Weiter zum Inhalt

CFDs sind Hebelprodukte. Der CFD-Handel ist nicht für alle geeignet und kann zu Verlusten führen, die Ihre Einlagen übersteigen. Bitte lesen Sie daher unseren Risikohinweis und stellen Sie sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken vollständig verstehen. 78% der Konten von Kleinanlegern erleiden beim Handel mit CFDs Verluste, und bei 2.15% der Konten von Kleinanlegern wurden in den letzten 12 Monaten Positionen aufgrund von Margin Calls geschlossen. 78% der Konten von Privatanlegern erleiden Verluste beim CFD-Handel, 2.15 % hatten innerhalb der letzten 12 Monate Positionen wegen Margin Calls geschlossen.

Market Update

DAX Aktuell – Zinshoffnungen verpuffen – Anleger ziehen sich zurück 

Der Zinsoptimismus schwindet zunehmend, wie auch der Glaube der Anleger an steigende Aktienkurse. Der DAX marschiert infolge der nächsten Verkaufswelle gen Süden.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Iran-Krieg dauert länger als erhofft

Eigentlich sollte der Militäreinsatz der USA und Israels nur von kurzer Dauer sein. Doch seit 24 Tagen schon dauert der Iran-Krieg und ein Ende ist zurzeit noch nicht in Sicht. Das Weiße Haus scheint den Widerstand in Teheran ein wenig unterschätzt zu haben. Der Iran, wenngleich durch tausende Luftangriffe militärisch geschwächt, greift unverändert die Ölinfrastruktur der Golfstaaten an. Zudem bleibt die Straße von Hormus als wichtige Lebensader weiterhin gesperrt.

Und täglich werden die Sorgen über die negativen Auswirkungen auf die Weltkonjunktur größer und größer. Die explodierenden Energiepreise werden wohl die Inflation anheizen. Die erhofften und mitunter schon an den Märkten eingepreisten Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten stehen auf der Kippe. Und vor allem die Aussicht auf billiges Geld ist bekanntlich der Treibstoff für steigende Notierungen an den Börsen.

Aktien und Anleihen sind die Verlierer

In Anbetracht der derzeitigen Talfahrt an den Märkten stellt sich die Frage, gibt es sichere Häfen bzw. defensive Anlageklassen. Gold hat sich als Rückzugsgebiet in Krisenzeiten erst einmal verabschiedet. Vor allem die schwindenden Zinshoffnungen belasten die Edelmetalle. Aktien und Anleihen marschieren im Augenblick gemeinsam in die gleiche Richtung, nämlich gen Süden. Allein die Rohstoffe können, dank der explodierenden Energiepreise, überzeugen.

Dies wird in der Absoluten Performance-Matrix ersichtlich. Hier wird die prozentuale Kursentwicklung der verschiedenen Asset-Klassen auf Sicht der letzten vier Wochen und drei Monate berücksichtigt. Aktien (MSCI World) sowie Anleihen (10-jährige US-Staatsanleihen) sind im vierten Quadranten zu finden. Mit anderen Worten, diese Assets weisen momentan eine negative Performance auf Sicht der letzten vier Wochen und drei Monate auf. Der traditionelle Diversifikationseffekt ist dahin. Normalerweise profitieren Anleihen, wenn es an den Börsen abwärts geht. Wie schon im Jahr 2022 ist dies zurzeit ebenfalls nicht der Fall. Der Bitcoin, der eine hohe Korrelation gegenüber den US-Börsen aufweist, konnte zuletzt eine Erholung starten, drängt sich aber als Alternativ-Investment nicht auf. Lediglich die Rohstoffe, hier vertreten durch den altbekannten CRB-Future-Index, können mit einer positiven Performance überzeugen, dank dem Energiebereich. Gefragt sind daher Aktien aus dem Öl- und Gas-Sektor. Der europäische Stoxx 600 Öl&Gas-Subindex kennt momentan kein Halten mehr. Ebenfalls beliebt als defensive Depotbeimischung sind Dividendenpapiere aus den Bereichen Versorger und Telekommunikation. 

Lernen Sie von Experten

Unsere Webinare geben Ihnen exklusive Trading-Insights – kompakt & praxisnah