Aktien Update
Wohin fließt zurzeit das Geld. Unter anderem in europäischen Aktien aus den Sektoren Grundstoffe, Banken, Pharma und Versorger. Vier Dividendenpapiere aus den genannten Wirtschaftsbereichen haben es auf den Prüfstand geschafft.
Laut unserer Relativen Performance-Matrix können vier Sektoren den Gesamtmarkt outperformen. Die Subindizes Grundstoffe, Banken, Pharma und Versorger lassen den Stoxx 600 hinter sich. Hierbei wird die Performance der einzelnen Sektoren mit der des Gesamtmarktes verglichen. Im weiteren Schritt unseres Ansatzes „Wohin fließt das Geld“ schauen wir uns die Relativen Performance-Matrix der Subindizes an. Folgende Aktien schneiden im Vergleich zu diesen besser ab: Einer näheren Betrachtung unterziehen wir die Dividendenpapiere von Engie (Versorger aus Frankreich), Bawag (Österreichische Bank), Roche (Schweizer Pharmakonzern) und Antofagasta (chilenischer Bergbaukonzern mit Hauptsitz in London).
Seit Mitte Oktober des vergangenen Jahres signalisieren die drei steigenden exponentiellen 21-, 34- und 55-Tage-Durchschnittslinien einen intakten Aufwärtstrend. Dies ist die erste Grundvoraussetzung, um die Engie-Aktie zu handeln. Für einen Einstieg müssen zwei Kriterien erfüllt werden. Zum einen sollte eine Handelsspanne auf Schlusskursbasis nach oben verlassen werden und zum anderen bedarf es beim Relativen Stärke-Index (RSI) mit der Einstellung fünf Tage eines Schlusskurses oberhalb der Marke von 70. Der zum Entry-Indikator umgebaute RSI hat bereits dieses Kriterium erfüllt. Nun muss die französische Versorger-Aktie nur noch aus der Trading Zone nach oben ausbrechen. Dafür erforderlich wäre ein Schlusskurs oberhalb der Oberseite der Seitwärtsphase bei 23,94 EUR. Gelingt dieses Vorhaben, könnte es im Anschluss bis 24,90 EUR gehen. Bei der Berechnung des Kursziels wurde die zweifache Höhe der Chartformation berücksichtigt. Der Stop Loss könnte unterhalb der unteren Begrenzung der Handelsspanne bei 23,45 EUR platziert werden.
Europäische Bankaktien erfreuen sich bereits seit längerem großer Beliebtheit. Und dazu zählen auch die Anteilsscheine der österreichische Bank Bawag. Die obere Begrenzung der Trading Zone bei 134,15 EUR steht vor dem Fall. Bei einem heutigen Schlusskurs darüber würde die technische Ampel auf Grün springen. Der Relative Stärke-Index (RSI) hat bereits einen Einstieg mit dem Sprung über die Marke von 70 bestätigt.
Ausgehend von der zweifachen Höhe der Handelsspanne besteht rein rechnerisch ein Kurspotenzial bis 146,10 EUR. Der Stop Loss könnte in der Mitte der erwähnten Seitwärtsphase bei 131,50 EUR platziert werden. Somit besteht ein theoretisches Chance/Risiko-Verhältnis von 2:1.
Mit Pharmaaktien rücken neben dem Sektor Versorger ein weiterer defensiver Wirtschaftsbereich in den Mittelpunkt des Interesses. Kaufenswert sind die Anteilsscheine von Roche. Die eidgenössische Aktie konnte bereits am Mittwoch dieser Woche mit dem Sprung über die Oberseite der Handelsspanne bei 350,60 CHF ein neues Kaufsignal generieren. Bereits einige Tage zuvor war der Relative Stärke-Index (RSI) über die Marke von 70 gesprungen. Nun ist der Weg frei bis in den Kursbereich bei 373,34 CHF. Auch hierbei wurde die zweifache Höhe der Chartformation berücksichtigt. Der Stop Loss könnte in der Mitte der Trading Zone bei 344,33 CHF platziert werden.
Der nächste und letzte Kaufkandidat kommt eigentlich aus Chile. Es handelt sich um das in Großbritannien gegründete und an der Londoner Börse gelistete Bergbau-Unternehmen Antofagasta. Der Titel hat gestern ein neues Kaufsignal generiert. Die obere Begrenzung der Handelsspanne bei 35,49 GBP konnte überwunden werden. Der mehrmals erwähnte Relative Stärke-Index (RSI) mit der Einstellung fünf Tage hat im Vorfeld ein neues Entry-Signal geliefert. Aus der doppelten Höhe der Chartformation lässt sich ein Kursziel von 40,95 GBP ableiten. Die Mitte der Seitwärtsphase bei 34,00 GBP dient als Initial Stop.