Quartalszahlen 2025 - Q4
Basierend auf der impliziten Volatilität erwartet der Optionsmarkt nach den Quartalszahlen eine Kursbewegung von rund ±3,35 %. Die Procter-&-Gamble-Aktie veröffentlicht ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 am Donnerstag, den 22.01.2026, vorbörslich. Seit Jahresbeginn zeigt der defensive Konsumwert eine moderate Erholung und behauptet sich in einem weiterhin unsicheren Marktumfeld.
Der Optionsmarkt preist für die Zahlen eine Bewegung von rund ±3,35 % ein – das entspricht etwa ±4,90 USD.
Charttechnisch arbeitet die Aktie an einer Bodenbildung oberhalb des Dezembertiefs.
Saisonal ist der Zeitraum nach den Zahlen historisch eher belastend, während Analysten klar optimistisch bleiben.
Im Tageschart zeigt die Aktie der Procter & Gamble eine technisch interessante Ausgangslage. Als defensiver Konsumwert konnte sich P&G der Marktschwäche zu Jahresbeginn weitgehend entziehen und notiert aktuell rund 2,5 % über dem Jahresanfangsniveau.
Besonders wichtig: Am 8. Januar verteidigte die Aktie erfolgreich das Dezembertief. Daraus entwickelte sich eine Doppelboden-Struktur, die inzwischen bereits den Vormonatsschluss bei rund 143 USD zurückerobert hat. Dieser Bereich fungiert nun als kurzfristige Entscheidungszone.
Auf der Oberseite rückt das Vormonatshoch bei 149 USD in den Fokus. Die Spanne zwischen Monats-Close und Monatshoch ist aktuell zentral für den weiteren Verlauf. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über diese Zone, könnten Anschlusskäufe aktiviert werden. In diesem Fall lägen die nächsten technisch relevanten Ziele bei 154 USD sowie im Bereich des durchschnittlichen Analystenkursziels um 163 USD.
Auf der Unterseite bleibt das Dezembertief die entscheidende Bastion. Erst ein klarer Bruch dieses Niveaus würde den übergeordneten Abwärtstrend wieder aktivieren. Dann wären 134 USD und darunter 130 USD als nächste Unterstützungszonen einzuplanen.
Der Optionsmarkt signalisiert für die Zahlen eine erwartete Bewegung von ±3,35 %, was ausgehend vom aktuellen Kurs einer Spanne von etwa:
Oberseite: ca. 149 USD
Unterseite: ca. 140 USD
entspricht.
Anleger sollten sich daher auf erhöhte Volatilität einstellen. Die Reaktion auf die Zahlen dürfte richtungsweisend sein und potenziell den nächsten mittelfristigen Impuls definieren.
Ein Blick auf die langfristige Saisonalität über die letzten 25 Jahre zeigt, dass die Aktie von Ende Januar bis Mitte März statistisch eher Gegenwind hatte. Im Zeitraum vom 22. Januar bis 12. März lag die durchschnittliche Rendite bei −1,27 %, bei einer vergleichsweise hohen Volatilität von 20,95 %.
Auffällig ist dabei die asymmetrische Struktur:
Die durchschnittlichen Gewinne in diesem Zeitraum fallen mit rund +5,74 % deutlich kleiner aus als die durchschnittlichen Verluste von −8,34 %. Zudem übersteigt der maximale Verlust (−19,63 %) den maximalen Gewinn (+10,63 %) klar. In den vergangenen zwei Jahren schloss die Aktie diesen Zeitraum jeweils negativ ab.
Demgegenüber steht jedoch ein klar positives Analystensentiment. Aktuell liegt:
das durchschnittliche Kursziel bei rund 163,79 USD,
das höchste Kursziel bei 180 USD,
das niedrigste Kursziel bei 150 USD.
Damit ergibt sich eine durchschnittliche Upside von rund 12 %. Von insgesamt 17 Analysten sprechen sich 10 für „Kaufen“, 7 für „Halten“ aus – Verkaufsempfehlungen gibt es derzeit keine.
Die Procter-&-Gamble-Aktie steht vor den Quartalszahlen an einer charttechnisch wie volatilitätsseitig hochrelevanten Zone. Die Kombination aus Bodenbildungsansatz, klar definierter Options-Range und gemischter Saisonalität spricht für eine ereignisgetriebene Richtungsentscheidung.
Ob die Aktie ihre defensive Stärke ausspielen kann oder die saisonalen Risiken überwiegen, dürfte sich unmittelbar nach den Zahlen zeigen.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.