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Aktien Update

Hochtief im DAX – Aufstieg in die erste deutsche Börsenliga

Hochtief schreibt Unternehmensgeschichte und steigt mit dem heutigen Tag erstmalig in die erste deutsche Börsenliga auf. Mit der Aufnahme in die DAX-Indexfamilie dürfte das Interesse an den Baukonzern weiter zunehmen.

Hochtief im DAX – Aufstieg in die erste deutsche Börsenliga
Hochtief im DAX – Aufstieg in die erste deutsche Börsenliga

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Verdienter Aufstieg in den DAX

Die Deutsche Börse hat sich im Rennen zwischen Hochtief und Lufthansa für den heimischen Baukonzern entschieden. Die Gründe für den Aufstieg in den DAX 40 liegen bei näherer Betrachtung auf der Hand. Dagegen muss die Porsche Holding den Gang in die zweite Liga MDAX antreten. 

Hochtief vs. Lufthansa – Bau gegen Airline 

Gründe für die DAX-Aufnahme von Hochtief

Gründe für den Nicht-Aufstieg von Lufthansa

  • Infrastrukturprogramme in Europa, Nordamerika und Australien^
  • Investitionen in Stromnetze und Energieinfrastruktur
  • Boom beim Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz
  • Gute Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften, insbesondere von ACS Group und deren Beteiligungen
  • hohen Personalkosten
  • steigenden Gebühren an Flughäfen
  • schwächeren Margen im europäischen Geschäft
  • zyklischen Risiken der Luftfahrtbranche

Die Aufnahme in den DAX erfolgt nach klar definierten Kriterien. Maßgeblich sind die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und die Handelsliquidität der Aktie. Hochtief konnte in beiden Bereichen deutlich zulegen und überholte damit die Lufthansa im Rennen um einen Platz im deutschen Leitindex. Rückenwind erhielt der Baukonzern insbesondere durch den Boom bei Infrastrukturprojekten und KI-Rechenzentren, während die Lufthansa trotz operativer Fortschritte weiterhin unter den strukturellen Herausforderungen der Luftfahrtbranche leidet.

Auch der Wochenchart kann überzeugen

Die Hochtief-Aktie erfreut sich bereits seit längerem großer Beliebtheit. Und daran könnte sich vorerst auch nicht viel ändern. Vor allem ETF-Anbieter und institutionelle Investoren müssen nun das neue DAX-Mitglied kaufen. Der Wochenchart spricht für weiter steigende Notierungen.

In der jüngsten Vergangenheit gelang es dem deutschen Baukonzern immer, die Handelsspannen nach oben zu verlassen. Rückendeckung gab es vom Directional Movement-Index (DMI), der die Kaufsignale bestätigen konnte. Mit dem Ausbruch gen Norden nahm der Kaufdruck (DI+) zu und der Verkaufsdruck (DI-) ging folglich zurück.

Im Augenblick steuert der DAX-Titel die Oberseite der derzeitigen Trading Zone bei 554,00 EUR an. Darüber könnte es anschließend in Richtung 700,00 EUR gehen. Bei der Kurszielbestimmung wurde die Höhe der Seitwärtsphase berücksichtigt. Die Mitte der Handelsspanne bei 504,00 EUR dient als Stopp Loss.

Im Fall eines Sprungs über die Oberseite der Trading Zone sollte der Kaufdruck zunehmen und den Ausbruch entsprechend bestätigen. 

Hochtief Chart auf Wochenbasis 

Chartanalyse von Hochtief auf Wochenbasis
Chartanalyse von Hochtief auf Wochenbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Fünf-Jahres-Chart der Hochtief-Aktie auf Wochenbasis 

Fünf-Jahres-Chart der Hochtief-Aktie auf Wochenbasis
Fünf-Jahres-Chart der Hochtief-Aktie auf Wochenbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Morning Report

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