DAX - Intraday
Der DAX handelt an zentralen Entscheidungszonen. Die Overnight-Range und ein markanter Schlusskurs-Cluster definieren heute den kurzfristigen Bias und die relevanten Handelsmarken.
Overnight-Low bei 24.205 Punkten bleibt die zentrale Unterstützung – ein Bruch würde den Abwärtsimpuls bestätigen.
Schlusskurs-Cluster um 24.610 Punkte (Tag, Woche, Monat) entscheidet über Akzeptanz oder Ablehnung höherer Kurse.
Overnight-High bei 24.500 Punkten markiert den oberen Rand des heutigen Handelsrahmens.
Der DAX startet in den heutigen Handel in einem technisch sensiblen Umfeld. Die Kursbewegung wird maßgeblich durch die Overnight-Range sowie mehrere übergeordnete Referenzpunkte geprägt, die sich aktuell zu klaren Entscheidungszonen verdichten. Nach dem jüngsten Rücksetzer bleibt der Markt anfällig für weitere Abgaben, solange keine nachhaltige Rückeroberung zentraler Preisbereiche gelingt.
Im FDAX wurde während der Overnight-Session ein Hoch bei 24.590 Punkten sowie ein Tief bei 24.294 Punkten ausgebildet. Unter Berücksichtigung der aktuellen Basis von 89 Punkten zwischen FDAX und DAX ergibt sich für den Kassamarkt ein Overnight-High bei rund 24.501 Punkten und ein Overnight-Low bei etwa 24.205 Punkten. Diese Spanne definiert zum Handelsstart den kurzfristigen Bewegungsrahmen und dient als primärer Referenzbereich für die weitere Entwicklung.
Die bisherige Erholung innerhalb dieser Range wirkt korrektiv und deutet noch nicht auf eine nachhaltige Trendwende hin. Entsprechend bleibt die Marktstruktur fragil, solange sich der DAX innerhalb dieser Zone bewegt.
Besonders auffällig ist der Bereich um 24.610 Punkte. Hier liegen nahezu deckungsgleich der Schlusskurs des Vortages bei 24.612 Punkten sowie die Schlusskurse der Vorwoche und des Vormonats bei jeweils 24.616 Punkten. Diese enge Bündelung mehrerer Zeitebenen macht den Bereich zu einer zentralen Akzeptanz- beziehungsweise Ablehnungszone.
Solange der DAX unterhalb dieses Schlusskurs-Clusters handelt, ist davon auszugehen, dass höhere Kurse vom Markt bislang nicht akzeptiert werden. Erst eine nachhaltige Rückeroberung dieses Bereichs würde das kurzfristig negative Bild spürbar aufhellen und Raum für weitergehende Erholungsbewegungen eröffnen.
Ein Long-Szenario ergibt sich, wenn der DAX das Overnight-Low bei 24.205 Punkten verteidigen kann und es zu einer Stabilisierung oberhalb dieser Marke kommt. Gelingt im Anschluss die Rückeroberung des Schlusskurs-Clusters um 24.610 Punkte, würde sich der kurzfristige Bias neutralisieren. In diesem Fall rücken zunächst die Range-Mitte sowie das Overnight-High bei rund 24.500 Punkten in den Fokus. Solange diese Rückeroberung jedoch ausbleibt, sind Long-Positionen eher als korrektive Trades einzuordnen.
Auf der Unterseite bleibt der Short-Bias aktiv, solange der DAX unterhalb des Bereichs um 24.610 Punkte notiert. Ein erneuter Bruch des Overnight-Lows bei 24.205 Punkten würde die Wahrscheinlichkeit einer Trendfortsetzung nach unten erhöhen. In diesem Szenario sind weitere Abgaben in Richtung der Zone um 24.100 Punkte sowie der psychologisch wichtigen Marke bei 24.000 Punkten möglich. Erholungen, die unterhalb der Range-Mitte scheitern, sind dabei weiterhin als potenzielle Short-Gelegenheiten zu bewerten.