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Rohstoffe

Erdgaspreis stürzt ab: EU-TTF Future fällt rund 9 % – Trendkanal gebrochen

Der europäische Erdgaspreis rutscht kräftig ab: Der EU-TTF-Future für Juni 2026 verliert rund 9 % und fällt in Richtung 42 Euro. Nach dem Bruch des kurzfristigen Trendkanals rückt nun die Marke von 44 Euro in den Fokus.

Erdgaspreis stürzt ab: EU-TTF Future fällt rund 9 % – Trendkanal gebrochen Quelle: Adobe

Written by

Salah-Eddine Bouhmidi

Salah-Eddine Bouhmidi

Head of Markets bei IG Europe

Veröffentlicht am

Der Erdgaspreis bricht ein – und ausgerechnet geopolitische Entspannungshoffnungen könnten jetzt den nächsten Abwärtsschub auslösen.

Die drei wichtigsten Punkte

  • 1. Friedenshoffnungen drücken den Energiekomplex:
    Die Aussicht auf eine mögliche Annäherung zwischen den USA und Iran belastet Energiepreise. Reuters berichtet unter Berufung auf Axios, dass beide Seiten an einem Memorandum zur Beendigung des Krieges arbeiten; abgeschlossen ist ein Deal aber noch nicht.
  • 2. EU-TTF rutscht kräftig ab:
    Der europäische Gaspreis fällt intraday deutlich. Auch externe Marktdaten zeigen am 6. Mai 2026 einen scharfen Rückgang beim TTF-Gaspreis auf rund 40,92 Euro/MWh.
  • 3. Charttechnisch ist die Lage angeschlagen:
    Im Stundenchart wurde der zuvor steigende Trendkanal nach unten verlassen. Solange der Erdgaspreis nicht nachhaltig über 44 Euro zurückkehrt, bleibt das Risiko eines weiteren Abverkaufs erhöht.

Warum fällt der Erdgaspreis gerade?

Der Erdgaspreis reagiert empfindlich auf die geopolitische Nachrichtenlage rund um Iran, den Nahen Osten und die Straße von Hormus. Eine Entspannung würde aus Marktsicht das Risiko für LNG-Transporte und Energieversorgung senken. Genau diese Hoffnung scheint aktuell eingepreist zu werden. Reuters hatte bereits am Vortag berichtet, dass europäische Gaspreise nachgaben, nachdem US-Schritte rund um die Straße von Hormus die Sorgen am Markt etwas beruhigten.

Für den EU-TTF Future Juni 2026 bedeutet das: Der Markt preist aktuell weniger geopolitische Risikoprämie ein. Der Preisrutsch um rund 9 % zeigt, wie stark die Nervosität zuvor in den Gaspreis eingearbeitet war.

Auch langfristig bleibt Erdgas ein geopolitisch wichtiger Rohstoff. Die größten Erdgasproduzenten der Welt – allen voran die USA, Russland und Iran – prägen das globale Angebot, während LNG die internationalen Handelsströme zunehmend verändert. Wer den aktuellen Preisrutsch beim EU-TTF-Future einordnen möchte, sollte daher nicht nur auf die Charttechnik, sondern auch auf die globale Angebotsseite blicken. Mehr dazu: Die größten Erdgasproduzenten der Welt 2026

Chartanalyse: Rückkehr über 44 Euro wird jetzt entscheidend

Technisch ist der Bruch des Aufwärtstrendkanals im Stundenchart das zentrale Signal. Der Bereich um 44 Euro wird nun zur wichtigen kurzfristigen Marke. Gelingt eine schnelle Rückkehr darüber, könnte der Ausbruch nach unten zunächst als Fehlsignal gewertet werden.

Scheitert die Erholung jedoch unterhalb von 44 Euro, bleibt der Abwärtsdruck dominant. In diesem Fall wäre ein weiterer Fortsetzungsschub nach unten möglich – insbesondere dann, wenn die Nachrichtenlage rund um Iran weiter auf Entspannung hindeutet.

Stundenchart Erdgaspreis - Bruch mit Trendkanal Quelle: IG Handelsplattform
Stundenchart Erdgaspreis - Bruch mit Trendkanal Quelle: IG Handelsplattform

Fazit: Erdgaspreis bleibt nach dem Einbruch anfällig

Der Erdgaspreis steht kurzfristig klar unter Druck. Die Kombination aus geopolitischer Entspannungshoffnung und technischem Trendbruch macht den EU-TTF Future Juni 2026 anfällig für weitere Verluste. Entscheidend ist jetzt die Zone um 44 Euro: Erst eine nachhaltige Rückeroberung würde das charttechnische Bild wieder stabilisieren. Solange das nicht gelingt, bleibt die Unterseite im Fokus.

Erdgaspreis EU TTF: Entwicklung der letzten fünf Jahre 

Erdgaspreis letzten 5 Jahre 2021 bis 2026 Quelle: TradingView
Erdgaspreis letzten 5 Jahre 2021 bis 2026 Quelle: TradingView

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