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Aktienmarkt

STOXX 600: Öl und Gesundheit führen, Banken fallen zurück

Im STOXX Europe 600 verschiebt sich die Führung: Öl- und Gaswerte sowie Gesundheit liegen vorn, während Banken zurückfallen. Auch Versorger und Nahrungsmittelhersteller entwickeln sich besser als der Index. Die Rotation geht allerdings mit weniger gleichmäßigen Aufwärtstrends bei den Einzelwerten einher.

STOXX 600: Öl und Gesundheit führen, Banken fallen zurück Quelle: Bloomberg

Written by

Salah-Eddine Bouhmidi

Salah-Eddine Bouhmidi

Head of Markets bei IG Europe

Veröffentlicht am

STOXX 600 erholt sich, klare Aufwärtstrends werden seltener

Der STOXX 600 beendete den Oktober bei rund 647 Punkten. Über vier Wochen gewann er 3,2 %, über drei Monate liegt er mit 0,5 % im Minus. Der Indexstand verdeckt damit erhebliche Unterschiede zwischen den Branchen.

Nur 15 der 593 untersuchten Aktien zeigen einen gleichmäßigen Aufwärtstrend mit R² ≥ 0,80, gegenüber 51 Ende September. Gleichzeitig stieg die Zahl entsprechender Abwärtstrends von 41 auf 51. Diese Kennzahl misst die Gleichmäßigkeit der Trends, nicht die Zahl aller steigenden oder fallenden Aktien.

 Sektorrotation relativ zum STOXX Europe 600 und ausgewählte Aktien

Sektorrotation relativ zum STOXX Europe 600 und ausgewählte Aktien Quelle: IG
Sektorrotation relativ zum STOXX Europe 600 und ausgewählte Aktien Quelle: IG

Öl und Gesundheit führen die Sektorrotation an

Öl & Gas liegt über drei Monate besonders deutlich vor dem Gesamtmarkt. Über vier Wochen fällt der Vorsprung des Gesundheitssektors stärker aus. Banken gehören dagegen in beiden Zeitfenstern zu den Verlierern.

Sektor Relativ über 3 Monate Relativ über 4 Wochen
Öl & Gas +12,8 +5,5
Gesundheit +8,9 +11,8
Versorger +3,2 +3,6
Nahrung & Getränke +3,1 +10,4
Technologie +5,6 −5,2
Banken −10,4 −10,3

Angaben in Prozentpunkten gegenüber dem STOXX 600. Die Matrix zeigt relative Kursentwicklung; direkte Kapitalflüsse werden nicht gemessen.

Shell, Sartorius Stedim und Verbund im Fokus

Shell PLC gewann über drei Monate 21,6 %, Sartorius Stedim Biotech 31,3 % und Verbund 21,2 %. Ihre R²-Werte von 0,89, 0,87 und 0,90 sprechen für vergleichsweise gleichmäßige Aufwärtstrends im untersuchten Zeitraum.

Die Position zur Regressionsgeraden unterscheidet sich: Sartorius Stedim liegt nahezu darauf (−0,1 %), Eurofins Scientific dagegen 6,2 % darüber. Ein hoher R²-Wert beschreibt die bisherige Trendgüte, keine künftige Rendite.

Ausblick auf den November

Für die Rotation bleiben Energiepreise, Zinsen und eine mögliche Stabilisierung der Banken wichtig. Öl, Gesundheit und Versorger zählen zu den relativ starken Bereichen. Die gesunkene Zahl gleichmäßiger Aufwärtstrends spricht weiterhin für eine selektive Betrachtung europäischer Aktien.

Important to know

Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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