Quartalszahlen 2025 - Q4
Meta Platforms legt morgen nachbörslich die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. Der Optionsmarkt signalisiert eine erhöhte Schwankungsbreite, während die Aktie charttechnisch an einer zentralen Entscheidungszone rund um die 200-Tage-Linie notiert.
Meta hat das Dezembertief und den Vormonatsschluss klar zurückerobert – ein positives technisches Signal vor den Zahlen
Die 200-Tage-Linie bei 678 US-Dollar bleibt die zentrale Hürde auf der Oberseite
Saisonal zeigt sich ab Februar eine historisch auffällige Schwächephase
Die Aktie von Meta Platforms konnte zu Beginn des Monats eine dynamische Erholungsbewegung starten, nachdem das Dezembertief bei 637,55 US-Dollar erfolgreich verteidigt wurde. In der Folge gelang nicht nur die Rückeroberung dieses Niveaus, sondern auch des Dezember-Schlusskurses bei 660,09 US-Dollar – ein konstruktives Zeichen im Vorfeld der Quartalszahlen.
Begleitet wird diese Bewegung von einem wieder anziehenden RSI. Der Indikator liegt aktuell oberhalb der von mir definierten Grenzschwelle von 48,5 und bestätigt damit nachlaufend den positiven Momentum-Impuls.
Im Fokus steht nun die fallende 200-Tage-Linie bei 678,46 US-Dollar. Seit dem Gap-Down im Oktober scheiterte Meta bereits viermal an dieser langfristig wichtigen Durchschnittslinie. Eine nachhaltige Rückeroberung wäre aus technischer Sicht ein starkes Signal und könnte eine Anschlussbewegung in Richtung des Dezemberhochs bei 711 US-Dollar auslösen.
Sollte es hingegen erneut zu einem Fehlausbruch kommen, steigt das Risiko einer erneuten Schwächephase. Unterhalb des Dezemberhochs würde sich der Blick wieder auf das Dezembertief bei 637,55 US-Dollar richten. Ein Bruch dieser Marke könnte Verkaufsdruck bis in die markante Unterstützungszone zwischen 605 und 581 US-Dollar nach sich ziehen, wo sich die Tiefs aus dem Oktober befinden.
Aus saisonaler Perspektive zeigt die Meta-Aktie eine auffällig schwache Tendenz im ersten Quartal. Historisch betrachtet fällt der Zeitraum von Anfang Februar bis Ende April besonders negativ auf.
Im Durchschnitt verlor die Aktie in dieser Phase rund –5,86 %, bei gleichzeitig hoher Volatilität von etwa 41 %. Auffällig ist dabei, dass sowohl die durchschnittlichen als auch die maximalen Verluste deutlich größer ausfallen als die entsprechenden Gewinne. Dieses Muster unterstreicht eine robuste saisonale Schwäche, die insbesondere nach den Quartalszahlen an Bedeutung gewinnen kann.
Der Optionsmarkt preist für die anstehenden Q4-Zahlen eine Bewegung von rund ±6,76 % ein, was einer erwarteten Kursspanne von etwa ±45 US-Dollar entspricht. Diese implizite Volatilität signalisiert, dass Marktteilnehmer mit einer spürbaren Reaktion auf die Zahlen rechnen – sowohl nach oben als auch nach unten. Gerade in Kombination mit der aktuell engen charttechnischen Lage rund um die 200-Tage-Linie erhöht dies die Wahrscheinlichkeit für eine richtungsentscheidende Bewegung nachbörslich.
Die Wall Street zeigt sich überwiegend positiv gestimmt. Von 45 befragten Analysten sprechen sich 38 für „Buy“ aus, während nur wenige zu Halten oder Verkaufen raten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 821 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 22 % gegenüber dem aktuellen Kursniveau entspricht. Die Spanne der Schätzungen bleibt allerdings breit, was die Unsicherheit rund um Wachstum, Margen und Investitionen in KI und Metaverse widerspiegelt.
Gelingt Meta nach den Zahlen ein nachhaltiger Ausbruch über die 200-Tage-Linie bei 678,46 US-Dollar, würde sich das technische Bild deutlich aufhellen. In diesem Fall rückt zunächst das Dezemberhoch bei 711 US-Dollar als nächstes Kursziel in den Fokus.
Stopp: Unterhalb von 660 US-Dollar (Dezember-Schlusskurs)
Scheitert die Aktie erneut an der 200-Tage-Linie und fällt anschließend unter das Dezembertief bei 637,55 US-Dollar, dürfte sich der Verkaufsdruck spürbar erhöhen. In diesem Szenario wären Anschlussbewegungen in Richtung der Unterstützungszone zwischen 605 und 581 US-Dollar möglich.
Stopp: Oberhalb von 685 US-Dollar
Hinweis: Frühere Wertentwicklungen oder Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.