Market Update
Der heute Abend nach Börsenschluss anstehende Fed-Zinsentscheid dürfte nicht das eigentliche Highlight der Woche sein. Vielmehr werden wohl die Aussagen von Jerome Powell zur künftigen Zinspolitik sowie die Frage nach seinem Nachfolger im Mittelpunkt stehen.
Heute Abend nach Börsenschluss hierzulande steht der erste Fed-Entscheid in diesem Jahr an. Es dürfte nicht allzu sehr überraschen, dass kaum einer der Marktteilnehmer mit einer Zinssenkung rechnet. Zwar legt die Federal Reserve im Augenblick mehr Gewicht auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt, dennoch wird die unverändert zähe Inflation nicht aus den Augen gelassen. Zwar sieht US-Präsident Trump die Teuerungsrate eher auf dem Weg gen Süden, mit derzeit 2,7% liegt diese immer noch über dem Zielwert der Fed von 2,0%.
Wie bei jeder Zinsentscheidung werden die Worte von Fed-Chef Jerome Powell auf die Goldwaage gelegt. Interessant dürfte sein, ob noch bis Mai an der Zinsschraube gedreht wird. Im besagten Wonnemonat wird Powell die US-Notenbank verlassen und voraussichtlich durch einen Trump-Befürworter ersetzt werden.
Die Personalie in Sachen Federal Reserve beschäftigt ebenfalls die Marktteilnehmer. Der Streit zwischen US-Präsident Trump und Jerome Powell ist ja hinsichtlich bekannt. Im Mai wird der bisherige Präsident der US-Notenbank seinen Hut nehmen. Prognosen, wie beispielsweise bei Predict It sehen im Augenblick Rick Rieder ganz vorne. Der Investmentchef für Anleihen bei BlackRock gilt als Favorit. Ökonomen würden eher Kevin Warsh auf dem Chefposten der Fed sehen. Eine Entscheidung steht unmittelbar bevor. Laut Finanzminister Scott Bessent könnte bereits in Kürze darüber entschieden werden. Wichtig für die Anleger ist die künftige Marschrichtung der Fed. Nicht wenige Marktteilnehmer hoffen, dass ein Trump-Befürworter schneller an der Zinsschraube drehen wird. Dies wäre ganz im Sinne des US-Präsidenten, aber auch im Sinne der Börsianer.
US-Präsident Trump hat versucht, die Märkte zu beruhigen, vor allem den Devisenmarkt. Nach seiner Meinung brauchen sich die Investoren keine Sorgen über den US-Dollar zu machen. Doch die recht aggressive Außenpolitik sowie die Streitigkeiten mit der Federal Reserve haben ihre Spuren hinterlassen.
Der US-Dollar befindet sich seit Januar des vergangenen Jahres auf dem Rückzug. Kurz vor dem erneuten Amtsantritt von Trump ging es bereits gen Süden. Zuletzt hat sich die Talfahrt beschleunigt. Im Wochenchart steht die wichtige Unterstützung bei 96,88 unmittelbar vor dem Fall. Be einem entsprechenden Wochenschlusskurs darunter wäre anschließend das vorherige ehemalige Hoch bei 94,79 das Ziel. Der schwache Greenback hat zuletzt den Siegeszug von Gold und Silber begünstigt.