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Wichtige Wahlen in der EU 2017

Eine Reihe von entscheidenden Wahlen in der EU könnten für noch mehr Volatilität sorgen. Erfahren Sie mehr über die anstehenden Voten und wie diese die Märkte beeinflussen könnten.

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Warum sind diese Märkte wichtig?

Die EU ist immer noch aufgerüttelt vom Brexit und die Wahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden könnten für weitere Unsicherheit sorgen.

Durch die zum Teil schockierenden Wahlergebnisse letztes Jahr, werden EU-gegnerische Parteien zuversichtlicher denn darauf abzielen, die gegenwärtige Lage zu kippen.

Sollten tatsächlich einige Anti-EU-Parteien an die Macht kommen, würde das zum Einen die Zukunft der EU in Frage stellen und zum Anderen hätte die Europäische Zentralbank mit einem weiteren Rückschlag hinsichtlich des Wirtschaftswachstums zu kämpfen.

Trader werden die Entwicklungen an den europäischen Märkten und wie diese mit weiteren Bedrängnissen umgehen werden, genauestens verfolgen.

Hier finden Sie alle Kerntermine

Wichtige Märkte im Überblick

Märkte Verkauf Kauf Änderung
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Deutschland 30
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Frankreich 40
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Italien 40
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EU Stocks 50
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EUR/USD
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EUR/GBP
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Die Kurse unterliegen den Website AGB und sind indikativ.

Deutsche Wahlen

12. Februar: Wahl des deutschen Bundespräsidenten
24. September: Bundestagswahl

Amtsinhaberin (Bundeskanzler/in): Angela Merkel

Hauptkandidaten:

Partei Kandidat(in)
Christlich Demokratische Union/
Christlich-Soziale Union (CDU/CSU)
Angela Merkel
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) Martin Schulz
Die Linke Katja Kipping
Alternative für Deutschland (AfD) Frauke Petry

 

Am 12. Februar wurde Frank-Walter Steinmeier zum neuen deutschen Bundespräsidenten gewählt aber den weitaus bedeutenderen Nachhall wird die Bundestagswahl im Herbst haben.

Kanzlerin Merkel will als CDU-Vorsitzende zusammen mit der CSU den vierten Amtsantritt angehen. Ein Sieg könnte sich als wegweisend für die Zukunft der EU erweisen, gilt Merkel doch als letzte Stütze für eine stabile, liberale Demokratie in Europa.

Auch wenn Merkels Chancen gut liegen, macht sich ein politischer Wandel in Deutschland bemerkbar. Ihre Flüchtlingspolitik fand viele Gegner und Merkel musste sich einiger Kritik stellen. Die AfD beispielsweise gewinnt immer mehr an Zuspruch, was den Status der traditionell dominanten Parteien CDU/CSU und Koalitionspartner SPD schwächt. Es bleibt abzuwarten, ob die SPD nach dem Führungswechsel wieder mehr an Beliebtheit gewinnen kann oder ob Merkel ähnlich viele Stimmzahlen wie im Jahr 2013 erreichen wird. Eine Spaltung des Bundestags ist nicht auszuschließen.

Andere populistische Bewegungen und Europa-gegnerische Parteien könnten sich dadurch ermutigen lassen und alles daran setzen weiteren Zulauf zu erhalten. Jedes weitere Anzeichen für einen Machtverlust Merkels könnte eine Gegenreaktion am Markt provozieren.

Französische Wahlen

29. Januar: Abstimmung über den Präsidentschaftskandidaten der Sozialistischen Partei (2. Runde)
23. April: Präsidentschaftswahlen (1. Runde)
07. Mai: Präsidentschaftswahlen (2. Runde)
11. & 18. Juni: Parlamentswahl

Amtsinhaber (Präsident): Francois Hollande

Hauptkandidaten:

Partei Kandidat
Republikaner (LR) Francois Fillon
Front National (FN) Marine Le Pen
En Marche! (EM) Emmanuel Macron
Sozialistische Partei (PS) ausstehend


Das Rennen um die französische Präsidentschaft ist von überraschenden Wendungen und Skandalen geprägt, die eine Siegerprognose kaum möglich machen. Der Mitte-rechts-Republikaner Francois Fillon galt lange Zeit als Spitzenkandidat, musste wegen der 'Penelopegate'-Affäre jedoch laut Umfragen einbüßen. Emmanuel Macron, Vositzender der Partei En Marche! wird von vielen als nächster Präsident gehandelt aber auch Marine Le Pen, von der weit rechts stehenden Partei Front National, werden gute Chancen zugeschrieben.

Noch-Präsident Francois Hollande wird nicht für eine zweite Amtsperiode kandidieren und die Sozialistische Partei schickt Benoît Hamon ins Rennen. Emmanuel Macron geht mit seiner Pro-EU-Bewegeung En marche! als Außenseiter ins Rennen. Frankreichs politische Landschaft bleibt extrem volatil und Experten würden einen Sieg Le Pens nicht ausschließen.

Vor dem Hintergrund einer extrem volatilen, politischen Landschaft in Frankreich, gibt es viele Kritiker, die einen Sieg Le Pens nicht ausschließen. Die FN-Vorsitzende hat die populistischen Befürworter mit Ihrem Versprechen die Eurozone zu verlassen und ein EU-Referendum einzuberufen, unlängst aufgerüttelt. Falls Le Pen die Wahl für sich entscheidet, und das in einem der EU-Gründungsstaaten und zeitgleich der zweitgrößten Wirtschaft in der europäischen Währungsunion, würden sich die Befürchtungen um den Verfall der EU nur noch weiter ausdehnen. Frankreich 40 und Euro-Währungspaare gelten hierbei als Schlüsselwerte.

Niederländische Wahlen

15. März: Niederländische Parlamentswahlen

Amtierender Premierminister: Mark Rutte

Hauptkandidaten:

Partei Vorsitzender
Freiheitspartei (PVV) Geert Wilders
Volkspartei (VVD) Mark Rutte
Arbeiterpartei (PvdA) Lodewijk Asscher
Sozialistische Partei (SP) Emile Roemer


Die EU-Staats- und Regierungschefs konnten durchatmen, nachdem Mark Rutte die Parlamentswahl in den Niederlanden am 15. März gewonnen hatte, gefolgt von dem rechtsextremen Geert Wilders.

Es wurde allgemein erwartet, dass Wilders, der dank seiner populistischen anti-islamischen und EU-feindlichen Rhetorik in den Umfragen dominiert hat, mit seiner Partei für die Freiheit den Wahlsieg schaffen würde. Dennoch können nun der amtierende Ministerpräsident Rutte und seine pro-EU-Volkspartei auf 31 Sitze hoffen, Wilders liegt dagegen nur bei 19 Sitzen.

Rutte konnte zwar die absolute Mehrheit nicht erreichen, er hat jedoch den größten Stimmenanteil erhalten und wird erstmals die Möglichkeit haben, eine neue Regierungskoalition zusammenzuschmieden. Die Verhandlungen könnten Monate in Anspruch nehmen, und Rutte wird voraussichtlich drei weitere Parteien ins Boot holen müssen, um die notwendige Mehrheit von 76 Sitzen im 150 Sitze umfassenden Parlament zu erreichen.

Obwohl Wilders die zweitmeisten Stimmen bekommen hat, ist es fast sicher, dass er bei den finalen Verhandlungen nichts zu sagen haben wird – jede größere Partei hat es abgelehnt, in einer Koalition mit dem eigenwilligen Euroskeptiker zusammenzuarbeiten. Seine Niederlage kommt gerade noch rechtzeitig für die angeschlagene EU. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer, dass andere populistische Bewegungen werden ringen müssen, um einen eventuellen Sieg bei den Wahlen in der EU im späteren Jahresverlauf davonzutragen. Der Euro stieg am Morgen nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses auf ein Fünf-Wochen-Hoch von 1.0746 gegenüber dem US-Dollar.

Andere wichtige Wahlen

2017 wird nicht nur in den großen EU-Ländern gewählt. Die Legislativwahl in Tschechien steht im Oktober an und Ungarn und Slowenien wählen später im Jahr einen neuen Präsidenten. 

Es ist zwar unwahrscheinlich, dass hier Anti-EUR-Partein als Sieger hervorgehen, jedoch bedeutet jedes Zeichen einer zunehmenden Unterstützung der Euroskeptiker einen weiteren Rückschlag für den Zusammenhalt der Union.

Alle wichtigen Termine im Überblick

Datum Ereignis
15. März Parlamentswahlen Niederlande
23. April Präsidentschaftswahl Frankreich (Rd.1)
07. Mai Präsidentschaftswahl Frankreich (Rd.2)
11. und 18. Juni Legislativwahlen Frankreich
24. September Bundestagswahl Deutschland

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