Verschuldung der Bundesländer in Deutschland im Ranking
Die Staatsverchuldung in der Bundesrepublik Deutschland wird in der Regel auf Bundesebene disktutiert. Doch dabei wird oft vergessen, dass auch die Bundesländer erhebliche Schulden tragen und das teils mit großen Unterschieden.
Das folgende Ranking der Verschuldung der Bundesländer zeigt auf, welche Länder vergleichsweise solide aufgestellt sind und welche weniger. Dabei dürften Schulden nicht zwangsläufig ein aktues Problem darstellen, sondern sind viel mehr einzuordnen unter den Gesichtspunkten Wirtschaftskraft, Bevölkerungsstruktur als auch Haushaltsdisziplin.
Hinweis: Das Ranking richtet sich nach den öffentlichen Schulden im 4. Quartal 2024. Quelle: destatis).
Der Öffentliche Gesamthaushalt war laut Angaben des Deutschen Statistikamtes zufolge beim sogenannten nicht-öffentlichten Bereich per Jahresende 2024 mit 20,5 Milliarden Euro in der Kreide.
Die Einwohnerzahlen der jeweiligen Bundesländer richten sich per Jahresende 2024 (Quelle: sozialpolitik-aktuell.de).
- Nordrhein-Westfalen (175,9 Milliarden Euro)
Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen (18 Millionen Einwohner) ist am höchsten verschuldet (175,9 Milliarden Euro).
- Berlin (67,7 Milliarden Euro)
Das Bundesland Berlin (3,7 Millionen Einwohner), welches gleichzeitig die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland innehat, weist einen Schuldenstand von 67,7 Miliarden Euro auf.
- Niedersachsen (57,3 Milliarden Euro)
Das am dritthöchsten verschuldete Bundesland ist Niedersachen (57,3 Milliarden Euro) und weist insgesamt 8,0 Milliarden Einwohner auf.
- Hessen (44,4 Milliarden Euro)
Hessen (6,3 Millionen Einwohner) steht mit insgesamt 44,4 Milliarden Euro in der Kreide.
- Baden-Württemberg (41,3 Milliarden Euro)
Baden-Württemberg (11,2 Millionen Einwohner) kommt auf einen Schuldenstand in Höhe von 41,3 Milliarden Euro, was Platz fünf entspricht.
- Schleswig-Holstein (32,4 Miliarden Euro)
Schleswig-Holstein (3,0 Millionen Einwohner) weist einen Schuldenstand in Höhe von 32,4 Milliarden Euro auf und landet damit auf Platz sechs.
- Hamburg (31,8 Milliarden Euro)
Hamburg (1,9 Millionen Einwohner) rangiert auf Platz sieben mit insgesamt 31,8 Milliarden Euro.
- Rheinland-Pfalz (29,3 Milliarden Euro)
Das Bundesland Rheinland-Pfalz (4,1 Millionen Einwohner) kommt auf Platz acht (29,3 Milliarden Euro).
- Bremen (23,3 Milliarden Euro)
Bremen (0,7 Millionen Einwohner) landet auf Platz neun mit 23,3 Milliarden Euro.
- Sachsen-Anhalt (22,4 Milliarden Euro)
Sachsen-Anhalt (3,0 Millionen Einwohner) kommt mit insgesamt 22,4 Milliarden Euro auf Platz zehn.
- Brandenburg (19,9 Milliarden Euro)
Brandenburg (2,6 Millionen Einwohner) landet auf Platz 11 mit insgesamt 19,9 Milliarden Euro.
- Bayern (17,6 Milliarden Euro)
Bayern (13,2 Millionen Einwohner) kommt auf 17,6 Milliarden Euro, was Platz 12 entspricht.
- Thüringen (15,4 Milliarden Euro)
Auf Platz 13 kommt Thüringen (2,1 Millionen Einwohner) mit insgesamt 15,4 Milliarden Euro.
- Saarland (13,4 Milliarden Euro)
Saarland (1,0 Millionen Einwohner) rangiert mit 13,4 Milliarden Euro auf Platz 14.
- Mecklenburg-Vorpommern (8,1 Milliarden Euro)
Mecklenburg-Vorpommern (1,6 Millionen Einwohner) ist das am zweitwenigsten verschuldete Bundesland (8,1 Milliarden Euro).
- Sachsen (6,0 Milliarden Euro)
Das am wenigsten verschuldete Bundesland ist Sachsen (6,0 Milliarden Euro) mit 4,0 Millionen Einwohnern.
Zusammenfassung:
Das Bundesland mit den höchsten Schulden ist Nordrhein-Westfalen mit einer Last von 175,9 Milliarden Euro, gefolgt von Berlin (67,7 Milliarden Euro) und Niedersachsen (57,3 Milliarden Euro).
Das Schuldenranking der Bundesländer in Deutschland zeigt auf, dass nicht nur die absolute Höhe der Schulden entscheidend ist, sondern Messgrößen wie etwa Bevölkerungsgröße, Wirtschaftskraft als auch die Entwicklung der Haushalte mit einfließen sollen.
Unter dem Strich wird deutlich, dass zwar hohe Schulden kein kurzfristiges Risiko darstellen, allerdings langfristig den finanziellen Spielraum der Länder einschränken können. Ein regelmäßiger Blick auf die Länderfinanzen könnte dabei von Bedeutung sein, um die finanzielle Stabilität und die zukünftige Investitionsfähigkeit besser einordnen zu können.