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Traden Sie mit klarem Kopf

Wie wirkt sich die Psychologie auf das Trading aus? Erfahren Sie mehr über jene Faktoren, die Entscheidungen im Bereich Finanzen beeinflussen können - Persönlichkeit, Emotionen und Stimmungen, Vorurteile und sozialer Druck -und lassen Sie sich von Experten und Tradern über die Herausforderungen informieren, welche die Psychologie mit sich bringen kann.

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Persönlichkeit

Unter Persönlichkeit wird die Kombination von Merkmalen verstanden, welche die unverwechselbare Identität eines jeden Traders ausmachen. Die Merkmale der Persönlichkeit eines Traders verleiten ihn zu bestimmten Verhaltensweisen im Bereich Finanzen, bestimmen dessen Performance und die Anfälligkeit für andere psychologische Einflüsse. Als die fünf Schlüsselbereiche der Persönlichkeit gelten: Disziplin, Entschlossenheit, Geduld, Rationalität und Vertrauen.

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Sozialer Druck

Sozialer Druck sind externe Faktoren, die einen direkten Einfluss auf die Psychologie eines Traders haben können und ihn ermutigen, seine Einstellungen, Werte und Verhaltensweisen zu ändern. Der soziale Leistungsdruck kann Fehler verursachen und dazu führen, dass Trader größere Risiken eingehen. Entdecken Sie die Auswirkungen von Herden-Verhalten, Gerüchten, Nachrichten und Wettbewerb auf das Verhalten der Trader.

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Verhaltensmuster

Verhaltensmuster sind unbewusste, aber systematische Denkweisen, die auftreten können, wenn das Gehirn auf eine mentale Abkürzung zurückgreift. Verhaltensmuster können sich auf die Art und Weise, wie Trader Entscheidungen treffen und umsetzen, auswirken. Entdecken Sie sechs Verhaltensmuster, die Trader beeinflussen können: Verfügbarkeitsverzerrung, Anchoring, Rückschaufehler, Bestätigungsfehler, Verlustaversion und den Spielerfehlschluss.

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Emotionen und Stimmung

Emotionen sind chemische Veränderungen im Nervensystem, die eine sofortige Reaktion auf ein Ereignis hervorrufen, während Stimmungen ein Nebenprodukt unserer Emotionen sind, die viel länger anhalten können. Die emotionale Verfassung eines Traders kann einen wesentlichen Einfluss darauf haben, wie er auf bestimmte Umstände und Auslöseimpulse (engl. Trigger) reagiert. Erfahren Sie mehr über die Psychologie der Angst, Gier, Hoffnung, Frustration und Langeweile und welche Auswirkungen sie auf die Performance eines Traders haben können.

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Rationalität

Was bedeutet Rationalität beim Traden?

Rationalität beim Traden ist die Fähigkeit, Entscheidungen so zu treffen, dass Sie auf Grundlage der verfügbaren Informationen das bestmögliche Ergebnis erreichen. Rationale Entscheidungen zielen auf eine Maximierung des Vorteils und eine Minimierung der Verluste ab.

Obwohl es bei Rationalität grundsätzlich nur darum geht, das optimale Ergebnis zu erzielen, haben Studien schnell darauf hingewiesen, dass dies nicht immer nur bedeutet, Geld zu verdienen – eine rationale Entscheidung kann auch die Minimierung von Verlusten oder sogar das Akzeptieren eines Verlusts einschließen.1

Wie können Trader rationale Verhaltensweisen sicherstellen?

Eine gängige Art und Weise, rationale Entscheidungsfindungen zu verbessern, ist das Üben mit einem Demo-Account. Damit haben Sie die Möglichkeit, das Traden zu üben und Ihre Strategie zu testen, ohne dabei echtes Geld aufs Spiel zu setzen.

Mit einem Demo-Account können Sie sich mit den Marktdynamiken vertraut machen, sodass Sie nicht von Angstgefühlen überwältigt werden, wenn Sie mit echtem Geld zu handeln beginnen. Dadurch sind Sie in der Lage, rationaler zu traden.

Das sollten Sie beachten...

Üben Sie das Traden in einer risikofreien Umgebung mit einem IG Demo-Account. 1Pastor and Veronesi, 2009

Weiterführende Artikel

Angst

Angst kann Trader dazu verleiten, Positionen zu früh zu schließen und Gewinne zu verpassen.

Spielerfehlschluss

Spielerfehlschluss kann dazu führen, dass Trader ihre Entscheidungen auf irrationale Überzeugungen stützen.

Herdenverhalten

Herdenverhalten kann dazu führen, dass Trader aus Angst vor dem Verpassen eines Trends Entscheidungen treffen.

Entschlossenheit

Was bedeutet Entschlossenheit beim Traden?

Entschlossenheit beim Traden bedeutet, die Fähigkeit zu haben, Möglichkeiten zu erkennen und effektiv zu handeln. Dies umfasst auch Entscheidungen dahingehend, wann man Trades eröffnet und schließt, die Integration neuer Informationen in einen Plan, und das Lernen aus Fehlern.

Laut einer Umfrage von IG vertrauen 27 % der Anleger in Sachen Geld auf ihr Bauchgefühl. Die Forschungsergebnisse von Gollwitzer haben jedoch gezeigt, dass schlecht informierte Entscheidungen zu extremen Risiken führen, da sie eine Diskrepanz zwischen dem eigentlichen Plan und seiner Ausführung verursachen1. Auch wenn es wichtig ist, schnell zu handeln, ist es ebenso wichtig sicherzustellen, dass man sämtliche zur Verfügung stehende Informationen nutzt, um sich die bestmögliche Ausgangslage für rationale Entscheidungen zu schaffen.

Wie können sich Trader Entschlossenheit aneignen?

Das beste Vorgehen zur Aneignung einer entschlossenen Verhaltensweise ist die Festlegung einer geeigneten Trading-Strategie. Diese muss die wichtigen Informationen Ihrer technischen und Fundamentalanalyse hervorheben, bevor Sie einen Trade eröffnen. Damit sind Sie in der Lage, geeignete Eintritts- und Ausstiegspunkte zu erkennen, bevor Sie mit dem Traden beginnen. Auf diese Weise stellen Sie zudem sicher, dass Ihre Entscheidungen auf einer soliden Grundlage aus historischen Daten und Trends getroffen wird, und nicht aus einem Bauchgefühl heraus.

Bei der technischen Analyse werden Indikatoren zur Untersuchung von Signalen und Trends eingesetzt. Die daraus gewonnenen Daten werden dann zur Festlegung von Einstiegs- und Ausstiegspunkten sowie zur Platzierung von Stops und Limits herangezogen. Bekannte technische Analysetools sind beispielsweise Fibonacci-Retracements, gleitende Mittelwerte und Bollinger-Bänder. Wenn Sie sich für die Fundamentalanalyse entscheiden, evaluieren Sie makroökonomische Daten, Geschäftsberichte von Unternehmen und die Nachrichten, um festzulegen, wie und wann Sie traden.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie genügend Disziplin zur Einhaltung vorher festgelegter Entscheidungen haben, ist vielleicht die Automatisierung Ihrer Trading-Strategie eine gute Idee. Hierbei legen Sie die Parameter Ihrer Order fest. Dann wird mit einem Algorithmus der Markt analysiert und etwaige Möglichkeiten genutzt, sobald diese sich ergeben.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mehr über die technische Analyse mit dem Online-Kursangebot der IG Academy. 1Gollwitzer, 2012

Weiterführende Artikel

Angst

Angst kann Trader dazu verleiten, Positionen zu früh zu schließen und Gewinne zu verpassen.

Verfügbarkeitsverzerrung

Eine Verfügbarkeitsverzerrung kann dazu führen, dass Trader auf Informationen reagieren, die zwar leichter zugänglich, jedoch weniger verlässlich sind.

Herdenverhalten

Herdenverhalten kann dazu führen, dass Trader aus Angst vor dem Verpassen eines Trends Entscheidungen treffen.

Selbstvertrauen

Was bedeutet Selbstvertrauen im Trading?

Selbstvertrauen beim Traden bedeutet, dass man auf seine eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse vertraut. Jeder Trader benötigt ein gewisses Selbstvertrauen, um seine Möglichkeiten zu entdecken und zu nutzen und um sich nach Rückschlägen zu erholen.

Laut einer Umfrage von IG sind Anleger und Trader bei Finanzentscheidungen selbstbewusster als Nicht-Anleger. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen Selbstvertrauen und Selbstüberschätzung, sprich, der unrealistischen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Laut den Forschungsergebnissen von Dorn und Huberman schätzten sich bei einer Umfrage unter 1345 deutschen Anlegern diejenigen als überdurchschnittlich sachkundig ein, die zu exzessivem Kaufen und Verkaufen von Vermögenswerten neigen1. Dieses Verhalten kann zu Verlusten und Entscheidungen führen, die aufgrund von Angst und nicht auf der Grundlage einer Recherche getroffen werden.

Jeder Trader wird einmal Verluste einfahren, aber selbstbewusste Trader wissen, dass jeder mal einen schlechten Tag hat. Sie zeichnen sich insbesondere dadurch aus, indem sie lernen, diese Verluste zu minimieren.

Wie können Trader Selbstvertrauen aufbauen?

Die beste Möglichkeit, als Trader Selbstvertrauen aufzubauen, ist das Üben mit einem Demo-Account. Damit können Sie Ihre Trading-Strategie in einer risikofreien Umgebung mit virtuellem Geld testen. Alternativ können Sie auch einen Backtest Ihrer Strategie durchführen. Nehmen Sie hierzu einige reale Daten von ausgewählten Märkten und vergleichen Sie Ihre Strategie damit.

Mit beiden Methoden können Sie Selbstvertrauen in die Leistung Ihrer Strategie aufbauen, ohne tatsächlich Kapital dafür aufzuwenden. Es ist jedoch wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass beide Methoden den Echtzeit-Markt nicht perfekt widerspiegeln, da beim Ausführen der Trades Faktoren wie beispielsweise Liquidität nicht immer berücksichtigt werden.

Zur Vermeidung von Selbstüberschätzung sollten Sie immer daran denken, dass man nie ausgelernt hat und seinen Erfahrungshorizont immer weiter ausbauen kann. Sogar die erfahrensten Trader können noch dazu lernen und ihre Strategien weiterentwickeln.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mehr über Backtesting Ihrer Strategie mit dem Online-Kursangebot der IG Academy. 1Dorn and Huberman, 2003

Weiterführende Artikel

Entschlossenheit

Schlechte Entscheidungsfindung kann dazu führen, dass Trader ein übermäßiges Risiko eingehen.

Gerüchte

Gerüchte führen oft dazu, dass einzelne Trader auf der Grundlage unzuverlässiger Informationen handeln.

Verlustaversion

Eine Verlustaversion kann dazu führen, dass Trader Verluste laufen lassen, was wiederum erzielte Gewinne erodieren könnte.

Geduld

Was bedeutet Geduld beim Traden?

Geduld ist die Fähigkeit eines Traders, auf Signale zu warten, die auf einen Markteinstieg oder -ausstieg hindeuten. Dazu gehören auch Entscheidungsfindungen, durch die sofortige Befriedigung in der Hoffnung auf einen zukünftigen Gewinn verzögert wird.

Eine Umfrage von IG hat gezeigt, dass 66 % der Teilnehmer traden oder investieren, wenn sie erkennen, dass sie eine höhere Rendite als Einsparungen erzielen können. Wenn ein Trader jedoch nicht über die Disziplin verfügt, sich an den auferlegten Handelsplan zu halten, und die Geduld nicht hat, auf die richtigen Marktumstände zu warten, kann dies großen Einfluss auf die langfristigen Ziele haben.

Eine von Freeman-Shor durchgeführte Studie hat gezeigt, dass nur 21 % der analysierten Aktienanlagen eine Rendite von über 100 % erzielen konnten, obwohl der Aktienkurs erheblich höher angestiegen war1. Das liegt daran, dass nur wenige Marktteilnehmer die Geduld aufbringen, auf einen Trend zu warten, und mit einem wesentlich geringeren Gewinn verkaufen, statt ihr eingesetztes Kapital zu riskieren.

Auch wenn es irrational ist, bei jedem Trade eine riesige Rendite zu erwarten, ist es dennoch wichtig, nicht aus Angst vor Verlusten geringe Gewinne „zu erhaschen“. Zwar erreicht man damit ein Gefühl sofortiger Befriedigung, aber es besteht das Risiko, einen viel größeren Gewinn zu verpassen.

Wie können Trader Geduld lernen?

Um Geduld zu erlernen, ist es wichtig zu verstehen, dass die gewünschte Marktbewegung nicht unbedingt sofort eintritt und auch vollständig ausbleiben kann. Mit einer entsprechenden Risikomanagementstrategie kann man seine Ungeduld jedoch sehr gut unter Kontrolle halten. Dazu gehört auch die Festlegung von Stop-Losses und Order-Limits.

Beispielsweise zieht ein Trailing-Stop-Loss automatisch immer einen bestimmten Verkaufsbetrag zu Ihrer Position nach. Damit können Sie Ihren Gewinn sichern, wenn sich der Markt für Sie positiv entwickelt. Wenn sich der Markt zu Ihren Ungunsten entwickelt, bleibt der Stop-Preis unverändert und schließt Ihre Position.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mehr über das Risikomanagement mit dem Online-Kursangebot der IG Academy.

‘The Art of Execution: How the World's Best Investors Get It Wrong and Still Make Millions, Lee Freeman-Shor (2015)

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Gier

Gier kann zu irrationalen Entscheidungen bei der Suche nach übermäßigen Gewinnen führen.

Spielerfehlschluss

Spielerfehlschluss kann dazu führen, dass Trader ihre Entscheidungen auf irrationale Überzeugungen stützen.

Herdenverhalten

Herdenverhalten kann dazu führen, dass Trader aus Angst vor dem Verpassen eines Trends Entscheidungen treffen.

Disziplin

Was bedeutet Disziplin beim Traden?

Disziplin beim Traden bedeutet, sich an Strategien zu halten, verlorene Trades aufzugeben und zum richtigen Zeitpunkt Gewinne mitzunehmen. Es ist eine Eigenschaft, die Aufmerksamkeit, emotionale Reaktion und Entscheidungsfindung steuert.

Ohne Disziplin riskieren Trader, dass Emotionen ihre Urteilskraft trüben und als Folge hohe Verluste entstehen können. Tatsächlich hat eine Studie von Lock und Mann gezeigt, dass die mittlere Haltezeit bei Verlusten viermal so lange ist wie die Haltezeit bei Gewinnen1, Diese fehlende Disziplin ist eine Ursache dafür, warum der Erfolg eines Traders in Zukunft wahrscheinlich ausbleiben wird.

Wie können Trader Disziplin lernen?

Der beste Weg, Disziplin zu erlernen, ist die Erstellung eines Handelsplans sowie die Festlegung eines Chancen-Risiko-Verhältnisses – dabei wird die durch den Trade riskierte Summe mit dem möglichen Gewinn Ihrer Position verglichen. Theoretisch könnten Sie mit dem richtigen Verhältnis mehr verlieren als Sie gewinnen, und trotzdem noch Gewinn machen. Ein Beispiel: Wenn Ihr Verhältnis 1:3 beträgt, müssen Sie nur bei drei von zehn Trades erfolgreich sein, um insgesamt Gewinn zu machen.

Laut einer Umfrage von IG glauben nur 55 % der Anleger, dass sie Disziplin haben und sich an ihre selbst auferlegten Regeln halten werden. Wenn Sie sich an Ihren Handelsplan und ihre Risikomanagementmaßnahmen halten, können Sie die Wahrscheinlichkeit großer Verluste verringern.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie, wie Sie mit dem online Kursangebot der IG Academy einen Handelsplan erstellen können. 1Lock and Mann, 2003

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Entschlossenheit

Schlechte Entscheidungsfindung kann dazu führen, dass Trader ein übermäßiges Risiko eingehen.

Anchoring

Anchoring kann Trader dazu veranlassen, sich auf eine initiale Information zu stützen.

Geduld

Geduld ist unerlässlich, um die besten Handelsbedingungen zu erreichen.

Spielerfehlschluss

Welche Auswirkungen kann der Spielerfehlschluss auf Trader haben?

Beim Trading ist der Spielerfehlschluss die Tendenz zu glauben, dass sich ein Trade aufgrund zurückliegender Ereignisse in eine bestimmte Richtung entwickeln wird, auch wenn es für diese Denkweise des Traders keinen stichhaltigen Beweis gibt. Der Begriff beschrieb ursprünglich die Neigung von Glücksspielern zu der Annahme, dass eine Wette aufgrund vorheriger Ereignisse einen bestimmten Ausgang haben wird.

Die Bedeutung dieses Begriffs lässt sich auch auf das Trading-Verhalten übertragen. Laut einer Studie von Rakesh sind 55 % der befragten Anleger der Meinung, dass ein zufälliges Ereignis erneut auftreten könnte, weil es bereits in der Vergangenheit schon einmal aufgetreten ist1. Diese Annahme kann einen Trader dazu verleiten, eine Entscheidung auf der Grundlage einer zurückliegenden Analyse zu treffen, auch wenn die Indikatoren, die in der Vergangenheit auf den Erfolg hingedeutet haben, keine relevante Erklärung für die aktuellen Marktbewegungen liefern.

Wie können Trader einen Spielerfehlschluss vermeiden?

Sie können das Risiko, auf den Spielerfehlschluss hereinzufallen, durch Entscheidungsfindungen minimieren, die auf aktuellen Analysen und einem eindeutigen Chancen-Risiko-Verhältnis basieren.Das Verhältnis stellt den potentiellen Verlust eines Trades dem möglichen Gewinn gegenüber. Dies kann Sie bei einer klaren Denkweise und Bewertung der jeweiligen Situation hinsichtlich ihrer eigenen Vorteile unterstützen und zudem die Auswirkungen von Verlusten auf Ihr Gesamtergebnis eingrenzen.

Ein Beispiel für das Chancen-Risiko-Verhältnis ist, wenn Sie bei einem Trade einen garantierten Stop bei 100 £ Verlust und ein Gewinn-Limit in Höhe von 300 £ festgelegt haben. Bei diesem Szenario würde das Chancen-Risiko-Verhältnis 1:3 betragen.

Dieses Verhältnis von 1:3 bedeutet, dass Sie bereits Gewinn machen, wenn Sie bei 30 % Ihrer Trades richtig liegen. Das heißt, wenn Sie zehn Trades platziert haben und jeweils einen Verlust von 100 £ riskieren, würden Sie bei sieben negativen Trades 700 £ verlieren. Mit den drei positiven Trades würden Sie aber 900 £ Gewinn machen. Wenn Sie natürlich ein geringeres Risiko eingehen, um einen größeren potenziellen Gewinn zu erzielen, muss sich der Markt bis zum Erreichen Ihrer maximalen Gewinnmarke wahrscheinlich weiter zu Ihren Gunsten bewegen als in umgekehrter Richtung zum maximalen Verlust.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mit der IG Academy mehr über das Chancen-Risiko-Verhältnis. 1Rakesh, 2013

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Bestätigungsfehler

Bestätigungsfehler veranlassen Trader, Informationen zu ignorieren, die nicht mit ihren Überzeugungen übereinstimmen.

Entschlossenheit

Schlechte Entscheidungsfindung kann dazu führen, dass Trader ein übermäßiges Risiko eingehen.

Verlustaversion

Inwiefern kann eine Verlustaversion Trader beeinflussen?

Die Verlustaversion ist die Präferenz zur Vermeidung von Verlusten im Vergleich zur Mitnahme der entsprechenden Gewinne. Der Begriff impliziert, dass die Verlustangst größer wiegt als die Freude über den Gewinn.

Eine Untersuchung von Odean befasste sich mit 10 000 Trading-Accounts über einen Zeitraum von 1987 bis 1993. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass aus Angst Positionen mit negativer Entwicklung über einen wesentlich längeren Zeitraum gehalten werden als Trades mit positiver Entwicklung.1

Prozentsatz der Trades, die mit Gewinn und Verlust geschlossen wurden

Die Daten von IG stützen dieses Ergebnis, denn sie zeigen, dass obwohl Trader mehr als 50 % ihrer Trades mit Gewinn schließen, sie erheblich höhere Verluste bei negativ verlaufenden Trades im Vergleich zum Gewinn bei positiv verlaufenden Trades einfahren. Dies zeigt, dass viele Trader kleinere Verluste nicht akzeptieren wollen und ihre Positionen stattdessen viel zu lange halten. Dadurch riskieren Sie den Verlust ihrer erzielten Gewinne.2

Wie können Trader die Verlustaversion verhindern?

Ein wichtiger Schritt zur Vermeidung der Verlustaversion besteht darin, die Existenz dieses Phänomens anzuerkennen. Bei der Entwicklung eines Handelsplans müssen Sie darauf achten, die Höhe des möglichen Verlusts bzw. Gewinns festzulegen. Nachdem Sie einen Handelsplan entwickelt haben, ist es wichtig, dass Sie zur Vermeidung unnötiger Verluste die erforderliche Disziplin aufbringen und sich an den Plan halten.

Eine Möglichkeit dies zu erreichen, ist die Festlegung eines entsprechenden Chancen-Risiko-Verhältnisses. Dabei wird Ihr riskiertes Kapital mit dem möglichen Gewinn in Relation gesetzt. Ein Beispiel: Wenn Ihr Verhältnis 1:3 beträgt, müssen Sie nur bei drei von zehn Trades erfolgreich sein, um insgesamt Gewinn zu machen. Mit dem richtigen Chancen-Risiko-Verhältnis können Sie sicherstellen, dass Ihre Gewinne immer mindestens so hoch wie die möglichen Verluste sind. Damit können Sie das notwendige Selbstvertrauen aufbauen, die Verlustaversion hinter sich zu lassen.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie, wie Sie mit dem Online-Kursangebot der IG Academy einen Handelsplan erstellen können. 1Odean, 2002 2Rodriguez, 2016

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Disziplin

Undiszipliniert zu sein, kann dazu führen, dass Trader an Verlusttrades zu lange festhalten.

Herdenverhalten

Herdenverhalten kann dazu führen, dass Trader aus Angst vor dem Verpassen eines Trends Entscheidungen treffen.

Spielerfehlschluss

Spielerfehlschluss kann dazu führen, dass Trader ihre Entscheidungen auf irrationale Überzeugungen stützen.

Bestätigungsfehler

Welche Auswirkungen haben Bestätigungsfehler auf Trader?

Beim Bestätigungsfehler handelt es sich um eine Tendenz bei Tradern, die Informationen, die bestehende Annahmen oder Prognosen stützen, stärker zu berücksichtigen bzw. gezielt danach zu suchen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Trader negative Nachrichten über einen Vermögenswert ignoriert, weil er der Meinung ist, dass die guten Nachrichten die schlechten Nachrichten überwiegen, auch wenn dies möglicherweise nicht der Fall ist.

Bestätigungsfehler sind mit Selbstüberschätzung verbunden, was zu schlechter Entscheidungsfindung und Überspekulation führen kann. Eine Studie von Park, Bin Gu, Kumar und Raghunathan hat ergeben, dass Trader mit höherer Tendenz zu Bestätigungsfehlern zu erheblicher Selbstüberschätzung neigen und häufiger handeln. Dadurch erzielen sie geringere Gewinne, weil sie häufiger verlieren.1 Eine Umfrage von IG hat gezeigt, dass 29 % der Trader und Anleger bei der Entscheidungsfindung auf ihr Bauchgefühl vertrauen – ein klares Zeichen von Selbstüberschätzung.

Wie können Trader Bestätigungsfehler vermeiden?

Bestätigungsfehler können vermieden werden, indem man selbst eine Analyse durchführt, unabhängig davon, ob es sich dabei um eine technische oder eine Fundamentalanalyse handelt. Natürlich sollte man sich dann auf die Korrektheit des Analyseergebnisses verlassen, selbst wenn es mit vorherigen Prognosen und vorgefassten Meinungen kollidiert.

Technische oder Fundamentalanalysen sind eine tolle Möglichkeit festzustellen, ob man einen bestimmten Vermögenswert kaufen oder verkaufen sollte, beispielsweise überbewertete Aktien oder unterbewertete Aktien. Im Vergleich zu vorgefassten Meinungen oder dem Bauchgefühl lässt sich mit einer Analyse der tatsächliche Wert eines Vermögenswerts wesentlich genauer und endgültiger ermitteln.

Es könnte sogar von Vorteil sein, aktiv nach Informationen zu suchen, die mit Ihren vorgefassten Meinungen kollidieren. Denn dies kann dem Bestätigungsfehler vorbeugen und Sie dazu zwingen, über jeden Trade in Bezug auf seine eigenen Vorzüge nachzudenken.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mehr über die technische Analyse mit dem Online-Kursangebot der IG Academy. 1Rakesh, 2013

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Selbstvertrauen

Übermäßiges Selbstvertrauen kann dazu führen, dass Trader unrealistische Einschätzungen ihrer Fähigkeiten haben.

Verlustaversion

Eine Verlustaversion kann dazu führen, dass Trader Verluste laufen lassen, was wiederum erzielte Gewinne erodieren könnte.

Rückschaufehler

Rückschaufehler können dazu führen, dass Händler fälschlicherweise Vertrauen in ihre Entscheidungen haben, nachdem ein Resultat vorliegt.

Rückschaufehler

Welche Folgen kann der Rückschaufehler für Trader haben?

Der Rückschaufehler beim Trading beschreibt die Einschätzung von Personen „es gewusst zu haben“, nachdem sie die Antwort auf eine Frage erfahren bzw. das Ergebnis eines zuvor unsicheren Ereignisses kennen.

Als Folge daraus entwickeln diese Personen oftmals ein falsches Selbstvertrauen. Laut einer Umfrage von IG glauben 55 % der befragten Trader, dass sie sehr diszipliniert beim Traden sind. Diese Denkweise ist allerdings gefährlich, denn dadurch können sich Verzerrungen einschleichen, die wiederum zu irrationalen Trading-Entscheidungen führen können.

Eine Studie von Biais und Weber hat herausgefunden, dass diejenigen, die anfällig für den Rückschaufehler waren, sich nicht daran erinnern konnten wie unsicher sie bei der Entscheidungsfindung waren. Das bedeutet, dass sie gegebenenfalls keine effizienten Entscheidungen in Bezug auf das Risikomanagement getroffen haben. Von den 85 befragten Investmentbankern waren alle für den Rückschaufehler anfällig.1

Wie können Trader Rückschaufehler vermeiden?

Ein gutes Mittel gegen den Rückschaufehler ist das Führen eines Trading-Tagebuchs. Darin halten Sie Ihren Fortschritt und Ihr Trading fest. Gleichzeitig können Sie es zur Planung und Verfeinerung Ihrer Strategien benutzen. Zusätzlich können Sie festhalten wie Sie sich vor, während und nach jedem Trade gefühlt haben. Wenn Sie schriftlich festhalten, ob sie Zuversicht, Furcht, Hoffnung oder Unsicherheit gespürt haben, können Sie ein besseres Gefühl dafür entwickeln, wann Sie erfolgreich waren.

Indem Sie die Gründe für die Trading-Entscheidungen zuordnen und mit den gewünschten Ergebnissen verknüpfen, können Sie Ihre Trades aus der Vergangenheit für Ihre zukünftige Strategie einsetzen. Statt zu versuchen, das Geschehene durch stark vereinfachte Erklärungen einzuordnen, können Sie aus dem Ergebnis lernen.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie, wie Sie mit dem Online-Kursangebot der IG Academy ein Trading-Tagebuch führen können. 1Biais and Weber, 2008

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Disziplin

Undiszipliniert zu sein, kann dazu führen, dass Trader an Verlusttrades zu lange festhalten.

Rationalität

Rationelle Entscheidungsfindung ist der Schlüssel zur Minimierung von Verlusten.

Selbstvertrauen

Übermäßiges Selbstvertrauen kann dazu führen, dass Trader unrealistische Einschätzungen ihrer Fähigkeiten haben.

Anchoring

Was bedeutet Anchoring beim Traden?

Unter dem Begriff Anchoring wird die Tendenz eines Traders verstanden, eine erste Information, ungeachtet ihrer Relevanz, hinsichtlich zukünftiger Entscheidungen zu stark zu gewichten.1

So hat eine Studie von Kaustia, Alho und Puttonen beispielsweise gezeigt, dass die Schätzungen von Personen zu Aktienrenditen erheblich durch den Ausgangswert beeinflusst wurden, der ihnen als „Anker“ gegeben wurde2. Wenn den Studienteilnehmern eine historisch hohe Aktienrendite genannt wurde, tendierten diese dazu, die zukünftige Rendite ähnlich hoch einzuschätzen. Wurden den Teilnehmern dagegen niedrigere Ausgangswerte genannt, fielen die Schätzung ebenfalls niedriger aus.

Anchoring kann gefährliche Konsequenzen beim Trading nach sich ziehen, weil ein Trader einen Vermögenswert zum Beispiel zu lange hält, oder, ausgehend von seinem Ankerwert, eine ungenaue Bewertung seines Werts vornimmt.

Wie können Trader Anchoring verhindern?

Die beste Strategie, um Anchoring beim Traden zu vermeiden, ist die Durchführung einer umfassenden Marktrecherche und -analyse. Somit lassen sich die eigenen Anker identifizieren.

Eine Studie von IG hat gezeigt, dass nur 28 % der Trader und Anleger auf persönliche Erfahrungen als Informationsquelle vertrauen. Indem Sie jedoch eine eigene Analyse der makroökonomischen Trends und historischen Daten durchführen, können Sie wichtige Unterstützungs- und Widerstandstufen erkennen. Es ist wichtig, dass Sie auf Ihren eigenen Plan vertrauen, bevor Sie sich Einschätzungen von jemand anderem anschauen, egal ob es sich bei dieser Person um einen Analysten oder einen anderen Trader handelt.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mehr über die technische und die Fundamentalanalyse mit IG Academy. 1Tversky and Kahneman, 1974 2Kaustia, Alho and Puttonen, 2008

Weiterführende Artikel

Verfügbarkeitsverzerrung

Eine Verfügbarkeitsverzerrung kann dazu führen, dass Trader auf Informationen reagieren, die zwar leichter zugänglich, jedoch weniger verlässlich sind.

Hoffnung

Hoffnung kann es Tradern erschweren, ihre Verluste zu begrenzen und zu vermeidbaren Risiken führen.

Wettbewerb

Konkurrenzkampf kann dazu führen, dass Trader problematische Gewohnheiten annehmen.

Verfügbarkeitsverzerrung

Welche Auswirkungen hat die Verfügbarkeitsverzerrung auf Trader?

Die Verfügbarkeitsverzerrung ist die Tendenz, Positionen auf Grundlage von Informationen zu eröffnen oder zu schließen, die sehr einfach verfügbar sind und nicht lange recherchiert werden müssen. Dies kann Trader dazu veranlassen, auf falsche oder unverifizierte Informationen zu reagieren, wodurch sie ein höheres Risiko eingehen und einen Verlust erleiden können.

Trader tendieren dazu, sich auf Informationen zu konzentrieren, die für sie persönlich am relevantesten sind, ob aktuell oder emotional. Dabei kann das Ereignis auch bereits abgeschlossen sein. Der Kopf nimmt einfach eine Abkürzung, die auf Beispielen basiert, anstatt sich auf die Recherche und Analyse zu verlassen. Ein Beispiel: Nehmen wir an, ein Familienmitglied hat kürzlich Geld bei einem Bitcoin-Trade verloren. Nun ist dieses Familienmitglied möglicherweise abgeneigt, auf Kryptowährungen zu spekulieren, denn es kann sich kaum vorstellen, dass der Markt trotzdem profitabel sei.

Tatsächlich hat eine Studie von Moradia, Meshkib und Mostafaei herausgefunden, dass zwischen Urteilsvermögen und Datenverfügbarkeit eine starke Korrelation besteht. Anhand von Umfragen unter Aktienanlegern an der Teheraner Börse schlossen die Forscher, dass die Entscheidungsfindung wahrscheinlich verbessert werden könnte, wenn die Zahl der veröffentlichten Informationen steigen würde.1

Wie können Trader eine Verfügbarkeitsverzerrung verhindern?

Das beste Mittel gegen die Verfügbarkeitsverzerrung ist die Durchführung einer ausgiebigen Recherche und Analyse. Die Teilnehmer an einer Umfrage von IG gaben an, dass sie für die Informationssammlung zum Traden und Anlegen mehrere Quellen nutzen. Obwohl 56 % der Befragten das Internet als Informationsquelle nutzen, gaben auch einige an, sich durch Zeitungen, Expertenpublikationen, Finanzberater, das Fernsehen oder Podcasts zu informieren.

Mit der Fundamentalanalyse werden interne und externe Faktoren wie Geschäftsberichte, die wirtschaftliche Lage in einem bestimmten Sektor sowie die wirtschaftliche Gesamtsituation untersucht, während die technische Analyse historische Kursdaten und Indikatoren heranzieht, um wichtige Einstiegs- und Ausstiegspunkte bei jedem einzelnen Trade zu identifizieren.

Wenn Sie sich nicht sicher genug fühlen, auf Live-Märkten zu traden, können Sie zunächst Ihre Strategie mit einem Demo-Account testen. Damit können Sie das Traden mit Indikatoren üben und Ihre Strategie in einer risikofreien Umgebung mit virtueller Währung testen.

Das sollten Sie beachten...

Lernen Sie das Handeln einer risikofreien Umgebung mit einem IG Demo-Account. 1Moradia, Meshkib and Mostafaei, 2012

Weiterführende Artikel

Angst

Angst kann Trader dazu verleiten, Positionen zu früh zu schließen und Gewinne zu verpassen.

Entschlossenheit

Schlechte Entscheidungsfindung kann dazu führen, dass Trader ein übermäßiges Risiko eingehen.

Nachrichten

Nachrichten können zu verzerrten Entscheidungen und erhöhtem Risiko führen.

Langeweile

Was bedeutet Langeweile in Bezug auf das Traden?

Langeweile beim Trading bedeutet, dass Trader genug von den Finanzmärkten haben und eine gewisse Monotonie bei ihren Abläufen verspüren. Dies kann den Trader dazu verleiten, von seinem Plan abzuweichen und unnötige Risiken einzugehen, um etwas Spannung zu erzeugen.

Langeweile kann entstehen, wenn sich die Märkte nur langsam bewegen, oder wenn ein Trader nicht den gewünschten Gewinn eingefahren hat. Daraufhin beginnt der Trader damit, nach aufregenden Erlebnissen zu suchen, um die Langweile zu bekämpfen. Er sucht dabei nach abwechslungsreichen, neuartigen, komplexen und intensiven Erlebnissen und Erfahrungen.1

Als Folge dessen, könnten jedoch zu hohe Risiken eingegangen werden. Wong und Carducci führten eine Untersuchung durch und entwickelten eine „Skala der Sensationsgier“ (Sensation Seeking Scale, SSS), um zu zeigen, wie anfällig die Teilnehmer für Sensationsgier und unnötige Risiken aufgrund von Langeweile waren. Laut der SSS waren männliche Teilnehmer anfälliger für Sensationsgier und Langeweile als ihre weiblichen Gegenüber.2 Eine Umfrage von IG zeigte ähnliche Ergebnisse: 50 % der Männer sind bereit höhere Risiken für verbesserte Renditen einzugehen, bei den Frauen waren es nur 35 %.

Wie können sich Trader vor den Auswirkungen von Langeweile schützen?

Die Auswirkungen der Langeweile können mit einem Demo-Account zum Entwickeln und Testen neuer Strategien in einer risikofreien Umgebung verhindert werden. Diese Vorgehensweise kann insbesondere dann erfolgreich sein, wenn Sie von Ihren derzeitigen Trading-Methoden genug haben und etwas Neues ausprobieren möchten.

Mit einem Demo-Account können Sie handeln, ohne dabei Ihr eigenes Geld zu riskieren. Trader können beim Traden auf einem Demo-Account immer noch Nervenkitzel erleben. Zudem können sie dadurch ihre eigenen Fähigkeiten stärken, um größere Gewinne auf den Echtzeit-Märkten zu erzielen.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mehr über einen IG Demo-Account. 1Zuckerman, 1979 2Wong and Carducci, 1991

Weiterführende Artikel

Frustration

Frustration kann dazu führen, dass Trader mehr Risiken eingehen als gewöhnlich.

Disziplin

Undiszipliniert zu sein, kann dazu führen, dass Trader an Verlusttrades zu lange festhalten.

Gier

Gier kann zu irrationalen Entscheidungen bei der Suche nach übermäßigen Gewinnen führen.

Frustration

Was bedeutet Frustration in Bezug auf Traden?

Frustration beim Trading ist die Verärgerung, die Trader fühlen, wenn sich die Märkte nicht wie vorhergesagt verhalten. Die Hauptursache für Frustration ist ein Verlust. Aber auch ein für den Trader zu gering erscheinender Gewinn kann für Frustration sorgen.

Der Tageszeitpunkt, an dem ein Trader einen Verlust oder eine Reihe von Verlusten zu verzeichnen hat, kann einen großen Einfluss auf das Frustrationslevel haben. Die Forschungsergebnisse von Coval und Shumway zeigen, dass Trader, die morgens Verluste erleiden, ungefähr 16 % wahrscheinlicher ein überdurchschnittlich hohes Risiko am Nachmittag eingehen werden als Trader, die morgens einen Gewinn eingefahren haben.1

In Ergänzung dazu hat IG eine Umfrage durchgeführt und herausgefunden, dass unerfahrene Teilnehmer eher von negativen Emotionen beeinflusst werden als erfahrene Trader. Das heißt, dass sie eher von Frustration durch Verluste beeinträchtigt werden.

Wie können Trader Frustration vermeiden?

Frustration kann vermieden werden, indem man sich darüber im Klaren ist, dass man unweigerlich auch Verluste einfahren wird. Dabei ist es besonders wichtig, daran zu denken, dass man Verluste durch Stops und Limits für die eigenen Trades begrenzen kann.

Stops schränken Verluste ein. Limits halten Ihre Gewinne währenddessen auf einem Niveau, dass Sie als annehmbar betrachten. Daher können Stops und Limits Ihnen die Entscheidung abnehmen, ob Sie einen Trade schließen möchten oder nicht. Dadurch können Sie weniger geneigt sein, Ihre Verluste aus Frustration heraus weiterlaufen zu lassen, oder in der Hoffnung auf mögliche Gewinne.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mehr über das Risikomanagement, einschließlich Stops und Limits. 1Coval and Shumway, 2001

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Langeweile

Langeweile kann dazu führen, dass Trader auf der Suche nach Spannung von ihrem Plan abweichen.

Disziplin

Undiszipliniert zu sein, kann dazu führen, dass Trader an Verlusttrades zu lange festhalten.

Selbstvertrauen

Übermäßiges Selbstvertrauen kann dazu führen, dass Trader unrealistische Einschätzungen ihrer Fähigkeiten haben.

Hoffnung

Was bedeutet Hoffnung im Kontext Trading?

Hoffnung beim Traden bedeutet, dass man eine gewisse Erwartungshaltung hat. Dieses Gefühl ist häufig mit Optimismus, Selbstvertrauen oder Erfahrung verbunden. Obwohl beim Eröffnen von Positionen ein gewisses Gefühl der Hoffnung bei allen Tradern dazugehört, kann übermäßiger Optimismus auch zu Nachteilen führen. Zum Beispiel kann ein Trader aufgrund der Hoffnung, dass sich ein Trade mit negativem Trend noch zum Guten wenden kann, dazu verleitet werden, diesen viel zu lange zu halten.

Eine Studie von Nofsinger hat ergeben, dass Trader Schwierigkeiten bei der Begrenzung von Verlusten haben, weil sie dies als Eingeständnis einer Niederlage ansehen. Jeder Trader hat die Hoffnung, dass sich der Vermögenswert erholt und sie nicht der Realität ins Auge sehen müssen, eine schlechte Entscheidung mit der Eröffnung des Trades getroffen zu haben1. Tatsächlich zeigen unsere Daten, dass 50 % der Trader ihre Positionen mit negativer Entwicklung zu lange gehalten haben. Wie die nachstehende Grafik zeigt, waren die Verluste weitaus höher als die Gewinne.

Durchschnittliche Gewinne und Verluste in Pfund Sterling

Hoffnung kann auch einen Hinweis darauf geben, wie häufig eine Person tradet und wie viel sie dabei riskiert. Laut Germain, Rousseau und Van „kaufen optimistische Trader im Vergleich zu Tradern mit realistischer Einschätzung mehr bzw. verkaufen kleinere Mengen, wohingegen pessimistische Trader mehr verkaufen bzw. kleinere Mengen kaufen“.2

Wie können Trader verhindern, dass das Gefühl der Hoffnung Ihre Entscheidungen steuert?

Ein Weg zu verhindern, dass Hoffnung Ihre Entscheidungsfindungen beeinträchtigt, ist die Festlegung einiger Ziele für Ihre Marktaktivitäten, beispielsweise in einem Trading-Protokoll oder -Tagebuch. Denn wenn Sie sich Ziele setzen, wissen Sie genau worauf Sie Ihre Hoffnung bei einem Trade konzentrieren können. Dadurch tendieren Sie weniger dazu, Verluste aus Frustration weiterlaufen zu lassen.

Zudem können Ziele dabei helfen, Erwartungen zu steuern. Dies kann bewirken, dass Sie mit Ihrem erwirtschafteten Gewinn zufriedener sind. Darüber hinaus können Sie damit Ihre Gier nach noch höheren Gewinnen besser kontrollieren und das Eröffnen neuer Trades in der Hoffnung, mehr zu verdienen, verhindern.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mit der IG Academy wie man ein Trading-Protokoll führt. 1Nofsinger, 2005 2Germain, Rousseau and Vanhems, 2005

Weiterführende Artikel

Angst

Angst kann Trader dazu verleiten, Positionen zu früh zu schließen und Gewinne zu verpassen.

Geduld

Geduld ist unerlässlich, um die besten Handelsbedingungen zu erreichen.

Gier

Gier kann zu irrationalen Entscheidungen bei der Suche nach übermäßigen Gewinnen führen.

Gier

Was bedeutet „Gier“ in Bezug auf das Traden?

Mit Gier ist im Bereich des Traden die irrationale Verhaltensweise gemeint, einem übermäßig hohen Gewinn nachzujagen. Diese Verhaltensweise zeigt sich darin, dass ein Trader überenthusiastisch reagiert oder weit über seine Möglichkeiten hinaus tradet. Er eröffnet beispielsweise mehr Positionen als üblich oder hält Positionen länger, um einen noch höheren Gewinn einfahren zu können. Dadurch kann es zu hohen Verluste kommen oder sogar das gesamte bisher erwirtschaftete Kapital vernichtet werden.

Gier hat auch eine Menge damit zu tun, wie häufig jemand tradet bzw. ob ein Trader denkt, dass er häufiger traden sollte. Eine Studie von Graham, Harvey und Huang hat bei Messungen des Selbstvertrauens von Tradern gezeigt, dass ein leicht verbessertes Selbstbewusstsein zu einer leicht gesteigerten Tradingaktivität führt1. Diese Erkenntnis deckt sich mit einer Umfrage von IG, nach der im Durchschnitt 42 % der Befragten das Gefühl hatten, dass sie häufiger traden sollten, auch wenn fehlendes Wissen oder Selbstvertrauen sie vielleicht abschreckt.

Aber obwohl sich Trader sicher genug fühlen mögen, mehr Trades durchführen zu können, zeigen die Forschungsergebnisse von Park, Bin Gu, Kumar und Raghunathan doch, dass diejenigen, die häufiger traden, tatsächlich potentiell niedrigere Renditen erzielen.2

Wie können Trader Gier vermeiden?

Sie können Ihre Positionen vor den Auswirkungen der Gier schützen, indem Sie sich mit den Strategien zum Risikomanagement vertraut machen. Risikomanagementstrategien können dabei helfen, die Risiken des Handels mit Hebelung einzuordnen und einen Erklärungsversuch liefern, weshalb man nicht zu hohe Risiken auf den Märkten eingehen sollte.

Am effektivsten lässt sich das Risiko mit einem Chancen-Risiko-Verhältnis steuern. Dabei wird der potentielle Verlust dem möglichen Gewinn des jeweiligen Trades gegenübergestellt.

Ein Beispiel wäre die Eröffnung eines 300-£-Trades, der einen möglichen Gewinn von 600 £ verspricht. Hier würde das Chancen-Risiko-Verhältnis 1:2 betragen, denn bei richtiger Vorhersage können Sie doppelt so viel gewinnen wie verlieren.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mehr über Risikomanagementstrategien. 1Graham, Harvey and Huang, 2009 2Park, Bin Gu, Kumar and Raghunathan, 2010

Weiterführende Artikel

Angst

Angst kann Trader dazu verleiten, Positionen zu früh zu schließen und Gewinne zu verpassen.

Disziplin

Undiszipliniert zu sein, kann dazu führen, dass Trader an Verlusttrades zu lange festhalten.

Rationalität

Rationelle Entscheidungsfindung ist der Schlüssel zur Minimierung von Verlusten.

Angst

Was bedeutet Angst im Bezug auf Trading?

Angst beim Trading bedeutet ein Gefühl drohender Verluste, ob tatsächlich oder nur eingebildet. Ein Gefühl der Angst kann zwar dabei helfen, Impulsivität zu kontrollieren, aber auch die Entscheidungsfindung erschweren. Als Folge dessen kann es passieren, dass ein Trader eine Position zu früh schließt oder einen Gewinn verpasst, weil er zu großen Respekt davor hat, einen Trade zu eröffnen.

Eine Forschungsstudie von Lee und Andrade zum Thema Angst hat gezeigt, dass nur 55 % einer Gruppe von Tradern ihre Positionen halten wollten, als unter ihnen Angst verbreitet wurde. Als Angstmittel wurden den Teilnehmern Ausschnitte aus Horrorfilmen gezeigt. Bei der Kontrollgruppe, die keine angsteinflößenden Horrorfilme zu sehen bekam, hielten 75 % der Trader weiterhin ihre Positionen.1

Eine von IG durchgeführte Studie hat gezeigt, dass Trader mit weniger Erfahrung eher von Angst und Unsicherheit beeinflusst werden als erfahrene Trader. Ein Grund dafür ist, dass erfahrene Trader möglicherweise mehr Verluste hinnehmen mussten als Trader, die gerade mit dem Traden angefangen haben. Sie können deshalb wesentlich besser mit dem Risiko eines Verlustes umgehen und einen Gewinn sichern.

Gleichzeitig verfügen erfahrene Trader aber vielleicht auch über eine bessere Disziplin, das heißt, sie erkennen die Vorteile, einen verlorenen Trade aufzugeben, anstatt ihn weiter laufen zu lassen. Die nachstehende Abbildung verdeutlicht, dass der durchschnittliche Verlust wesentlich höher als der durchschnittliche Gewinn liegt. Dies ist möglicherweise auch auf die Tendenz bei Tradern zurückzuführen, ihre Verluste aus Angst weiter laufen zu lassen.

Durchschnittlicher Gewinn und Verlust in Punkten

Wie können Trader die Auswirkungen von Angst eingrenzen?

Ein Weg, die Auswirkungen der Angst zu begrenzen, besteht darin, an jeden Trade mit einem Plan heranzugehen und Stops zur Reduzierung der Verluste und Limits zur Gewinnsicherung zu platzieren. Wenn Sie eine umfangreiche technische oder Fundamentalanalyse vor dem Eröffnen einer Position durchgeführt und Ihre Stops oder Limits an der richtigen Stelle eingestellt haben, sollten Sie darauf vertrauen, dass Sie alles in Ihrer Macht stehende zur Vermeidung unnötiger Verluste unternommen haben.

Die technische Analyse ist eine hervorragende Möglichkeit, die besten Punkte zur Platzierung von Stops oder Limits zu bestimmen. Eine weitere Form der technischen Analyse ist das Fibonacci Retracement. Damit können Sie die Stufen von Unterstützung und Widerstand hervorheben.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mehr über das Risikomanagement, einschließlich Stops und Limits. 1Lee and Andrade, 2011

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Gier

Gier kann zu irrationalen Entscheidungen bei der Suche nach übermäßigen Gewinnen führen.

Gerüchte

Gerüchte führen oft dazu, dass einzelne Trader auf der Grundlage unzuverlässiger Informationen handeln.

Selbstvertrauen

Übermäßiges Selbstvertrauen kann dazu führen, dass Trader unrealistische Einschätzungen ihrer Fähigkeiten haben.

Wettbewerb

Wie kann der „Wettbewerb“ Trader beeinflussen?

Unter Wettbewerb versteht man den Druck, mehr Geld zu verdienen oder mehr Trades zu platzieren als andere Marktteilnehmer. Auch wenn das Traden eine wettbewerbsorientierte Tätigkeit ist, sollten Trader dennoch über die Geduld und Disziplin verfügen, sich an ihre eigenen Tradingregeln und -pläne zu halten.

den Wettbewerb kann sich ein Trader schlechte Gewohnheiten antrainieren, beispielsweise eine „Um-jeden-Preis-gewinnen“-Mentalität. Dadurch wird er anfällig für negative Emotionen und impulsive Trading-Entscheidungen. Eine Studie von Dijk hat herausgefunden, dass im Vergleich zu isolierten Einzelsettings, Trader bis zu 50 % mehr Kapital in eine risikoreiche Situation investieren, wenn andere diese Entscheidung mitbekommen.1

Trader sollten im gegenseitigen Wettbewerb nicht nur achtsam miteinander umgehen, sondern auch keine Wettbewerbe mit sich selbst ausfechten. Wenn man ständig versucht, einen Rekord zu brechen, oder den Gewinn jeden Tag steigern möchte, kann dies dazu führen, dass man Trades durchführt, von denen man normalerweise die Finger gelassen hätte.

Wie können Trader Wettbewerb vermeiden?

Um dem Wettbewerb aus dem Weg zu gehen, können Sie auf Grundlage Ihres Handelsplans und Ihrer Risikomanagementstrategie eine Routine entwickeln. Ein beliebtes Mittel ist ein Trading-Tagebuch. Damit können Sie Buch über Ihre Trades führen, beispielsweise wann Sie einen Trade eröffnet haben, den erwarteten Gewinn, wie Sie die Marktrisiken minimiert haben, Ihre Einstiegs- und Ausstiegspunkte, und wie sich der Markt verhalten hat.

Sie sollten sich auf sich selbst konzentrieren, denn es steckt mehr Potenzial in der Selbstentwicklung und im Lernen als im Wettbewerb mit anderen.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mit dem Kursangebot der IG Academy mehr über Planungs- und Risikomanagement. 1Dijk, 2016

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Disziplin

Undiszipliniert zu sein, kann dazu führen, dass Trader an Verlusttrades zu lange festhalten.

Rationalität

Rationelle Entscheidungsfindung ist der Schlüssel zur Minimierung von Verlusten.

Nachrichten

Nachrichten können zu verzerrten Entscheidungen und erhöhtem Risiko führen.

Nachrichten

Wie können Nachrichten Trader beeinflussen?

Nachrichten können einen Trader unter Druck setzen, gewisse Entscheidungen zu treffen und die Informationen auf bestimmte Weise zu interpretieren. Nachrichten sind ein wichtiger Bestandteil der Informationssammlung, aber für Trader ist es wichtig, diese auch objektiv einzuordnen.

Forythe, Nelson, Neumann und Wright untersuchten die Meinungen von 192 Tradern zu den US-Wahlen und fanden heraus, dass die Personen, die Neuigkeiten objektiv bewerteten und Bestätigungsfehlern, widerstehen konnten, eher einen Gewinn erzielten1. Im Gegensatz dazu haben sich Personen, die ihre Trades an die Nachrichten angepasst haben und auf die Verfügbarkeitsverzerrung reingefallen sind, überschätzt, und nahmen höhere Risiken auf sich.

Wie können Trader Finanznachrichten für sich einsetzen?

Mit Finanznachrichten halten Sie mit den Veränderungen auf dem Markt Schritt und können zudem Feineinstellungen an Ihrer Strategie vornehmen. Sie dürfen sich jedoch nicht zu sehr auf eine einzige Quelle verlassen, da Ihre Sicht auf den Markt ansonsten eingeengt werden kann.

Die Fundamentalanalyse ist eine gängige Praxis zur Informationssammlung. Mittels verschiedener interner und externer Faktoren wie Nachrichten, makroökonomische Daten und Unternehmensankündigungen lässt sich bestimmen, wie viel ein Vermögenswert wert ist.

Doch auch die Durchführung einer technischen Analyse ist wichtig. Durch das Studium von Chartmustern und -formationen können Sie die zukünftige Kursrichtung eines Marktpreises prognostizieren. Dies schließt die Anwendung technischer Indikatoren wie Fibonacci-Retracements und gleitende Mittelwerte zur Identifizierung von Kursmustern und Schlüsselebenen ein.

Das sollten Sie beachten...

Finden Sie aktuelle Trading-Nachrichten und technische Analysen unserer Experten. 1Forythe, Nelson, Neumann and Wright, 1992

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Entschlossenheit

Schlechte Entscheidungsfindung kann dazu führen, dass Trader ein übermäßiges Risiko eingehen.

Bestätigungsfehler

Bestätigungsfehler veranlassen Trader, Informationen zu ignorieren, die nicht mit ihren Überzeugungen übereinstimmen.

Selbstvertrauen

Übermäßiges Selbstvertrauen kann dazu führen, dass Trader unrealistische Einschätzungen ihrer Fähigkeiten haben.

Gerüchte

Wie können Gerüchte Trader beeinflussen?

Unter Gerüchte fallen beim Traden alle Arten von unverifizierten Behauptungen, die die Entscheidungen eines Traders beeinflussen können. Gerüchte können einen Trader zu Fehlern drängen, indem sie ihn zum Einstieg oder Ausstieg bei Positionen aufgrund von Angst und Gier anstatt auf der Grundlage von Fakten drängen.

Gerüchte können positive oder negative Auswirkungen auf einen Vermögenswert haben und Trader dazu veranlassen, den Vermögenswert zu kaufen oder vorzeitig zu verkaufen. Beispielsweise kamen 2002 Gerüchte zu einem möglichen Bankrott von United Airlines auf. Dadurch verlor das Unternehmen 73 % seiner Marktkapitalisierung. Schließlich stellte sich dieses Gerücht jedoch als falsch heraus. Eine Studie von Marshall hat gezeigt, dass die Marktteilnehmer ihre Positionen trotz Kenntnis der falschen Informationen doppelt so lange gehalten haben wie erwartet.1

Laut einer Umfrage von IG beziehen Trader ihre Informationen bevorzugt von Websites und aus Nachrichtenmeldungen, wodurch sie potentiell anfällig für Gerüchte sind.

Wie können sich Trader Gerüchten entziehen?

Es ist unmöglich, Gerüchte oder Fake News vollständig auszublenden, denn sie sind einfach überall. Trader können aber ihr Reaktionen darauf kontrollieren. Die Märkte können sehr volatil sein, wenn ein Gerücht in Umlauf gebracht wird. Deshalb ist es wichtig, dass Trader so rational wie möglich bleiben und stets das Risiko beim Traden im Hinterkopf behalten.

Weitverbreitete Gerüchte können durchaus in die Fundamentalanalyse einfließen. Sie sollten aber stets die Quelle und Verlässlichkeit überprüfen, bevor Sie sie tatsächlich miteinbeziehen. Zudem sollten Sie dies niemals ohne Risikomanagementstrategie vornehmen. Denn mit einer Risikomanagementstrategie können Sie mittels Stops und Limits Verluste verhindern, die höher als erwartet ausfallen würden. Zudem haben Sie mit Trading-Alarmen die Möglichkeit festzulegen, ob Sie reagieren möchten oder nicht.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie mit dem Kursangebot der IG Academy mehr über Risikomanagement. 1Marshall, 2009

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Nachrichten

Nachrichten können zu verzerrten Entscheidungen und erhöhtem Risiko führen.

Anchoring

Anchoring kann Trader dazu veranlassen, sich auf eine initiale Information zu stützen.

Rationalität

Rationelle Entscheidungsfindung ist der Schlüssel zur Minimierung von Verlusten.

Herdenverhalten

Was bedeutet Herdenverhalten beim Traden?

Herdenverhalten in Bezug auf Trading beschreibt die Tendenz von Tradern, anderen Tradern ohne eigene Recherche und Analyse zu folgen. Sie beobachten beispielsweise einen Trend unter anderen Tradern und fühlen Sie unter Druck gesetzt, auch auf den Zug aufspringen zu müssen, obwohl es dafür keinen ersichtlichen Grund gibt.

Eine Herde wird häufig von Angst und Gier getrieben, da viele Trader eine Gelegenheit, die andere bereits ergriffen haben, nicht verpassen möchten. Seine Entscheidungen vom Verhalten der Herde abhängig zu machen, kann jedoch zur falschen Verarbeitung von Informationen und einem ausbleibenden Lerneffekt führen.

Die Forschungsergebnisse von Kremer und Nautz haben gezeigt, dass durch Herdenverhalten Blasen und Crashs verursacht werden können, wenn die Trades nicht auf Analysen basieren1. Ein gutes Beispiel für Herdenverhalten ist die Dotcom-Blase in den 1990er bis 2000er Jahren. Damals kauften sich Trader nur in den Markt ein, weil „alle anderen dies auch taten“. Als die Blase zerplatzte, erlitten viele Anleger erhebliche finanzielle Einbußen.2

Wie können Trader Herdenverhalten aus dem Weg gehen?

Der erste Schritt zur Vermeidung von Herdenverhalten ist das Treffen Ihrer Entscheidungen auf der Grundlage Ihres eigenen Handelsplans oder Ihrer eigenen Recherche.

Auch wenn sich das sogenannte Social Trading immer größerer Beliebtheit erfreut, ist es dennoch wichtig, seinen eigenen Plan zu haben und nicht nur dem nachzueifern, was andere machen. Deshalb sollte man sich als Trader SMART-Ziele setzen und sich darauf konzentrieren. Diese Ziele sind spezifisch, messbar, ausführbar, relevant und terminiert.

Denken Sie daran, die Finanzmärkte können unvorhersehbar sein. Es ist daher wichtig, aufmerksam zu sein und seine eigenen Recherchen anzustellen.

Das sollten Sie beachten...

Erfahren Sie, wie Sie mit dem Online-Kursangebot der IG Academy einen Handelsplan erstellen können. 1Kremer and Nautz, 2013 1CFI, 2019

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Angst

Angst kann Trader dazu verleiten, Positionen zu früh zu schließen und Gewinne zu verpassen.

Gier

Gier kann zu irrationalen Entscheidungen bei der Suche nach übermäßigen Gewinnen führen.

Geduld

Geduld ist unerlässlich, um die besten Handelsbedingungen zu erreichen.

Video

Tradingpsychologie ist ein kritischer Erfolgsfaktor im Trading. Trader müssen daher lernen, ihre Emotionen im Griff zu behalten. Dieser Video-Leitfaden fasst die Gründe zusammen, warum Tradingpsychologie zum relevantesten Trading-Faktor gehört.

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Pressedossier

Sie können die Inhalte auf dieser Seite verwenden, um Artikel oder andere Beiträge zu erstellen, vorausgesetzt, Sie geben IG als Quelle an. Für weitere Informationen oder Kommentare wenden Sie sich bitte an Amy Pritchett (amy.pritchett@ig.com).

"Die Psychologie beim Trading" wird Ihnen von IG zur Verfügung gestellt

Über IG

IG ist ein preisgekrönter, plattformübergreifender Online-Broker und ein weltweit führender Anbieter von CFD1 Trading. IG bietet gehebelte Handelsprodukte und Zugang zu 16.000 Finanzmärkten an.

Das Unternehmen ist im FTSE 250 gelistet und verfügt über Niederlassungen in Europa, Nordamerika, Afrika, dem asiatisch-pazifischen Raum und dem Nahen Osten. IG Bank S.A. ist seit 2014 in der Schweiz präsent und unterliegt der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Darüber hinaus bietet IG über die Marke Nadex in den USA börsennotierte Derivate mit beschränktem Risiko an.

Über das Projekt

Der Inhalt dieses Projekts wurde durch die Autoren und Analysten von IG recherchiert und erstellt sowie durch wissenschaftliche Forschung Dritter ergänzt. Wir haben auch zwei Umfragen durchgeführt, deren Einzelheiten im Folgenden aufgeführt sind:

In der ersten Umfrage wurden IG-Kunden, eine Gruppe von Analysten und LR Thomas – Autor der Buchreihe „Trading psychology made easy“ und traderselfcontrol.com – gebeten, 20 offene Fragen zu den Themen zu beantworten, die wir im Laufe des Projekts behandelt haben. Diese Umfrage wurde im April 2019 abgeschlossen und die Ergebnisse sind in den jeweiligen Zitaten, die Sie zu jedem Artikel finden werden, enthalten.

Wir haben auch Statistiken aus einer zweiten Umfrage beigefügt, die von IG in Auftrag gegeben und von YouGov durchgeführt wurde. Die Umfrage wurde von 1012 Investoren und Nichtinvestoren über 18 Jahren mit einem Einkommen von über 50.000 £ beantwortet. Die Teilnehmer wurden gebeten, Fragen zu einer Reihe von Themen zu beantworten, darunter die Auswirkungen von Emotionen auf Investitionen und Trading. Diese Umfrage wurde im Januar 2019 abgeschlossen.

Haftungsausschluss

Die in dieser Kampagne aufgeführten Artikel stellen nur einen Bruchteil der verfügbaren Informationen in den Bereichen Psychologie und Verhaltensfinanzierung dar und sollten nicht als eine vollständige Liste der Faktoren verstanden werden, welche die Psychologie eines Traders beeinflussen.

Presseinformation

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Quellennachweis

Bitte führen Sie IG als Quelle an und stellen Sie die folgenden Links zur Verfügung:

Verweistext

Beispielnachweise: „IG, ein führender Anbieter im CFD- und Forex-Handel, hat „Die Psychologie beim Trading“ herausgebracht...“

1 Für Forex basierend auf der Anzahl der primären Beziehungen zu FX-Händlern (Investment Trends UK Leveraged Trading Report vom August 2018).