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Daytrading

Goldpreis: Volume-Profile zeigt die Magnetzonen der Woche

Goldpreis pendelt in der europäischen Session um die Value-Zone und bleibt zwischen 4600 und 4630 richtungsentscheidend. Ob Käufer über 4620/4630 Akzeptanz schaffen oder Verkäufer unter 4600 durchziehen, bestimmt die Wahrscheinlichkeit für den Tagesschluss.

Goldpreis: Volume-Profile zeigt die Magnetzonen der Woche Quelle: Bloomberg

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Wichtigsten Punkte im Überblick: 

  • Balance & Value: Gold bleibt in der Europa-Session in der Rotation um die faire Preiszone dieser Woche.

  • POC-Magneten: Die Wochen-POCs liegen eng beieinander (Mo 4626 / Di 4600 / Mi 4642 / gestern 4609) und ziehen den Preis intraday immer wieder zurück in „Value“.

  • Trigger für Trend: Erst Acceptance über 4620/4630 macht Longs sauber – ein Break & Hold unter 4600 öffnet den Weg nach unten; der RSI < 48,5 bremst Ausbrüche nach oben.

Aktuelle Einordnung - Goldpreis 

Im 5-Minuten-Chart bewegt sich Gold aktuell um 4.605 Punkte und damit unter dem Vortagesschluss bei 4.620 (PDC) sowie unter dem Vortageshoch bei 4.630 (PDH). Das passt zu einem Markt, der seine Energie derzeit vor allem innerhalb einer Range abbaut. Besonders hilfreich ist dabei der Blick auf das Wochen-Volume-Profile: Die POCs der Woche liegen relativ nah beieinander – Montag 4626, Dienstag 4600, Mittwoch 4642 und gestern 4609. Solche POC-Cluster sind typisch für eine Balance-Phase, in der der Preis immer wieder in Richtung „Value“ zurückkehrt, weil dort überdurchschnittlich viel gehandelt wurde. Für Daytrader bedeutet das: Reine Spikes werden häufig wieder zurückgedreht – erst wenn der Markt über einem Schlüssellevel wirklich akzeptiert, entsteht ein belastbarer Trend-Impuls.

Goldpreis Chart (5Min)

Goldpreis Chart - 5 Minunten Quelle: TradingView
Goldpreis Chart - 5 Minunten Quelle: TradingView

Volume-Profile: Gold Future 

Goldpreis - Volume Proile Quelle: NinjaTrader
Goldpreis - Volume Proile Quelle: NinjaTrader

Long-Szenario für Daytrader

Ein Long-Setup wird aus meiner Sicht erst dann sauber, wenn Gold den Bereich um 4.620 zurückerobert und dort nicht nur kurz antestet, sondern sichtbar hält. Der PDC ist hier der Bias-Schalter: Gelingt ein Reclaim und anschließend eine Stabilisierung oberhalb des POC-Bereichs um 4.626 (Montag), erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt die Range-Deckelzone erneut anläuft. In diesem Fall wäre das naheliegende erste Ziel ein Test des Vortageshochs bei 4.630. Sollte darüber echte Anschlussnachfrage reinkommen, wird 4.642 (POC vom Mittwoch) zum nächsten Magneten. Der Stopp gehört in diesem Long-Szenario sinnvollerweise unter die kurzfristige Value-Unterkante; konservativ bietet sich ein Stopp unter 4.609 (POC von gestern) an, etwas aggressiver kann man ihn unter dem unmittelbaren Intraday-Swing platzieren, solange das Chance-Risiko-Verhältnis sauber bleibt.

Short-Szenario für Daytrader

Shorts bleiben solange strukturell im Vorteil, wie Gold unter 4.620 handelt und der RSI unter 48,5 bleibt. Ein klassisches Short-Setup entsteht, wenn der Markt an 4.620 bis 4.626 scheitert und der Reclaim ausbleibt – also eine klare Rejection an der Value-Oberkante bzw. am PDC. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Preis wieder zurück in Richtung 4.609 (POC von gestern) rotiert. Von dort aus rückt 4.600 (POC vom Dienstag) als nächster Zielbereich in den Fokus. Kommt es darunter zu echter Akzeptanz, wird der Bereich um 4.584 (PDL und zugleich PMH) zum Schlüsseltest. Für den Stopp gilt hier das Spiegelbild: Wer am PDC/POC-Cluster shortet, sollte den Stopp oberhalb der Rejection-Zone platzieren – typischerweise über 4.630, weil ein Break und Hold darüber das Short-Narrativ klar invalidiert. Ein zweites Short-Szenario ist der echte Breakdown: Wenn Gold unter 4.600 fällt und sich darunter festsetzt, ist das ein Signal für nachlassende Kaufbereitschaft – dann wird 4.584 zum ersten Ziel und darunter kann die nächste Band-Zone um 4.566/4.567 ins Spiel kommen.

Wo schließt der Goldpreis heute? 

Aus der aktuellen Lage – europäische Session, Kurs um 4.605, Balance-Charakter und das POC-Cluster (Montag 4626, Dienstag 4600, Mittwoch 4642, gestern 4609) – lässt sich ein plausibles Closing-Framework ableiten. Am wahrscheinlichsten ist ein Schlusskurs im Bereich um PDC/Value zwischen 4.618 und 4.630, weil der Markt in Balance-Phasen gerne nahe dem „fairen Preis“ schließt. Ebenfalls gut möglich ist ein Close etwas tiefer zwischen 4.600 und 4.618, insbesondere wenn der Reclaim von 4.620 ausbleibt und der Markt weiter rotiert. Ein Schlusskurs zwischen 4.584 und 4.600 wird wahrscheinlicher, falls 4.600 im Verlauf bricht und das Niveau nicht schnell zurückerobert wird. Ein bullisches Close oberhalb von 4.630 bis 4.642 bleibt möglich, benötigt aber klare Acceptance über PDH – also mehr als nur ein kurzer Stich nach oben.

Aktuell ordne ich die Zonen so ein: Ein Close zwischen 4.618 und 4.630 sehe ich bei rund 35%, ein Close zwischen 4.600 und 4.618 bei etwa 30%, ein Close zwischen 4.584 und 4.600 bei etwa 20% und ein Close oberhalb von 4.630 bis 4.642 bei etwa 15%. Diese Verteilung spiegelt den Balance-Zustand wider: Die größte Wahrscheinlichkeit liegt weiterhin „in Value“.

Fazit

Der Goldpreis bleibt intraday in einer Range-Phase, die stark von den POCs dieser Woche geprägt wird – Montag 4626, Dienstag 4600, Mittwoch 4642 und gestern 4609. Für Daytrader ist daher weniger die Frage „Trend ja oder nein“ entscheidend, sondern wo der Markt akzeptiert: Oberhalb von 4.620/4.630 kippt das Bild zugunsten von Long-Rotationen Richtung 4.642, während ein Scheitern an 4.620–4.626 oder ein Breakdown unter 4.600 eher Shorts Richtung 4.584 und darunter begünstigt. Wichtig bleibt: Wir sind noch in der europäischen Session – die US-Session kann mit frischem Volumen die Trade-Location und damit auch die Closing-Wahrscheinlichkeiten deutlich verändern.

Goldpreis Chart - 5 Jahre 

Goldprei - 5 Jahre Quelle: IG Handelsplattform
Goldprei - 5 Jahre Quelle: IG Handelsplattform

Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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