Weiter zum Inhalt

CFDs sind Hebelprodukte. Der CFD-Handel ist nicht für alle geeignet und kann zu Verlusten führen, die Ihre Einlagen übersteigen. Bitte lesen Sie daher unseren Risikohinweis und stellen Sie sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken vollständig verstehen. 78% der Konten von Kleinanlegern erleiden beim Handel mit CFDs Verluste, und bei 2.15% der Konten von Kleinanlegern wurden in den letzten 12 Monaten Positionen aufgrund von Margin Calls geschlossen. 78% der Konten von Privatanlegern erleiden Verluste beim CFD-Handel, 2.15 % hatten innerhalb der letzten 12 Monate Positionen wegen Margin Calls geschlossen.

Market Update

DAX Aktuell – Ist der Iran-Krieg wirklich bald vorbei? 

Laut US-Präsident Trump steht der Militäreinsatz gegen den Iran unmittelbar vor dem Ende. Doch ist das wirklich so? Teheran soll angeblich die Straße von Hormus vermint haben. Und bislang ist diese sehr wichtige Meeresenge immer noch gesperrt.

Quelle: Bloomberg
Quelle: Bloomberg

Written by

Christian Henke

Christian Henke

Chief Market Analyst für IG Deutschland

Veröffentlicht am

Wichtigste Punkte:

  • Die Aussicht auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges hatte gestern die weltweiten Aktienmärkte beflügelt. Doch es gibt durchaus Zweifel, ob die Kampfhandlungen bereits in Kürze beendet werden
  • Charttechnisch ist beim DAX die Kuh noch nicht vom Eis. Vor allem die wichtige 200-Tage-Linie steht heute wieder im Mittelpunkt des Interesses

Dauert der Krieg gegen den Iran womöglich länger?

Gerade die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten hatte gestern die Aktienmärkte wachgeküsst. Dem DAX gelang ein beeindruckendes Comeback. Doch ist die Freude letztendlich ein wenig verfrüht? Berichte des US-Geheimdienstes zufolge soll der Iran begonnen haben, die Straße von Hormus zu verminen. Eine Öffnung der wichtigen Lebensader könnte sich somit in die Länge ziehen. Zumal Teheran zwar durch die Luftangriffe geschwächt, dennoch noch Widerstand leistet.

Die US-Regierung könnte sich ein wenig verkalkuliert haben. Präsident Trump hatte wohl mit einem raschen militärischen Erfolg gerechnet und nicht mit den dramatischen Auswirkungen an den internationalen Ölmärkten. Das Ziel, das Mullah-Regime zu stürzen, konnte nicht erreicht werden. Auch über eine erfolgreiche Zerstörung der Atomanlagen hört man zurzeit wenig aus Washington.

Die Sorge der Marktteilnehmer ist, dass sich die iranische Regierung erholen und auf absehbarer Zeit das Waffenarsenal wieder aufrüsten wird. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnte dann irgendwann an den Kapitalmärkten wieder ein Thema sein.

DAX – Kampf um die 200-Tage-Linie geht weiter

Gestern gelang auf Schlusskursbasis die Rückeroberung der exponentiellen 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 23.877 Punkten. Doch heute könnte die wichtige Glättungslinie wieder auf dem Prüfstand stehen. Vorbörslich notiert der DAX im Augenblick darunter. Somit ist charttechnisch betrachtet die Kuh noch nicht vom Eis. Ein erneuter Rutsch unter den beliebten Indikator sollte vermieden werden. Ansonsten droht ein neuerlicher Test der unteren Begrenzung der übergeordneten Handelsspanne bei 23.021 Zählern. Nach oben begrenzt das 50,0%-Fibonacci-Retracement bei 24.227 Punkten sowie die Unterseite des jüngsten Abwärts-Gaps bei 24.239 Zählern das Erholungspotenzial.

DAX Chart auf Tagesbasis 

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Long- und Short-Setups

Long-Szenario:

  • Der 200-Tage-Durchschnitt bei 23.877 Punkten kann nachhaltig überwunden werden. Anschließend wären das 50,0%-Retracement bei 24.227 Zählern sowie die Unterseite des Abwärts-Gaps bei 24.239 Punkten die Erholungsziele
  • Unterhalb der Mitte der Handelsspanne bei 23.832 Zählern könnte der Stop Loss platziert werden

Short-Szenario:

  • Die besagte 200-Tage-Linie wird erneut unterschritten. In diesem Fall könnte es dann erneut in Richtung der unteren Begrenzung der Trading Zone bei 23.021 Punkten gehen
  • Oberhalb der Unterseite des Abwärts-Gaps bei 24.239 könnte die charttechnische „Reißleine“ gelegt werden 

Fünf-Jahres-Chart

Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen 

Lernen Sie von Experten

Unsere Webinare geben Ihnen exklusive Trading-Insights – kompakt & praxisnah