Market Update
US-Präsident Trump hat offenbar genug vom Iran-Krieg und möchte diesen so schnell wie möglich beenden. Doch Zweifel bleiben. Den Anlegern sind diese egal. Der DAX macht Boden gut.
US-Präsident möchte den Iran-Krieg in zwei bis drei Wochen beenden und die Truppen abziehen. Und dies trotz noch immer andauernder Blockade der Straße von Hormus. Hoffnung auf Frieden keimt auf. Doch die Kampfhandlungen gehen weiter. Von dem Einsatz von Bodentruppen ist keine Rede mehr. Auch nicht, ob das iranische Atomprogramm vernichtet wurde. Und das Mullah-Regime in Teheran hat immer noch das Sagen. Es drängt sich die Frage auf, welche Ziele überhaupt erreicht wurden.
Charttechnisch konnte die Talfahrt erst einmal gestoppt werden. Heute macht der DAX einen großen Schritt nach oben. Im Augenblick notiert der deutsche Leitindex oberhalb der Unterseite der Handelsspanne bei 23.021 Punkten sowie der unteren Begrenzung des Abwärts-Gaps bei 23.180 Zählern. Kurzfristig könnte es in Richtung des 38,2%-Fibonacci-Retracements bei 23.272 Punkten und der nun fallenden exponentiellen 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 23.747 Zählern gehen. Bedeutet die derzeitige Gegenbewegung die Rückkehr zur Normalität?
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen
Schauen wir uns nun den DAX im Big Picture auf Monatsbasis an. Interessant sind vor allem die Kerzen der Monate Januar bis März. Anfang dieses Jahres markierte das heimische Börsenbarometer ein neues Allzeithoch, konnte dieses jedoch auf Schlusskursbasis nicht verteidigen. Dies gelang erst im Februar. Allerdings hatte sich der Sprung über das Hoch bei 24.648 Punkten recht schnell als Fehlausbruch entpuppt. Und schließlich musste im März der aus dem Jahr 2022 stammende Aufwärtstrend der Angebotsseite überlassen werden.
Somit ist eine baldige Rückkehr zur Normalität nicht zu erwarten. Die im März unterbrochene Rekordjagd könnte erst bei einem Monatsschlusskurs oberhalb des jüngsten Allzeithochs bei 25.508 Zählern wieder fortgesetzt werden.
Quelle: TradingView; Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen