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Index Update

S&P 500 Prognose: Gefahr einer Konsolidierung nimmt zu

Endet bald die Rekordjagd an der Wall Street? Oder ruht sich der S&P nur für den nächsten Höhenflug aus? Die Entscheidung könnte in Kürze fallen.

S&P 500 Prognose: Gefahr einer Konsolidierung nimmt zu Quelle: TradingView
S&P 500 Prognose: Gefahr einer Konsolidierung nimmt zu Quelle: TradingView

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Kurz erklärt

Ein Bearish Engulfing ist ein Umkehrmuster der Candlestick-Analyse, bei dem eine große rote Kerze die vorherige grüne Kerze vollständig umschließt. Es signalisiert nach einem Aufwärtstrend zunehmenden Verkaufsdruck und kann auf fallende Kurse hindeuten.

Bearish Engulfing und Gravestone Doji warnen

Der S&P hat erst kürzlich mit 7.621 Punkten ein neues Allzeithoch markiert. Und bei einem Ende des Iran-Krieges könnte die Anleger zur Normalität zurückkehren und den marktbreiten US-Index zu neuen Höhen treiben. Doch der nähere Blick im Wochenchart könnte interessant sein.

Anfang Juni ging die Rekordjagd munter weiter. Doch die erste Handelswoche in diesem Monat endete für den S&P mit einem mitunter deutlichen Verlust. Die rote Kerze hatte die vorherige grüne Kerze komplett eingehüllt. Somit entstand eine Candlestick-Formation mit dem unschönen Namen Bearish Engulfing. Es handelt sich hierbei um eine Umkehrformation. Allerdings wurde die Formation bislang nicht gen Süden vollendet. Dafür erforderlich wäre ein Wochenschlusskurs unterhalb des Tiefs der roten Kerze bei 7.368 Punkten.

In der Woche darauf gab es Entwarnung. Mit dem Dragonfly Doji keimte die Hoffnung auf wieder steigende Notierungen auf. Doch auch darauf müssen die Anleger an der Wall Street bislang warten. In der laufenden Woche scheinen die Marktteilnehmer überhaupt nicht schlüssig über die weitere Entwicklung zu sein. Im Augenblick sieht es nach einem Gravestone-Doji aus. Auch diese Chartformation verspricht nichts Gutes.

Die Entscheidung steht nun an. Unterhalb des Tiefs des Bearish Engulfing könnte der Startschuss für eine Korrektur fallen. Erstes Ziel könnte dann die Unterstützungszone bei 6.978/7.002 Zählern sein. Vor allem Letzt genannte Marke dürfte noch vielen Anlegern in Erinnerung sein.

Eine Konsolidierung ist aber nicht in Stein gemeißelt. Gelingt dem S&P der Sprung über das Allzeithoch bei 7.621 Punkten, welches auch das Hoch des Bearish Engulfing ist, wäre das Schlimmste überstanden und der Höhenflug könnte fortgesetzt werden.

Für diese Annahme spricht der Directional Movement-Index (DMI). Zwar neigt der Trend, gemessen am ADX (10 Tage) zurzeit ein wenig zur Schwäche. Dagegen steigt der Kaufdruck wieder (DI+). Der für ein bearishes Umkehrsignal erforderliche Verkaufsdruck lässt aber nach.

S&P 500 Chart auf Wochenbasis 

Chartanalyse des S&P mit Candlestick-Formationen
Chartanalyse des S&P mit Candlestick-Formationen

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Trading Setup zum S&P  

Szenario

Trigger

Zielbereich

Stopp

Long

Oberhalb des Allzeithochs bei 7.621 wäre die Gefahr eines Bearish Engulfing gebannt

8.117

7.237

Short

Mit dem Rutsch unter das Tief des Bearish Engulfing bei 7.338 müsste mit einer Korrektur gerechnet werden

7.002

7.621

Fünf-Jahres-Wochenchart des S&P auf Wochenbasis 

Fünf-Jahres-Wochenchart des S&P auf Wochenbasis
Fünf-Jahres-Wochenchart des S&P auf Wochenbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Morning Report

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