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Market Update
Washington und Teheran reden nicht miteinander und der Krieg zieht sich in die Länge. Der weiter steigende Ölpreis steht beim DAX einer nachhaltigen Erholung im Weg. Und nun beginnt Morgen der gefürchtete Wonnemonat Mai.
Der Wonnemonat Mai wird seinem schlechten Ruf eigentlich nicht gerecht. Beim DAX trifft die bekannte Börsenweisheit „Sell in May and go away“ nicht zu. In den vergangenen 25 Jahren konnte der deutsche Leitindex in 52% der Fälle um durchschnittlich 0,74% zulegen. Zugegeben, es gibt bessere saisonale Muster beim DAX, aber so schlecht ist die Performance auch nicht.
Deutlicher schlechter sieht es dagegen für den Mai in den Zwischenwahljahren aus. Und 2026 ist ein solches Midterm-Jahr in den USA. Und der Einfluss des US-Präsidentschaftszyklus ist auch hierzulande groß. In den zurückliegenden sechs Zwischenwahljahren (entspricht einem Zeitraum von 24 Jahren) musste der DAX in 67% der Fälle Verluste im Mittel von 1,38% hinnehmen.
Wenngleich der statistisch betrachtet in Zwischenwahljahren schlechte Monat Mai noch nicht begonnen hat, zeigt sich der DAX im Augenblick nicht unbedingt von seiner Schokoladenseite. Erst kürzlich scheiterte der Versuch, eine altbekannte Chartmarke zu überwinden, nämlich der Oberseite der übergeordneten Handelsspanne bei 24.645 Punkten. Davon musste der deutsche Leitindex gen Süden verabschieden. Und nun rücken sowohl die exponentielle 50-Tage-Linie bei 23.967 Punkten als auch der 200-Tage-Durchschnitt bei 23.789 Zählern gefährlich nahe. Auch die Mitte der Trading Zone bei 23.833 Punkten muss sich heute wohl einem Test unterziehen. Ein Rutsch unter die genannten Chartmarken hätte weiteres Abwärtspotenzial bis zur oberen Begrenzung des Abwärts-Gaps bei 23.449 Zählern zur Folge. Fällt auch diese Unterstützung, könnte es zum wiederholten Mal in Richtung der Unterseite der Seitwärtsphase bei 23.021 Punkten gehen.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
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