Rohstoff Update
US-Präsident Trump hat mit der Ankündigung, den Krieg gegen den Iran in zwei bis drei Wochen zu beenden, die Märkte überrascht. Obwohl die Aktienmärkte von dieser Aussage profitieren konnten, ist beim Ölpreis bislang kein Abgabedruck zu beobachten.
Der Ölpreis verharrt unverändert auf einem hohen Niveau, obwohl US-Präsident Trump ein Ende des Krieges bereits mehrmals in Aussicht gestellt hat. Die Marktteilnehmer an den Ölmärkten scheinen den geopolitischen Braten nicht zu trauen und bleiben weiterhin long positioniert.
Der Ölpreis der Sorte WTI verteidigt das zuvor zurückgewonnene fallende Hoch bei 93,94 USD. Zurzeit läuft der Versuch, die psychologische Marke bei 100,00 USD zu überwinden, bislang noch ohne Erfolg. Gelingt der Sprung über die genannte „runde“ Marke, wären die Hochs bei 121,31/126,34 USD aus dem Jahr 2022 die nächsten Ziele.
Aber wie sind die Szenarien, falls es doch in Kürze zu einem Ende der Kampfhandlungen kommen sollte? In diesem Fall könnte mit einer Entspannung an den Ölmärkten gerechnet werden. Ein nicht unerheblicher Anteil des Preisanstiegs seit Ende Februar ist auf die Angst vor Lieferengpässen zurückzuführen. Diese Risikoprämie würde dann wegfallen. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus als wichtige Lebensader sowie eine Normalisierung der Lagerbestände könnten ebenfalls den Ölpreis auf ein Normalmaß zurechtstutzen.
In diesem Szenario könnte der Ölpreis zuerst die beiden Ende Februar überwundenen fallenden Hochs bei 87,06/84,65 USD ansteuern. Darunter liegen dann die ehemaligen Hochs bei 79,35/75,79 USD.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen