Market Update
Das neue Jahr fängt mit einem geopolitischen Paukenschlag an. Die USA greifen Venezuela an und entmachten den amtierenden Präsidenten Maduro. Nun rücken Kuba und Kolumbien ins Visier Washingtons.
Die USA haben am Wochenende mit der Operation „Southern Spear“ mit einem Militärschlag in Venezuela den Präsidenten Maduro festgenommen und nach New York ausgeflogen. Kurz darauf rücken nun zwei weitere linksgeführte südamerikanische Regierungen ins Visier Washingtons. Donald Trump droht Kolumbien und Kuba und prognostiziert den baldigen Zusammenbruch der Regierung in Havanna.
Ziel von Donald Trump ist, die westliche Hemisphäre politisch, wirtschaftlich und militärisch unter US-Kontrolle zu bringen und damit den möglichen Einfluss von China und Russland zu verhindern. Mit Venezuela hat Moskau den einzig verbliebenen Verbündeten in Südamerika verloren.
Die Regierung in Washington macht keinen Hehl daraus, dass es überwiegend um die Ölreserven in Venezuela geht. Diesen sollen nun unter US-Kontrolle fallen, mit dem Ziel, den Gewinn von Chevron & Co. künftig zu erhöhen.
Bereits am ersten Handelstag dieses Jahres konnte der DAX die obere Begrenzung der Handelsspanne bei 24.645 Punkten im Handelsverlauf erreichen. Heute versucht das heimische Börsenbarometer, den genannten Widerstand auch auf Schlusskursbasis zu überwinden. Allerdings sollte ein signifikanter Ausbruch gen Norden abgewartet werden. Hierbei kommt die Average True Range (ATR) der letzten zehn Tage zum Einsatz. Diese beträgt zurzeit 210 Zählern. Der Widerstand plus die Average True Range ergeben ein Einstiegs-Level von 24.855 Punkten. Erst bei einem Schlusskurs drüber wäre der Ausbruch in trockenen Tüchern und die Reise in höhere Kursgefilde könnte weiter gehen.
Die beiden vorherigen Versuche scheiterten. Dies könnte erneut geschehen. In diesem Fall müsste dann mit einem neuerlichen Rücksetzer in Richtung der exponentiellen 50-Tage-Durchschnittslinie bei 24.026 Zählern und der Mittellinie der Trading Zone bei 23.832 Punkten gerechnet werden.
UMSETZUNGSMÖGLICHKEITEN MIT KNOCK-OUTS
Steht man auf der Verkäuferseite (Short) und meint, dass der DAX in Zukunft fällt, könnten Knock-Outs von IG mit einer Knock-out-Level, oberhalb der gegenwärtigen charttechnischen Widerstandszone bei 26.269 Punkten interessant werden. Bullisch eingestellte Trader (Long) hingegen könnten in umgekehrter Weise Kock-Out-Level unterhalb von 23.021 Punkten im Blick behalten.