Die 5 größten Tagesverluste von DAX-Unternehmen
Abstürze von DAX-Unternehmen gab es bislang einige. Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über die fünf größten Tagesverluste.
Die 5 größten Tagesverluste von DAX-Unternehmen
Immer wieder kommt es an den Börsen zu heftigen Kursstürzen. Die unterschiedlichsten Faktoren können dazu führen, dass ein Wertpapier derart in Mitleidenschaft gezogen wird und zweistellige Kursverluste hinnehmen muss – an nur einem Tag.
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die fünf größten Tagesverluste von DAX-Unternehmen: 1 2
Infineon: Minus 39,6 Prozent
Der Halbleiterhersteller Infineon veröffentlichte im Dezember 2018 maue Geschäftszahlen und kassierte seine Prognosen in Umsatz nebst Gewinn. Der Verlust fiel doppelt so hoch aus, wie im Vorfeld erwartet, woraufhin Anleger Reißaus nahmen.
Am 3. Dezember 2008 rauschten die Papiere um 39,6 Prozent abwärts und damit auch unter die Marke von einem Euro, was im Fachjargon einem Pennystock gleichkommt.
Heute und damit rund 15 Jahre später notiert die Infineon Aktie mittlerweile wieder bei über 37 Euro.
Volkswagen: Minus 45 Prozent
Die Aktien des Automobilhersteller Volkswagen (VW) verloren am 29.10.2008 45 Prozent ihres Wertes. Hintergrund für die Börsenturbulenzen waren sogenannte Leerverkäufer.
Am 26. Oktober 2008 kündigte der Sportwagenhersteller Porsche an, sich eine Mehrheit in Höhe von 74,1 Prozent an VW gesichert zu haben. Anleger, welche auf fallende Kurse gesetzt hatten, sahen sich gezwungen ihre Positionen glattzustellen, was die Kurse wiederum befeuerte. Nur wenige Tage später am 29.10.2008 gab die Stammaktie den überwiegenden Teil ihrer Vortagesgewinne wieder ab.
Als Konsequenz wurden die Gewichtung der Aktien auf maximal 10 Prozent reduziert.
Die Anteilsscheine von VW notieren heute bei über 125 Euro.
MLP: Minus 49 Prozent
Am 2. August 2002 machten Gerüchte die Runde, dass der Finanzdienstleister MLP eine Gewinnwarnung herausgeben werde, welche auch wenige Stunden später bestätigt wurde. Institutionelle Anleger hatten das Papier im Vorfeld im großen Stil bereits abgestraft. Gen Handelsende notierte ein Minus in Höhe von 49 Prozent auf der Kurstafel.
Heutzutage gibt es das Unternehmen immer noch, welches allerdings weniger an Bedeutung im Vergleich zu früher erfährt.
Wirecard: Minus 71,3 Prozent
Nach einer wiederholten Verschiebung des Jahresabschlusses für das Jahr 2019 rauschten die Papiere des Zahlungsdienstleisters Wirecard am 18.06.2020 um 62 Prozent in den Keller. Das Vertrauen der Anleger war damit endgültig ramponiert. Über das Vorhandensein von Bankguthaben auf entsprechenden Treuhandkonten in Summe von 1,9 Milliarden Euro gab eines keine entsprechenden Nachweise. Nur eine Woche danach meldete Wirecard Insolvenz an.
Hypo Real Estate: Minus 74 Prozent ab
Am 29. September 2008 brach der Aktienkurs von Hypo Real Estate um 73,9 Prozent ein. Hintergrund war der Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008, was nicht zuletzt die globale Finanzkrise auslöste.
Übersicht: Die 5 größten Tagesverluste von DAX-Unternehmen
Den größten Tagesverlust im DAX verzeichneten die Aktien von Hypo Real Estate, gefolgt von Wirecard, MLP, Volkswagen und Infineon.
| Platz | Aktie/Unternehmen | Tagesverlust in Prozent |
| 1 | Hypo Real Estate | 74 |
| 2 | Wirecard | 71,3 |
| 3 | MLP | 49 |
| 4 | Volkswagen | 45 |
| 5 | Infineon | 39,6 |
Quellen:
1 Manager-Magazin, 2023
2 Börse Stuttgart, 2020
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