Die Grundlagen der technischen Analyse

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Auswahl der Analyse-Tools

Nun da wir einige der wichtigsten Tools und Methoden kennengelernt haben, die technische Analysten häufig verwenden, beschäftigen wir uns abschließend damit, wie Sie vorgehen, um die Tools und Methoden auszuwählen, die Sie für Ihr Trading verwenden möchten.

Welche gleitenden Durchschnitte sollte ich verwenden?

Wie im letzten Abschnitt beschrieben, kann die Verwendung von mehreren gleitenden Durchschnitten zur gleichen Zeit verschiedenste Trading-Signale erzeugen. Daher ist wichtig, dass Sie die auswählen, die zur Situation und Ihrem Handelsstil passen. Denken Sie daran, dass kürzere (schnellere) gleitende Durchschnitte sich näher am Kurs bewegen, sodass es wahrscheinlicher ist, dass Sie Trends oder Umkehrungen früh erkennen. Zugleich besteht dann aber auch das erhöhte Risiko, dass Sie von falschen Signalen und Fakeouts beeinflusst werden.

EMAs gewichten Preisbewegung der näheren Vergangenheit stärker als MAs und reagieren daher schneller auf Preisänderungen. Zugleich sind sie aber anfälliger für kurzfristige Kursspitzen.

Am besten experimentieren Sie mit verschiedenen gleitenden Durchschnitten, um die zu finden, die am besten geeignet sind – basierend auf der Art der Signale, nach denen Sie Ausschau halten und ob Sie kurz- oder langfristigen Handel betreiben. Es ist jedoch ratsam, zuerst die beliebtesten Perioden zu betrachten, da gilt: je mehr Trader diese Level verwenden, desto wahrscheinlicher bewahrheiten sie sich.

Wenn beispielsweise genug Trader glauben, dass der einfache gleitende 50-Tage-MA eines Vermögenswerts sich als starkes Widerstandslevel erweisen wird und sich beim Erreichen zum Verkauf entscheiden, dann wird der Preis tatsächlich nach unten gedrückt, als Folge dieses Verkaufsdrucks.

Die beliebtesten Perioden für gleitende Durchschnitte sind:

Zusammenführung

Diese grundlegende Einführung in die technische Analyse hat sich mit einigen Chart-Mustern, Candlestick-Mustern und einem technischen Indikator im Detail beschäftigt. Sogar mit diesem begrenzten Wissen zum Thema können Sie bereits viele Trading-Signale auf nahezu allen Charts finden, die Sie betrachten. Trotzdem war das noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs der verfügbaren Methoden und Indikatoren. Wie wählen Sie also die besten aus?

Wie bereits erwähnt, ist kein Indikator, kein Muster und keine Methode immer zuverlässig. Falsche Signale werden ständig abgegeben. Am besten versuchen Sie für eine funktionierende technische Analyse herauszufinden, wann Sie einem Signal trauen können und wann (und warum) falsche Signale auftreten. Sie können dies tun, indem Sie beobachten, wie der Markt in verschiedenen Situationen reagiert und indem Sie Methoden wie Trendanalysen mit gleitenden Durchschnitten, Chart-Mustern und anderen Indikatoren kombinieren.

Je mehr Methoden Sie kennen, desto größer ist Ihr Repertoire, aus dem Sie Trading-Strategien auswählen können. Es ist jedoch auf keinen Fall unbedingt notwendig, alle wichtigen Indikatoren zu kennen. Alles hängt von Ihnen und Ihrem Handelsstil ab. Manche Trader verwenden beispielsweise ausschließlich Unterstützungs- und Widerstandslevels, während andere eine große Anzahl komplexer Indikatoren kombinieren.

Sie finden heraus, was zu Ihnen passt, indem Sie es ausprobieren. Wir empfehlen, diese Methoden zunächst auf einer Demo-Plattform zu üben.

Zusammenfassung dieser Lektion

  • MAs und EMAs können für sich genommen jeweils nützlich sein, sie sind aber noch hilfreicher, wenn sie in Kombination verwendet oder mit anderen Methoden der technischen Analyse kombiniert werden.
  • Bedenken Sie, dass kein technischer Indikator, kein Muster und keine Methode immer absolut sicher sein wird und seien Sie sich falscher Signale bewusst.
  • Statt jeden verfügbaren technischen Indikator einwandfrei beherrschen zu wollen, sollten Sie sich Zeit nehmen und Wege entdecken, wie Sie verschiedene Tools der Analyse für sich nutzen können.
Lektion abgeschlossen