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Market Update

Golfregion vor einem Flächenbrand und Öl-Multis sehen schwarz 

Die Gefahr eines Flächenbrandes in der Golfregion wächst und die negativen Auswirkungen für die Weltkonjunktur werden immer größer. Kein Wunder, dass die Anleger lieber den Kopf einziehen und wenn überhaupt investieren, dann lieber in Ölaktien.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Wichtigste Punkte:

  • Eine Deeskalation in der Golfregion oder gar ein Ende des Iran-Krieges ist nicht zu sehen. Vielmehr könnte mit dem Kriegseinstritt der Huthi-Rebellen der Nahe Osten vor einem Flächenbrand stehen
  • Auf der jüngsten CERAWeek-Konferenz in Houston äußerten sich die CEO`s der Öl- und Gaskonzerne äußerst pessimistisch und zeichneten ein schwarzes Bild zu den Auswirkungen des Iran-Krieges
  • Morgen wird die Inflation für die Eurozone veröffentlicht. Infolge der steigenden Energiepreise wird mit höheren Verbraucherpreisen gerechnet. Zinssenkungen in den USA und Europa dürften erst einmal vom Tisch sein
  • Gefragt sind europäische Ölaktien. Der Stoxx 600 Oil&Gas marschiert weiter gen Norden

Lage im Nahen Osten eskaliert – US-Präsident Trump erwägt Bodenoffensive

Bislang hatten sich die Huthi-Rebellen als Verbündeter des Iran zurückgehalten. Doch nun ist die jemenitische Terrorgruppe in den Krieg eingetreten und beschießt Israel mit Raketen. Nun könnte das Worst-Case-Szenario realistisch werden, nämlich ein Flächenbrand im Nahen Osten. Allgemein wird befürchtet, dass die Huthi-Rebellen das Rote Meer blockieren könnten. Ein weiterer und empfindlicher Rückschlag für die globale Energieversorgung.

Auch US-Präsident Trump trägt nicht unbedingt zur Deeskalation bei. Die USA planen offensichtlich den Einsatz von Bodentruppen. Der Iran könnte in diesem Fall die Angriffe auf die Ölinfrastruktur in den Golfstaaten verstärken.

Öl-Multis warnen vor Engpässen und den Auswirkungen des Iran-Krieges

Auf der CERAWeek-Konferenz in Houston zeichneten die Führungskräfte US-amerikanischer Öl- und Gaskonzerne ein düsteres Bild für die durch den Iran-Krieg verursachten beziehungsweise zu erwarteten Versorgungsengpässen. In Asien kommt es bereits zu Lieferengpässen von Benzin und Kerosin. Dies könnte ab April auch in Europa der Fall sein. Zudem wird nicht erwartet, dass der Ölpreis so schnell wieder auf das Vorkriegsniveau zurückkehren wird und das der Konflikt weiter eskalieren könnte. Der Krieg könnte sogar den Volkswirtschaften in den Golfstaaten einen großen Schaden zufügen.

Zinssenkungen adé

Das Thema Zinssenkungen dürfte erst einmal vom Tisch sein. Die totgeglaubte Inflation lebt und macht den Währungshütern das Leben schwer. Infolge der wieder anziehenden Verbraucherpreise wird die US-Notenbank wohl die Zinspause bis zum kommenden Jahr fortsetzen. In Europa drohen sogar Zinserhöhungen. Die Europäische Zentralbank könnte bereits im Juni an der Zinsschraube drehen.

Wohin fließt das Geld? – In europäische Öl- und Gasaktien

Aktien stehen unter Druck, wie auch Anleihen. Beide Assets, mit denen traditionell ein Depot diversifiziert wird, marschieren gen Süden und erinnern an das Jahr 2022. Bitcoin drängt sich angesichts der hohen Korrelation gegenüber den Aktienmärkten ebenfalls nicht auf. Und Gold wird zurzeit nicht als sicherer Hafen angelaufen. Das Geld fließt im Augenblick in europäische Öl- und Gasaktien. Dies ist im Tageschart des Stoxx 600 Oil&Gas gut zu sehen. Und momentan steht der Subindex vor dem nächsten Kaufsignal. Dafür müsste das jüngste Hoch bei 539 Punkten auf Schlusskurbasis überwunden werden. Ziel wäre dann das 261,8%-Fibonacci-Level bei 559 Zählern. Eskaliert die Lage in der Krisenregion weiter, könnten die Ölaktien ihre Rekordjagd fortsetzen.

Stoxx 600 Oil&Gas Chart auf Tagesbasis

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Fünf-Jahres-Chart

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

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