Einen Markt für den CFD-Handel auswählen

Lektion 4 von 6

CFD-Handel auf Forex

Anstatt eine Währung für eine andere Währung physisch zu kaufen oder zu verkaufen, treffen Sie beim Eingehen einer Forex-Position mit einem CFD eine Vereinbarung über den Austausch der Kursdifferenz eines Währungspaares von der Eröffnung bis zur Schließung Ihres Trades.

Forex-CFD-Kurse basieren auf dem zugrunde liegenden Markt, wobei der Spread des Anbieters an diese Kurse gebunden ist. Diese Kurse werden in demselben Format angezeigt, das Sie auch bei einer Forexbörse sehen würden, z. B. 1,278657.

Standard-Forex-CFD-Kontrakte haben einen Wert von 100.000 Einheiten der erstgenannten Währung im Paar, während Mini-Forex-Kontrakte einen Wert von 10.000 Einheiten haben.

Preisgestaltung

Ein wichtiger Punkt, den beim Handel mit CFDs auf dem Forexmarkt zu beachten sollten, ist, wie Ihr Anbieter die Kurse erhält.

Da Forex ein Over-the-Counter-Markt (OTC) ist, gibt es keine zentrale Börse für den Handel. Daher gibt es auch keine standardisierten Kurse für Forex-Transaktionen und keine offiziellen Werte, die CFD-Anbieter für ihre eigenen Kurse heranziehen können.

Stattdessen beziehen die Anbieter die Kurse in der Regel von einer der großen Forex-Handelsbanken (z. B. Barclays, Deutsche Bank, JPMorgan, UBS). Einige beziehen sie sogar von einer Reihe verschiedener Banken, aus denen sie die besten Kauf- und Verkaufskurse auswählen. Je mehr Banken Ihr Anbieter heranzieht, desto wettbewerbsfähiger dürften die Forex-Kurse sein.

Forex-Spreads

Sobald Ihrem Anbieter der zugrunde liegenden Kurs vorliegt, wird er einen Spread hinzuaddieren, um seine eigenen Kurse zu ermitteln. Dieser Spread ist in der Regel variabel, vor allem, weil der Spread zwischen dem Kauf- und Verkaufskurs auf dem zugrunde liegenden Markt ebenfalls variabel ist, und kann sich daher im Laufe des Handelstages je nach Volatilität und Liquidität des zugrunde liegenden Marktes ändern.

Deshalb beziehen sich die Anbieter bei der Werbung für ihre Forex-Kurse oftmals auf eine Reihe verschiedener Begriffe, zum Beispiel:

  • Mindestspread – der engste Spread, den ein Anbieter anbieten kann
  • Typischer Spread – der am häufigsten angewendete Standard-Handelsspread
  • Durchschnittlicher Spread – der durchschnittliche Spread über einen bestimmten Zeitraum
  • Fester Spread – ein Spread, der nicht variabel ist und normalerweise über einen bestimmten Zeitraum angewendet wird
  • Gedeckelter Spread – ein Spread, der variiert, aber nur bis zu einem vordefinierten Maximum

Um die Dinge so einfach wie möglich zu halten, werden die meisten Anbieter nur zwei oder drei der oben genannten Möglichkeiten nutzen. So präsentiert IG seine Forex-Spreads für einige der wichtigsten Währungspaare:

FX-Paar Mindestspread Standardspread
AUD/USD 0,6 1,33
EUR/USD 0,6 1,13
GBP/USD 0,9 2,38
USD/CAD 1,3 2,46
USD/CHF 1,5 2,29
USD/JPY 0,7 1,26

Der Spread kann unter bestimmten Marktbedingungen größer werden als der notierte typische Spread. Wenn ein Forex-Paar besonders liquide ist und es unwahrscheinlich ist, dass es zu starken Kursschwankungen kommt, wird ein Anbieter in der Regel nur einen geringen Spread hinzuaddieren. Je weniger liquide und volatiler der Markt wird, desto breiter kann der Spread werden.

Wenn Sie einen Trade platzieren, möchten Sie natürlich den engstmöglichen Spread finden, denn je enger der Spread, desto weniger muss sich der Markt zu Ihren Gunsten bewegen, damit Ihr Trade profitabel wird. Sie müssen daher überlegen, wann und unter welchen Bedingungen Sie Ihre Forex-Positionen eröffnen und schließen möchten, da breitere Spreads einen erheblichen Einfluss auf die Rentabilität Ihrer Trades haben können.

Hebelwirkung

Wenn Sie CFDs auf Forex handeln, müssen Sie eine Marginzahlung leisten, die möglicherweise nur einen kleinen Teil des Wertes der Währung ausmacht, auf die Sie handeln. Denken Sie jedoch daran, dass Ihr potenzieller Verlust viel größer sein kann.

Zusammenfassung dieser Lektion

  • Ein CFD ist eine Vereinbarung über den Austausch der Kursdifferenz eines Währungspaares von der Eröffnung bis zur Schließung Ihrer Position
  • Forex ist ein Over-the-Counter-Markt, was bedeutet, dass es keine Börse gibt, von der Ihr Anbieter seine Kurse beziehen kann
  • Statt standardisierter Kurse beziehen die Anbieter die Kurse von einer oder mehreren großen Forex-Handelsbanken
  • Je mehr Banken Ihr Anbieter heranzieht, desto wettbewerbsfähiger dürften die Forex-Kurse sein
  • Der Spread bei Forex kann im Laufe des Tages variieren, je nach Volatilität und Liquidität des Marktes
  • Je weniger liquide und volatiler ein Markt ist, desto breiter ist tendenziell der Spread
  • Wenn Sie mit Forex-CFDs handeln, brauchen Sie nur eine kleine Einzahlung im Verhältnis zum vollen Wert der Position zu leisten
Lektion abgeschlossen