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FOREX
AUD/USD – Der australische Dollar fällt auf ein 11-Wochen-Tief. Nach dem Bruch des 200-Tage-EMA rückt eine zentrale Unterstützungszone in den Fokus.
AUD/USD steht nach den australischen Inflationsdaten weiter unter Verkaufsdruck. Zwar fiel die Gesamtinflation in Australien im Mai auf 4,0 %, doch die von der RBA stark beachtete getrimmte Kerninflation stieg auf 3,6 %. Das sendet ein gemischtes Signal: Die Entlastung bei der Gesamtinflation hilft dem Aussie kurzfristig kaum, weil der zugrunde liegende Preisdruck hartnäckig bleibt.
Damit fällt AUD/USD ausgerechnet vor den morgigen Arbeitsmarktdaten in eine technisch entscheidende Zone. Der Kurs hat den 200-Tage-EMA bei rund 0,6943 nach unten preisgegeben, während der RSI unter die wichtige Schwelle von 48,5 fällt. Das spricht kurzfristig für ein angeschlagenes Momentum.
AUD/USD muss die Unterstützungszone zwischen 0,6893 und 0,6832 verteidigen, sonst droht eine Ausweitung der Korrektur. Erst eine Rückeroberung des 200-Tage-EMA würde das Chartbild wieder stabilisieren.
Der nächste Impuls dürfte vom australischen Arbeitsmarkt kommen. Im April sank die Beschäftigung saisonbereinigt um 18.600 Stellen, während die Arbeitslosenquote auf 4,5 % stieg.
Fällt der morgige Bericht erneut schwach aus, könnte der Markt stärker einpreisen, dass die RBA mit weiteren Zinsschritten vorsichtiger wird. Ein robuster Arbeitsmarkt würde dagegen die Risiken einer strafferen Geldpolitik am Leben halten – vor allem, weil die RBA in ihrem Mai-Ausblick weiterhin von erhöhter Inflation ausgeht und die getrimmte Inflation länger über 3 % erwartet.
Charttechnisch ist die Lage angespannt. AUD/USD erreicht nun den wichtigen Unterstützungsbereich zwischen 0,6893 und 0,6832. Dort liegen mehrere relevante Marken: das Tief von Ende März, die Projektion der vorherigen Schulter-Kopf-Schulter-Formation sowie der übergeordnete Aufwärtsimpuls seit dem 23.01.2026.
Solange diese Zone hält, ist eine technische Gegenbewegung möglich. Dafür müsste AUD/USD aber mindestens zurück über 0,6943 steigen und den 200-Tage-EMA zurückerobern. Ein stärkeres Signal entstünde erst oberhalb von 0,6980.
Bricht dagegen 0,6832 nachhaltig, wäre die Unterstützungszone beschädigt. Dann könnte sich der Abwärtsdruck in Richtung 0,6780 und später 0,6700 ausweiten.
| Setup | Trigger | Zielzone | Stopp |
|---|---|---|---|
| Long-Rebound | Stabilisierung über 0,6893 + Rücklauf über 0,6943 | 0,6980 / 0,7080 | unter 0,6832 |
| Long-Bestätigung | Tagesschluss über 0,6980 | 0,7080 / 0,7180 | unter 0,6893 |
| Short-Fortsetzung | Bruch unter 0,6832 | 0,6780 / 0,6700 | über 0,6893 |
| Short-Bestätigung | Pullback scheitert bei 0,6943 | 0,6893 / 0,6832 | über 0,6980 |
AUD/USD bleibt kurzfristig angeschlagen. Der Bruch des 200-Tage-EMA, der fallende RSI unter 48,5 und der Druck nach den Inflationsdaten sprechen für ein bärisches Momentum. Entscheidend ist nun, ob die Zone 0,6893 bis 0,6832 hält. Gelingt dort eine Stabilisierung, wäre ein technischer Rebound möglich. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde das Risiko einer Fortsetzung in Richtung 0,6780 bis 0,6700 deutlich erhöhen.
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Morning Report
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