Market Update
Morgen stehen in den USA die Inflationsdaten auf der Agenda. Und die Anleger dürften sich diesen Termin ganz dick im Kalender markiert haben. Die Verbraucherpreise könnten eine Zinssenkung begünstigen oder gar im Weg stehen.
Nicht nur die Marktteilnehmer dürften die morgigen US-Verbraucherpreise mit Spannung erwarten, auch die Federal Reserve benötigt diese Daten für die weitere Zinspolitik. Daher ist dieser Termin für die Märkte so wichtig. Im Raum steht vor allem die Frage, ob die Fed am 18. März endlich mal wieder an der Zinsschraube drehen wird oder nicht. Laut der CME Group liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinspause bei mittlerweile über 93%.
Dass am 18. März die Fed wohl die Füße stillhalten wird, wurde gestern durch den offiziellen Arbeitsmarktbericht unterstützt. Dieser fiel stärker aus als erwartet. In den USA wurden im Januar 130 Tsd. neue Stellen geschaffen. Allgemein wurde mit einem Beschäftigungszuwachs von 70 Tsd. Jobs gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel ein wenig überraschend von 4,4% im Vormonat auf nunmehr 4,3%.
Allgemein wird mit einem leichten Inflationsrückgang von 2,7% auf 2,5% gerechnet. Aber wie reagieren die Märkte bei Bekanntgabe der Verbraucherpreise. Vor allem, wenn es zu Überraschungen kommt. Fällt die Teuerungsrate stärker wie erwartet, wäre dies eine gute Nachricht für die Aktienmärkte, da die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung steigen würde. Der US-Dollar würde darauf mit einem Kursabschlag reagieren, was wiederum gut für den Goldpreis wäre. Enttäuscht dagegen die Inflation, müsste mit einem umgekehrten Verhalten an den Finanzmärkten gerechnet werden.
Wie im Wochenchart zu sehen ist, signalisieren die drei steigenden exponentiellen 21-, 34- und 55-Wochen-Durchschnittslinien beim S&P einen intakten Aufwärtstrend. Allerdings muss der Widerstand bei 6.986/7.000 Punkten aus dem Weg geräumt werden.
Dagegen steht der Goldpreis kurz vor der Wiederaufnahme des Aufwärtstrends. Am Ende dieser Woche sollte die Oberseite der Handelsspanne bei 4.990 USD überwunden werden. Anschließend könnte es in Richtung des Allzeithochs bei 5.598 USD je Feinunze gehen.
Abwärts geht es zurzeit für den US-Dollar. Die fallenden exponentiellen 21-, 34- und 55-Wochen-Durchschnitte sowie der intakte Abwärtstrend sprechen für weiter rückläufige Notierungen. Zurzeit sieht es nach einem Test der Unterstützungszone bei 95,93/95,25 Punkten aus.