Market Update
Die USA sind sich sehr sicher, den Iran-Krieg in Kürze zu beenden. Und diese Hoffnung verleiht den Börsen Flügel. Vor allem die Indizes an der Wall Street konnten gestern einen großen Schritt gen Norden machen.
Gebetsmühlenartig predigt US-Präsident Trump das baldige Ende des Iran-Krieges. Neue Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sollen zu einer Einigung führen. Mit der Blockade der iranischen Häfen durch die US-Navy hat Präsident Trump ein Ass im Ärmel. Der Regierung in Teheran sollen die lukrativen Einnahmen aus dem Verkauf von Öl entzogen und somit der Druck auf das Mullah-Regime erhöht werden. Die US-Regierung erhofft sich, dass vor allem China als größter Abnehmer des iranischen Rohöls Teheran zu einer Öffnung der Straße von Hormus bewegen könnte. Allerdings bleibt die Lage in der Krisenregion angespannt. Und solange die genannte Meeresenge nicht wieder für alle passierbar ist, hängt der Ölpreis weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Finanzmärkten.
Der S&P markierte gestern ein neues Allzeithoch und schloss oberhalb der psychologischen Marke bei 7.000 Punkten. Auch die Technologiebörse Nasdaq konnte deutlich gewinnen. Zudem ist im Augenblick eine Rotation von Value- zu Growth-Aktien zu beobachten. Dennoch sind die Anleger in den Vereinigten Staaten vorsichtig, was die weitere Entwicklung an den Märkten angeht. 42,8% der Marktteilnehmer rechnen laut der jüngsten Umfrage der American Association of Individual Investors (AAII) in den kommenden sechs Monaten mit Verlusten an der Wall Street. Die Zahl der Optimisten ist im Vergleich zur Vorwoche auf 31,7% gesunken. Dagegen haben mehr Investoren an der Seitenlinie Platz genommen. Es dürfte keine Überraschung sein, dass die Anleger in Scharen an die Wall Street zurückkommen, falls der Iran-Krieg wirklich in Kürze beendet werden sollte.
Die Anleger an der Wall Street haben gestern den S&P auf ein neues Allzeithoch gehievt. Mit 7.026 Punkten schloss der marktbreite Index knapp oberhalb der vorherigen Bestmarke bei 7.002 Zählern vom 28. Januar dieses Jahres.
Und jetzt wird es aus charttechnischer Sicht interessant. Gelingt der nachhaltige Sprung über die psychologische Marke bei 7.000 Punkten, könnte es für den S&P deutlich aufwärts gehen. Mit einem Schlusskurs von 7.095 Zählern wäre das Kaufkriterium erfüllt. Dem vorherigen Allzeithoch bei 7.002 Punkten wurde eine Average True Range (ATR) der letzten zehn Tage dazu addiert. Oberhalb des Entry-Levels bestünde dann Potenzial bis 7.427 Zählern. Zur Kurszielberechnung wurde die klassische Fibonacci-Methode (161,8%) angewendet.
Quelle:TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Quelle:TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen