren die Märkte bei Bekanntgabe der Verbraucherpreise. Vor allem, wenn es zu Überraschungen kommt. Fällt die Teuerungsrate stärker wie erwartet, wäre dies eine gute Nachricht für die Aktienmärkte, da die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung steigen würde. Der US-Dollar würde darauf mit einem Kursabschlag reagieren, was wiederum gut für den Goldpreis wäre. Enttäuscht dagegen die Inflation, müsste mit einem umgekehrten Verhalten an den Finanzmärkten gerechnet werden.

Kurzer Marktüberblick – S&P neutral, Gold positiv und Dollar negativ

Wie im Wochenchart zu sehen ist, signalisieren die drei steigenden exponentiellen 21-, 34- und 55-Wochen-Durchschnittslinien beim S&P einen intakten Aufwärtstrend. Allerdings muss der Widerstand bei 6.986/7.000 Punkten aus dem Weg geräumt werden.

Dagegen steht der Goldpreis kurz vor der Wiederaufnahme des Aufwärtstrends. Am Ende dieser Woche sollte die Oberseite der Handelsspanne bei 4.990 USD überwunden werden. Anschließend könnte es in Richtung des Allzeithochs bei 5.598 USD je Feinunze gehen.

Abwärts geht es zurzeit für den US-Dollar. Die fallenden exponentiellen 21-, 34- und 55-Wochen-Durchschnitte sowie der intakte Abwärtstrend sprechen für weiter rückläufige Notierungen. Zurzeit sieht es nach einem Test der Unterstützungszone bei 95,93/95,25 Punkten aus.

S&P, Goldpreis und US-Dollar auf Wochenbasis 

Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: IG Handelsplattform; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: IG Handelsplattform
Quelle: IG Handelsplattform

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