Vorstellen der Finanzmarkte

Lektion 4 von 10

Handel mit Aktien

Wie werden Aktien gehandelt?

Die meisten wichtigen Aktien werden auf dem Aktienmarkt gehandelt. Dies ist ein allgemeiner Begriff für ein globales Netzwerk aus spezifischen Börsen, an denen Aktien an- und verkauft werden. 

Die meisten deutschen Aktien werden beispielsweise an der Frankfurter Börse gehandelt, die meisten britischen Aktien an der Londoner Börse (London Stock Exchange, LSE), die meisten Aktien der USA hingegen an der Wall Street in New York (New York Stock Exchange, NYSE) oder an der NASDAQ. 

Diese Börsen sind hochgradig regulierte Märkte, an denen Käufer und Verkäufer zusammenkommen, um Aktienhandelsgeschäfte auszuhandeln. Nur bestimmte fachkundige Personen sind für den physischen Handel an der Börse selbst zugelassen. Daher brauchen Anleger in der Regel einen Börsenmakler als Mittelsmann. Dieser wird im Fachjargon oft als Broker bezeichnet. 

Übung

Wählen Sie das Land aus, in dem die jeweilige Börse ihren Sitz hat:

LSE?
  • a USA
  • b Spanien
  • c Großbrtannien
  • d Kanada

Richtig

Falsch

LSE = London Stock Exchange → Großbrtannien
Prüfen

Übung

Wählen Sie das Land aus, in dem die jeweilige Börse ihren Sitz hat:

BME?
  • a USA
  • b Spanien
  • c Großbritannien
  • d Kanada

Richtig

Falsch

BME = Bolsa de Madrid → Spanien
Prüfen

Übung

Wählen Sie das Land aus, in dem die jeweilige Börse ihren Sitz hat:

NYSE?
  • a USA
  • b Spanien
  • c Großbritannien
  • d Kanada

Richtig

Falsch

NYSE = New York Stock Exchange → USA
Prüfen

Übung

Wählen Sie das Land aus, in dem die jeweilige Börse ihren Sitz hat:

TSX?
  • a USA
  • b Spanien
  • c Großbritannien
  • d Kanada

Richtig

Falsch

TSX = Toronto Stock Exchange → Kanada
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Was ist ein Börsenmakler?

Der Börsenmakler hat die Aufgabe, Aktien für seine Kunden zu kaufen und zu verkaufen. Traditionell müsste ein Privatanleger seinen Börsenmakler anrufen. Dieser würde die Handelsanweisungen dann an einen qualifizierten Händler an der Börse weiterleiten. Heute wird dieser Prozess jedoch fast immer über das Internet ausgeführt. 

Es gibt drei Hauptarten von Börsenmaklern: 

Komplettservice (Fremdverwalter)

Erstellt eine Strategie auf Basis der Anlageziele des Kunden und führt diese aus. Im Rahmen dieser Strategie führt er Handelsgeschäfte für den Kunden aus. 
Hohe Provision

Beratung

Bietet Anlageberatung und empfiehlt spezifische Handelsgeschäfte, überlässt die endgültige Entscheidung jedoch dem Kunden. 
Mittlere Provision

Beratungsfrei

Führt lediglich die Handelsanweisungen des Kunden aus, in der Regel über eine Online-Plattform. Bietet keine Beratung. 
Geringe Provision

Bei der Auswahl eines Börsenmaklers ist es wichtig, dass Sie Ihre eigenen Marktkenntnisse sowie Ihr Zeitbudget für die Überwachung Ihres Portfolios berücksichtigen. 

Handelszeiten

Aktien werden nur während der Öffnungszeiten der jeweiligen Aktienbörse gehandelt. Hier sehen Sie die Öffnungs- und Schlusszeiten einiger wichtiger Börsen (Britische Zeit, April – Oktober. Aufgrund der Zeitumstellung unterscheiden sich die Öffnungszeiten während des übrigen Jahres):  

Wie werden Aktien an einer Börse notiert?

Kapitalgesellschaften befinden sich entweder in Privatbesitz oder in öffentlichem Eigentum (Aktiengesellschaften). 

Eine private Kapitalgesellschaft ist nicht an einer großen Börse notiert. Daher müssten Sie die Eigentümer in der Regel direkt kontaktieren, um Gesellschaftsanteile zu kaufen. Selbst dann sind diese nicht im Geringsten verpflichtet, diese zu verkaufen.

Möchten die Eigentümer hingegen „an die Börse gehen“, um Kapital einzuwerben oder das Ansehen des Unternehmens zu stärken, so müssen sie einen Börsengang (Initial Public Offering, IPO) durchführen. Nach einem Börsengang werden die Aktien des Unternehmens an einer Aktienbörse notiert und gewöhnliche Anleger können diese kaufen und verkaufen. 

Börsennotierte Unternehmen haben oft viel mehr Aktionäre als private Kapitalgesellschaften und müssen wesentlich strengere Vorschriften erfüllen. Die genauen Vorschriften unterscheiden sich tendenziell je nach Börse. Im Allgemeinen müssen Aktiengesellschaften einen Verwaltungsrat ernennen (in Deutschland einen Vorstand und einen Aufsichtsrat) und mindestens zweimal jährlich detaillierte Informationen über ihre Finanzen veröffentlichen. 

Dividenden

Ein wesentlicher Vorteil einer Anlage in Aktien sind die potenziellen Dividenden. 

Eine Dividende ist ein Geldbetrag, der an die Aktionäre ausgezahlt wird und eine anteilige Umlage der Gewinne des Unternehmens darstellt. 

Wenn ein Unternehmen Gewinne erwirtschaftet, muss die Geschäftsleitung entscheiden, wie viel davon wieder in das Geschäft investiert wird und wie viel als Dividende an die Aktionäre ausgezahlt, d. h. ausgeschüttet, wird. 

Dividenden sind eine Möglichkeit, wie die Anleger Erträge beziehen können, selbst wenn der Aktienkurs nicht sonderlich steigt. Unternehmen, die schnell expandieren, bieten normalerweise keine Dividenden an, sondern investieren stattdessen ihre gesamten Gewinne wieder in das Unternehmen, um ihr Wachstum zu finanzieren. Das lohnt sich für die Aktionäre, weil sie langfristig einen höheren Aktienkurs erwarten können. 

Zusammenfassung dieser Lektion

  • Die meisten Aktien werden an den wichtigsten Aktienbörsen gehandelt. 
  • Anleger müssen für den Handel mit Aktien in der Regel die Dienste eines Börsenmaklers in Anspruch nehmen.
  • Ein Börsengang ist, wenn eine private Kapitalgesellschaft zum ersten Mal Aktien zum Verkauf für die Öffentlichkeit anbietet.
  • Eine Dividende ist ein Anteil an den Gewinnen eines Unternehmens. 
Lektion abgeschlossen