Was sind Turbozertifikate und wie funktionieren sie?

Entdecken Sie die Fundamentaldaten zum Turbozertifikatehandel. Erfahren Sie mehr über verschiedene Arten der Turbozertifikate, wie sie bepreist werden, und wie Sie Ihr Risiko begrenzen können, indem Sie die Kontrolle über den Hebel übernehmen. Erfahren Sie auch anhand unserer Beispiele, wie der Handel mit Turbozertifikaten in der Praxis aussieht?

Haben Sie Interesse am Turbozertifikatehandel mit IG?

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Was sind Turbozertifikate?

Turbozertifikate, oder Turbos, sind gelistete verbriefte Derivate. Sie ermöglichen es Ihnen, eine Position auf einen Basiswert wie etwa Aktienindizes, Forexpaare oder Rohstoffe, einzugehen, und sowohl auf steigenden als auch fallenden Preise zu spekulieren, ohne den Vermögenswert selbst in physischen Besitz nehmen zu müssen.

Die Kosten des Turbozertifikatehandels sind im Vergleich zum physischen Handel mit dem Basiswert niedrig, da sich Ihre Einlage aus der Differenz zwischen dem Preis des Basiswerts und dem Knock-out-Level, das Sie festlegen, errechnet. Dies bedeutet, dass jede Kurserhöhung des Basiswertes in einem proportional höheren Gewinn oder Verlust resultiert. In anderen Worten, beim Handel mit Turbozertifikaten profitieren Sie von der Hebelwirkung. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren Hebel zu kontrollieren und gleichzeitig Ihr Risiko zu begrenzen. Am untenstehenden Beispiel zeigen wir Ihnen, wie es funktioniert.

Bei IG können Sie eine neue Art von Turbozertifikaten, die sog. Turbo24, handeln. Turbo24 sind die weltweit ersten Turbozertifikate, die 24 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche verfügbar sind. Mehr über die Turbo24 erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Wie funktionieren Turbozertifikate?

Turbozertifikate ermöglichen es Ihnen, mit absolut begrenztem Risiko zu handeln. Jeder Trade hat ein vordefiniertes Knock-out-Level und wird schließen, wenn dieser Kurs erreicht wird, d. h. Ihr Turbozertifikat wird terminiert und Sie verlieren Ihre Anfangseinlage für die Positionseröffnung. Dies bedeutet, dass sich eventuelle Verluste nie über Ihre anfänglichen Kosten hinausbewegen werden.

Bei Turbo24s wählen Sie Ihr Knock-out-Level, auch bekannt als Strike-Preis, bevor Sie Ihren Trade eröffnen. Dies bestimmt den Anschaffungspreis für Ihren Turbo, der auf der Differenz zwischen dem Basiswert und dem von Ihnen gewählten Knock-out-Level basiert. Der Preis enthält auch den Market Maker-Spread sowie eine Gebühr für das garantierte Knock-out-Level.

Es fallen keine Kommissionen für die Turbo24 an. Da alle möglichen Gebühren dem Turbo24-Preis inhärent sind, entspricht der im Voraus gezahlte Preis den Gesamtkosten, die Sie zu zahlen haben.1 Die Übernachtfinanzierungskosten werden durch eine kleine tägliche Anpassung an Ihr Knock-out-Level gedeckt – eine Pauschalgebühr von 2,5 % pro Jahr mit entsprechenden Tom-Next- oder Zinssätzen, die addiert oder subtrahiert werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Produktdetails.

Wie funktionieren Turbozertifikate?

Wie können Sie die Höhe des Hebels bei Turbozertifikaten kontrollieren?

Der Kaufpreis für den Turbo bestimmt die Höhe des Hebels, zu dem Sie Ihre Trades ausführen werden. Ein geringer Preis bedeutet eine höhere Hebelwirkung im Vergleich zu den Trading-Kosten für den Basiswert selbst, und umgekehrt. Indem Sie das Knock-out-Level wählen, bestimmen Sie auch die Hebelwirkung..

Wenn Sie die Turbo24 mit IG handeln, können Sie auf unserer Plattform die Höhe des Hebels zu jedem Knock-out-Level einsehen.

Was sind Long- und Short-Turbozertifikate?

Turbozertifikate können nur gekauft, aber nicht verkauft werden, um eine Position zu eröffnen. Mit den Turbos können Sie sich sowohl auf steigenden als auch auf fallenden Märkten positionieren, indem Sie zwei Arten der Turbos in Anspruch nehmen:

  • Die Long-Turbos ermöglichen es Ihnen, von steigenden Preisen zu profitieren. Das Knock-out-Level liegt in dem Fall immer unter dem aktuellen Marktpreis.
  • Die Short-Turbos ermöglichen es Ihnen hingegen, von fallenden Preisen zu profitieren. Hier liegt das Knock-out-Level immer über dem aktuellen Marktpreis.

Long-Turbozertifikate werden manchmal auch Turbo-Bull-Zertifikate genannt, Short-Turbozertifikate werden hingegen auch als Turbo-Bear-Zertifikate bezeichnet.

Wenn Sie ein Long-Turbozertifikat kaufen und der Markt auf das Knock-out-Level fällt, wird der Turbo wertlos und Sie verlieren den gezahlten Kaufpreis. Gleiches gilt, wenn Sie einen Short-Turbo kaufen und der Markt auf das Knock-out-Level steigt.

Sie werden allerdings nie mehr verlieren als den im Voraus gezahlten Preis, auch wenn sich der Markt schnell gegen Sie bewegt und Ihr Knock-out-Level erreicht oder es überschreitet.

Wenn sich der Markt gegen Sie wendet, müssen Sie nicht warten, bis Ihr Turbo ausgeknockt wird – Sie können aus dem Trade jederzeit aussteigen, indem Sie eine (Verkaufs-)Order platzieren.

Turbozertifikatehandel – Beispiel

Schauen wir uns ein Beispiel an, um genau zu sehen, wie Turbozertifikate funktionieren.

Der Einfachheit halber wurden in der untenstehenden Berechnung die dem Preis inhärenten Gebühren und andere Anpassungen nicht berücksichtigt.

Wie funktioniert ein Turbo-Bull-Zertifikat?

Nehmen wir an, dass der Deutschland 30 zu 12.000 Punkten gehandelt wird und Sie der Meinung sind, dass der Kurs steigen wird. Sie entscheiden sich, 100 Long-Turbos mit einem Knock-out-Level um 120 Punkte entfernt von 11.880 zu handeln.

Für den Turbo-Preis wird ein Multiplikator angewandt (weitere Informationen hierzu finden Sie in den Produktdetails). In unserem Beispiel beträgt der Multiplikator 0,1. Der Wert Ihrer Position errechnet sich dementsprechend wie folgt: 100 x (120 x 0,01) = 120 €.

Nachdem Sie die Turbos gekauft haben, sind der Kaufpreis und das Knock-out-Level fix. Sie werden keine Nachschusszahlung tätigen müssen, um Ihre Position zu halten. Das Kock-out-Level können Sie jedoch im Nachhinein auch nicht mehr anpassen.

Turbozertifikate – Beispiel: Der Deutschland 30 steigt

Ihre Prognosen waren korrekt und der Deutschland 30 steigt. Wenn sein Kurs 12.150 Punkte erreicht, entscheiden Sie sich Ihre Turbos zu verkaufen und Ihre Position zu schließen.

Der zugrundeliegende Markt hat jetzt einen um 150 Punkte höheren Kurs und der Wert des Turbos ist entsprechend gestiegen und liegt bei 270 €. Diesen Wert erhalten Sie beim Verkauf des Turbos, wodurch Sie neben der Rückerstattung Ihrer anfänglichen Kosten einen Gewinn von 150 € machen.

Turbo – Beispiel: Der DAX steigt

Turbozertifikate – Beispiel: Der Deutschland 30 fällt

Sie liegen falsch und der Deutschland 30 fällt. Sie halten Ihren Turbo offen, aber wenn der Preis Ihr Knock-out-Level von 11.880 erreicht – was einen Rückgang von 120 Punkten bedeutet – wird Ihr Turbo ausgeknockt und somit wertlos.

Sie haben Ihre Anfangsauslage von 120 € verloren, Sie sind aber vor weiteren Rückschlägen des Basiswertes geschützt.

Turbo – Beispiel: Der DAX fällt

FAQ

Worin besteht der Unterschied zwischen Turbozertifikaten und CFDs?

  • Beide Produkte ermöglichen es Ihnen, eine Hebelposition auf einen zugrundeliegenden Finanzmarkt einzugehen. Turbozertifikate bieten Ihnen allerdings größere Kontrolle über Ihren Hebel und Ihr Risiko bei jedem Trade.
  • Dank des integrierten Knock-out-Levels ist das Risiko beim Handel mit Turbozertifikaten begrenzt. Ihr maximales Risiko entspricht Ihren anfänglichen Kosten. Um CFDs mit begrenztem Risiko zu handeln, müssen Sie zu jeder Position einen garantierten Stop hinzufügen. Dies können Sie während der Laufzeit Ihrer Position anpassen, im Gegensatz zu dem fixem Knock-out-Level Ihrer Turbo-Positionen.
  • Das Knock-out-Level bei Turbozertifikaten basiert auf dem Preis des Basiswertes. Dies bedeutet, dass Sie nicht ausgeknockt werden können, wenn der Markt geschlossen ist. Den Handel können Sie innerhalb der Öffnungszeiten fortsetzen.
  • CFDs werden außerbörslich (OTC = over the counter) gehandelt, Turbozertifikate hingegen auf einem Handelsplatz und können nur über einen Broker oder eine Bank gekauft werden. Wie andere gelistete Wertpapiere bieten Ihnen die Turbos eine nicht-treuhänderische Preisbildung und die Vorhandelstransparenz. Sie ermöglichen es Ihnen auch, zu besseren Preisen zu handeln, indem Sie mit anderen Privathändlern oder innerhalb des Market Makers-Spreads handeln.

Worin besteht der Unterschied zwischen Turbozertifikaten und Mini-Futures?

Ein Mini-Future ist eine Art von Turbozertifikaten mit besonderen Features. Es hat u. a. kein Verfallsdatum und das Knock-out-Level unterscheidet sich vom Strike-Preis. IG bietet keine Mini-Futures.

Besteht ein Unterschied zwischen Turbozertifikaten und Open-End-Turbozertifikaten?

Turbozertifikate können mit einem Verfallsdatum oder ohne angeboten werden. Open-End-Turbos hingegen sind eine Art von Turbozertifikaten mit unbegrenzter Laufzeit. IG bietet keine Open-End-Turbozertifikate.

Was ist der Unterschied zwischen Turbozertifikaten und Knock-outs?

Die beiden Produkte bieten ein ähnliches Trading-Erlebnis. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Sie beim Turbzertifikatehandel aus einer Reihe von vordefinierten Knock-out-Levels (Strike-Preisen) wählen können, während Sie beim Handel mit Knock-out-Kontrakten das Knock-out-Level selbst festlegen.

Was ist der Unterscheid zwischen Turbozertifikaten und Turbo-Optionen?

Im Gegensatz zu Turbo-Optionen sind Turbozertifikate physische Wertpapiere, die mit einem Basisprospekt ausgegeben und an einer Börse oder einem anderen Handelsplatz gehandelt werden. Dies bedeutet, dass Turbozertifikate für Trader transparenter sind. IG bietet keine Turbo-Optionen.

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Unsere Gebühren sind transparent und klar strukturiert. Wenn Sie bei IG handeln, wissen Sie immer, welche Gebühren fällig sind.

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1 Beim Handel mit Turbo24 auf den Italien 40-Index fällt die italienische Finanztransaktionssteuer (FTS) an. Mehr erfahren

CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 75 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Optionen und Turbozertifikate sind komplexe Finanzinstrumente und gehen mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Verluste können extrem schnell eintreten. CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren.