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Market Update

Trump setzt Teheran Ultimatum – Die Nervosität an den Märkten steigt 

Die Ölpreise ziehen an, wie auch die Volatilität. Von Angst, oder gar Panik, ist noch keine Spur zu sehen. Doch dies könnte sich mit einem Schlag ändern. Nämlich dann, wenn US-Präsident Trump seine Drohung wahr macht und den Iran militärisch angreift.

Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst

Veröffentlicht am

Wichtigste Punkte:

  • US-Präsident Trump kündigte gestern an, dass innerhalb der nächsten zehn Tagen darüber entschieden wird, ob die Vereinigten Staaten den Iran angreifen wird oder nicht
  • Infolgedessen ziehen die Notierungen an den Ölmärkten an
  • Auch der Volatilitäts-Index VIX signalisiert eine zunehmende Verunsicherung an den Aktienmärkten

Krieg oder Frieden in Nahost? – Die Entscheidung könnte in Kürze fallen

Nach einem raschen Durchbruch in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran sieht es im Augenblick nicht aus. Obwohl die Diplomatie noch nicht verloren hat, rüsten sowohl die USA als auch der Iran auf und bereiten sich militärisch auf eine Konfrontation vor. Zurzeit steuert ein weiterer US-Flugzeugträgerverband die Krisenregion an.

US-Präsident Trump wurde gestern deutlich. Bereits in rund zehn Tagen könnten die Vereinigten Staaten einen Militärschlag durchführen. Dies dürfte wohl die letzte Warnung an die iranische Staatsführung gewesen sein.

Wenngleich Washington nicht an einer längeren militärischen Operation in der Krisenregion interessiert sein dürfte, könnte der Konflikt durchaus mehrere Wochen andauern und an den Finanzmärkten ein Beben auslösen.

Die Frage ist, welche Assets würden darunter leiden bzw. davon profitieren. Infolge einer möglichen Sperrung bzw. Blockade der Straße von Hormus und die Angst vor einer Ölverknappung könnten die Energiepreise deutlich anziehen. Zumal werden dann „sichere“ Häfen wie Gold und Rüstungsaktien interessant. Aber auch in den US-Dollar sowie Schweizer Franken könnten die Anleger flüchten. Für die Aktienmärkte dürfte es dann nicht so rosig ausschauen. Hier müsste mit spürbaren Verlusten gerechnet werden.

Die Anleger werden nervöser – Aber noch keine Spur von Panik

Die Angst vor einer Eskalation des USA-Iran-Konfliktes hat die Volatilität bereits anziehen lassen. Der Volatilitäts-Index VIX markiert weiterhin oberhalb der Marke von 20, welche eine zunehmende Verunsicherung signalisiert. Gefährlich wäre jedoch erst ein Sprung über das Level von 25. In diesem Fall würde an den Märkten Angst herrschen und die Anleger könnten sich dann erst einmal von ihren Dividendenpapieren verabschieden und in defensive Assets flüchten.

Volatilitäts-Index auf den S&P 500 (VIX) auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Ölpreis ziehen weiter an

Bereits seit Tagen geht es für den Ölpreis der Sorte WTI aufwärts. Und es dürfte nicht überraschen, dass im Fall eines Militärschlages der USA die Notierungen des schwarzen Goldes, aber auch die des Gaspreises, in die Höhe schießen würden.

Im Chart ist der S&P GSCI Energy zu sehen. Der genannten Subindex konnte sich zuletzt deutlich erholen und steuert nun eine wichtige Widerstandsbarriere an, die bereits mehrmals als Bremsklotz fungierte. Fällt diese Hürde, könnte die Energiepreise kein Halten mehr kennen.

S&P GSCI Energy auf Tagesbasis

Quelle: Refinitiv, IG Research
Quelle: Refinitiv, IG Research

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