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Hohe Volatilität erhöht das Risiko von plötzlichen, hohen oder schnellen Verlusten.

Warum steigt der Bitcoin Kurs weiter?

Der Bitcoin Kurs zieht nach wie vor das Interesse auf sich. Wieso steigt der Kurs scheinbar unaufhaltsam weiter?

Auf Jahressicht hat der Bitcoin Kurs über 800 Prozent an Wert dazugewinnen können. Zuletzt überstieg der Kurs sogar die Marke von 40.000 Dollar. Doch was sind die Gründe für diesen nahezu kometenhaften Aufstieg? Die Ursachen mögen unterschiedlich ausfallen. Der Bitcoin war vor einigen Jahren größtenteils verschrien und wurde als Verbrecherwährung abgestempelt. Doch seit geraumer Zeit haben vor allem institutionelle Adressen und nicht zuletzt Privatanleger Kryptowährungen für sich wiederentdeckt. Wieso bleiben die Anleger trotz der atemberaubenden Rallye so optimistisch gestimmt?

Möchten Sie selbst den Bitcoin Kurs handeln? Entscheiden Sie sich ob Sie sich long oder short positionieren möchten und eröffnen Sie Ihr eigenes CFD-Handelskonto oder üben Sie das Trading mit unserem CFD-Demokonto.

Kernaussagen

  • Anleger suchen und finden angesichts der Inflationsrisiken Anlagealternativen in Bitcoin und zusehends ein Hedge- und Diversifikationsinstrument
  • Das Bitcoin Halving sorgt für eine künstliche Verknappung der Angebotsmenge und entfaltet sukzessive seine Wirkung
  • Die Akzeptanz institutioneller Investoren steigt sukzessive an, was gleichzeitig das Vertrauen in Bitcoin und Co stärkt
  • Es ist deutlich einfacher heutzutage in Kryptowährungen zu investieren. Die Mainstream-Akzeptanz wächst vor diesem Hintergrund weiter

Die Coronavirus-Pandemie als Haupttriebfeder für den Bitcoin-Boom

Viele Anleger versuchen angesichts des grassierenden Coronavirus-Pandemie nach wie vor ihre Depots zu diversifizieren. Die historischen konjunkturellen Stimuli der Notenbanken FED und EZB lassen Anleger im Hinblick auf mögliche Wertrisiken hellhörig werden. Die Umlaufmenge in US-Dollar nimmt kontinuierlich zu – eine Ende ist dabei nicht in Sicht. Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie ist die gesamte US-Geldmenge M1 gegen Ende März 2020 von 2,7 Billionen US-Dollar auf über vier Billionen US-Dollar gestiegen. Bis heute notiert diese sogar auf einem Niveau bei 6,7 Billionen US-Dollar.


Der Hauptgrund ist hierbei im nach wie vor im hochdynamischen Infektionsgeschehen rund um COVID-19 zu sehen. Angesichts der gebeutelten Wirtschaft sehen sich die Währungshüter gezwungen, mit Liquiditätsschwemmen zu antworten. Weitere Konjunkturpakete sind in diesem Kontext zu erwarten.

Vor diesem Hintergrund hat die sukzessive Erhöhung der Geldmenge herbe Auswirkungen auf die Kaufkraft des Dollars.


Für zahlreiche Anleger wird der Bitcoin als vermeintlich "sicherer Hafen" oder als "digitales Gold" angesehen. Auf der anderen Seite wird der Bitcoin wieder vermehrt als Hedge- und Diversifikations-Instrument wahrgenommen. Die gigantischen Hilfsprogramme der hiesigen Notenbanken dürften zudem die Inflationsrisiken größer werden lassen. Hier suchen Anleger vermehrt Zufluchtsorte, um sich gegen Wertrisiken zu stemmen.

Der Einstieg PayPals in die Krypto-Branche gilt bis heute als Ritterschlag

Dass PayPal in der Krypto-Branche Fuß fassen will, erweist sich als Ritterschlag. Paypal-Kunden sollen ausgewählte Währungen wie Bitcoin, Ether, Bitcoin Cash oder Litecoin auf der Plattform verwenden können. Für die Branche erweist sich diese Neuigkeit als absoluter Glücksgriff. Angesichts der Corona-Pandemie sehen sich Staaten und Unternehmen weiterhin gezwungen, ein Umdenken im digitalen Zahlungsverkehr einzuleiten. Der Startschuss für die nächste Runde im Wettrennen in der Ära digitaler Währungen ist längst gefallen. Für die Branche könnte der Einstieg Paypals in das Krypto-Geschäft zudem Signalwirkung für andere Unternehmen haben, welche bereits schon länger über die Implementierung digitaler Währungen grübeln. Diese könnten sich nun ermutigt fühlen, ähnliche Wege zu gehen. Der Eintritt PayPals in das Geschäft der digitalen Gelder darf bereits jetzt als das Highlight des Jahres angesehen werden.

Debatten um digitale Staatswährungen und der Einstieg institutioneller Adressen beflügeln Kurse

Als ein Gewinner der Debatten um die Einführung von digitalen Staatswährungen erweist sich zudem ebenfalls der Bitcoin.Dass wichtige Notenbanken wie die Fed oder die EZB womöglich Pläne schmieden und mit der Implementierung eigener digitaler Währungen liebäugeln, lenkt das Interesse der Investoren ungewollt auf Bitcoin und Co. Die Spekulationen um eine Einführung einer digitalen Staatswährung dies- und jenseits des Atlantiks lässt Bitcoin und Co an Attraktivität dazugewinnen. Die Debatten sind gleichzeitig bestes Marketing für bestehende Kryptowährungen.

Institutionelle Anleger werfen vermehrt Blicke auf Kryptowährungen

Nicht zuletzt institutionelle Anleger dürften bereits im Jahr 2020 erheblich dazu beigetragen haben, die Hausse zu nähren und weiter zu forcieren. Zudem ist der Bitcoin in Augen vieler Anleger endgültig an der Wallstreet angekommen und gereift. Zahlreiche Unternehmen versuche ihre Produktpalette weiter auszubauen und bieten Bitcoin und Co an, wie etwa der US-Vermögensverwalter Fidelity. Vor allem die zunehmende Akzeptanz durch institutionelle Anleger spielt digitalen Währungen kräftig in die Karten.

Die Wirkung des Bitcoin Halvings entfaltet sich nach wie vor

Das im Frühjahr vollzogene Bitcoin-Halving entfaltet rund ein halbes Jahr später nach und nach seine Wirkung. Die Angebotsmenge wurde künstlich reduziert. Dies sorgt auf mittel- und langfristige Sicht für eine Angebotsverknappung. Während die Entwicklung der Geldmenge angepasst und reduziert wurde, erhöhen die Zentralbanken zum Vergleich ihre Bestände.

Hierbei verweisen Marktteilnehmer verstärkt auf das sogenannte „Stock-to-flow-Modell“ hin. Der aus der Rohstoff-Analyse stammende Ansatz kann die „Härte“ eines Assets quantifizieren.

Dabei sorgt jede Halbierung für eine Erhöhung des Stock-to-flow-Verhältnisses. Rund alle vier Jahre wird die Angebotsmenge neu gekürzt respektive halbiert. Vor diesem Hintergrund lässt sich das Verhältnis von Lagerbestand zu Durchfluss im Verhältnis zum neuen Angebot verdoppeln und kann in diesem Kontext in die Zukunft übertragen werden.

Bei der ersten Halbierung im November 2021 stieg der Wert binnen eines Jahres von rund 12 Dollar auf fast 1.150 Dollar. Die zweite Halbierung folgte im Juli 2016. Damals betrug der Preis rund 650 Dollar. Ende Dezember 2017 war der Wert pro Einheit knapp 20.000 Dollar wert. Das letzte Halving wurde im Mai 2020 vollzogen. Seitdem ist der Preis um über 700 Prozent gestiegen.

Der Bitcoin ist reifer geworden

Alles in allem ist der Bitcoin in den Augen vieler Anleger reifer geworden und nicht zuletzt auch an der Wallstreet angekommen. Dabei könnte die Kryptowährung dem Edelmetall Gold zusehends Konkurrenz machen.

Der Bitcoin ist erwachsener geworden und auf dem besten Weg, endgültig seine Kinderschuhe zu verlassen. Begünstigt durch das stark anziehende Interesse großer Adressen haben Kryptowährungen wieder verstärkt an Akzeptanz gewinnen können. Als Meilenstein und damit als Dosenöffner für die Mainstream-Akzeptanz gilt bis heute das Fußfassen des Zahlungsdienstleisters PayPals in der Krypto-Branche. Zahlreiche fundamentale Entwicklungen spielen dem Bitcoin seit Monaten in die Karten. Dabei blieben vor allem Hiobsbotschaften aus.

Wie Sie selbst Kryptowährungen mit IG handeln

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